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Ganglien

(Ganglienzysten)

Von

David R. Steinberg

, MD, Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Ganglien sind zystische Schwellungen, die v. a. an der Hand und hier besonders auf der Dorsalseite des Handgelenks auftreten. Wenn sie symptomatisch werden, ist die Aspiration oder Exzision die Therapie der Wahl.

Ganglien machen ungefähr 60% der chronischen Weichteilschwellungen im Bereich von Hand und Handgelenk aus. Sie entwickeln sich meist spontan bei Erwachsenen im Alter von 20–50 Jahren, Frauen sind dreimal häufiger betroffen. Die Größe eines Ganglions kann im Laufe der Zeit und mit der Verwendung der Hand variieren.

Ätiologie

Bei den meisten Ganglien ist die Ursache unbekannt. Die zystischen Strukturen liegen nahe von Sehnenscheiden oder Gelenkkapseln oder sind mittels Füßchen daran angeheftet. Die Wand des Ganglions ist glatt, fibrös und von unterschiedlicher Dicke, der Inhalt besteht aus einer klaren gelatinösen, klebrigen oder mukoiden Flüssigkeit hoher Viskosität. Manchmal besteht die Flüssigkeit aus nahezu reiner Hyaluronsäure.

Die meisten Ganglien sind Einzelphänomene. Das dorsale Handgelenkganglion, ausgehend vom skapholunären Gelenk, macht etwa 65% der Ganglien an Handgelenk und Händen aus, das volare Handgelenkganglion, ausgehend vom distalen Radiusende, ca. 20–25%. Die verbleibenden 10–15% sind Ganglien und mukoide Zysten, die von den Beugesehnenscheiden an der Dorsalseite der DIP-Gelenke ausgehen. Ganglien können sich spontan zurückbilden.

Diagnose

  • Körperliche Untersuchung

Ganglien sind offensichtlich bei der Untersuchung. Ein anderer Typ von fester Raumforderung entsteht bei RA -Patienten an der Dorsalseite des Handgelenks; dieses Ganglion kann leicht durch seine weiche, irreguläre Erscheinung und die Assoziation mit einer proliferativen Strecksehnentenosynovitis unterschieden werden.

Therapie

  • Aspiration oder Exzision wenn störend

Die meisten Ganglien erfordern keine Therapie. Wenn der Patient jedoch durch die Lage behindert ist oder Schmerzen und Druckempfindlichkeit bestehen, so reicht bei ca. 50% der Patienten eine einmalige Aspiration mittels großlumiger Kanüle aus. Der Versuch, das Ganglion durch Schlag mit einem harten Gegenstand zur Ruptur zu bringen, beinhaltet bei fraglichem Erfolg das Risiko einer lokalen Verletzung.

Eine nichtchirurgische Behandlung schlägt bei etwa 40–70% der Patienten fehl, was eine chirurgische Exzision nötig macht. Die Exzision kann durch eine Arthroskopie oder eine offene Operation durchgeführt werden. Die Rezidivraten nach der chirurgischen Exzision betragen etwa 5–15%.

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