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Gelenktumoren

Von

Michael J. Joyce

, MD, Cleveland Clinic Lerner School of Medicine at Case Western Reserve University;


Hakan Ilaslan

, MD, Cleveland Clinic Lerner College of Medicine at Case Western Reserve University

Inhalt zuletzt geändert Feb 2017
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Quellen zum Thema

Tumoren betreffen selten Gelenke, abgesehen von der direkten Ausdehnung eines benachbarten Knochen- oder Weichteiltumors in das Gelenk. Zwei Veränderungen kommen allerdings in der Synovialis vor: die synoviale Condromatose und die pigmentierte villonoduläre Synovialitis. Beide Veränderungen sind benigne, aber lokal aggressiv. Beide betreffen in der Regel ein Gelenk, meist das Knie und am zweithäufigsten die Hüfte, und können Schmerzen und Erguss verursachen. Beide werden durch eine Synovektomie und die Entfernung intraartikulärer Gelenkkörper behandelt.

Synoviale Chondromatose

Die synoviale Chondromatose (früher als synoviale Osteochondromatose bezeichnet) gilt als metaplastisches Synovium. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von kalzifizierten knorpeligen Gelenkkörperchen in der Synovialis, die sich oft lösen. Jedes davon ist nicht größer als ein Reiskorn, in einem geschwollenen, schmerzhaften Gelenk. Eine bösartige Veränderung ist sehr selten. Rezidive sind häufig.

Die Diagnose der Synovialchondromatose wird durch bildgebende Verfahren, in der Regel CT oder MRT, gestellt.

Die Behandlung von Synovialchondromatose kann symptomatisch sein, wenn aber mechanische Symptome vorherrschend sind, ist eine arthroskopische oder offene Entfernung der Körperchen oder der Synovialis gerechtfertigt.

Pigmentierte villonoduläre Synovialitis

Die pigmentierte villonoduläre Synovitis gilt als neoplastische Synovialis. Die Gelenkinnenhaut verdickt und enthält Hämosiderin, das dem Gewebe sein blutbeflecktes Aussehen und charakteristisches Erscheinungsbild im MRT verleiht. Das Gewebe neigt zu invasivem Wachstum in den benachbarten Knochen mit folgender zystischer Zerstörung und Beschädigung des Knorpels. Die pigmentierte villonoduläre Synovitis ist in der Regel monartikulär, kann aber auch polyartikulär auftreten.

Eine späte Behandlung der pigmentierten villonodulären Synovitis, vor allem nach Rezidiv, kann einen totalen Gelenkersatz erforderlich machen. Nach mehreren Synovektomien kommt in seltenen Fällen gelegentlich eine Bestrahlungstherapie zur Anwendung.

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