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Benigne Lebertumoren

Von

Steven K. Herrine

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Mai 2018
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Gutartige Lebertumoren kommen relativ häufig vor. Die meisten sind asymptomatisch, einige führen zur Ausbildung einer Hepatomegalie, zu Schmerzen im rechten Oberbauch oder einer intraperitonealen Blutung. Die meisten werden zufällig beim Ultraschall- oder einer anderen bildgebenden Untersuchungen gefunden ( Bildgebende Untersuchungen der Leber und Gallenblase). Die Leberwerte liegen meist im Normbereich oder weichen nur geringfügig ab. Für die Diagnose sind bildgebende Verfahren oft ausreichend, eine Biopsien kann jedoch zusätzlich notwendig werden. Eine Behandlung ist nur unter bestimmten Umständen notwendig.

Hepatozelluläres Adenom

Unter den gutartigen Tumoren ist es besonders wichtig das hepatozelluläre Adenom als solches zu erkennen. Es tritt vorzugsweise bei Frauen im gebärfähigen Alter auf, und zwar besonders bei der Einnahme von oralen Kontrazeptiva, möglicherweise über einen Östrogeneffekt (1).

Die meisten Adenome sind asymptomatisch, lediglich sehr große können Beschwerden im rechten Oberbauch hervorrufen. Selten manifestieren Adenome als Peritonitis und Kreislaufschock infolge Ruptur und intraperitoneale Blutung. Selten können sie maligne entarten.

Ein diagnostischer Verdacht ergibt sich aufgrund von Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie, manchmal ist jedoch eine Biopsie zur Sicherung der Diagnose ist erforderlich.

Kontrazeptiva-assoziierte Adenome können sich bei Absetzen der Kontrazeptiva zurückbilden. Wenn sich Adenome nicht zurückbilden oder wenn sie subkapsulär oder > 5 cm sind, wird häufig die chirurgische Resektion empfohlen.

Fokale noduläre Hyperplasie

Dieses lokalisierte Hämartom kann histologisch einer makronodulären Leberzirrhose ähneln. Die Diagnose beruht in der Regel auf einer Ultraschall-, MRT- oder Computertomographie-Untersuchung mit Kontrastmittel, eine Biopsie kann zur Bestätigung notwendig werden. Eine Behandlung ist nur selten erforderlich.

Hämangiome

Hämangiome sind in der Regel klein und asymptomatisch; sie kommen bei 1-5% der Erwachsenen vor. Symptome sind eher wahrscheinlich, wenn die Hämangiome > 4 cm sind; Zu den Symptomen gehören Unwohlsein, Völlegefühl, und, weniger häufig, Appetitlosigkeit, Übelkeit, frühes Sättigungsgefühl und Schmerzen infolge von Einblutungen oder Thrombosen. Diese Tumoren haben oft einen charakteristisches gefäßreiches Aussehen. Hämangiome werden meist zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung, Computertomographie oder MRT entdeckt. Computertomogramme zeigen typischerweise eine gut abgegrenzte, hypodense Läsion. Im Ultraschall imponiert sie oft echoreich. Wenn Kontrastmittel verwendet werden, zeigt sich zuerst eine periphere Kontraanreicherung, gefolgt von einer zentripetalen Auffüllung ("Irisblendenphänomen"). Eine Behandlung ist normalerweise nicht notwendig. Wenn die Symptome belastend werden oder sich ein Hämangiom schnell vergrößert, kann eine Resektion in Betracht gezogen werden.

Bei Säuglingen bilden sich Hämangiome oft spontan bis zum Alter von 2 Jahren zurück. Trotzdem können große Hämangiome gelegentlich arteriovenöse Shunts bilden, die ausreichen, um eine Herzinsuffizienz und manchmal eine disseminierte intravaskuläre Koagulopathie zu verursachen. In diesen Fällen kann die operative Entfernung erfolgen. Konservatve Maßnahmen, die versucht werden können umfassen hochdosierten Kortikosteroiden, manchmal mit Diuretika und Digoxin erfolgen, um die Herzfunktion zu verbessern, Interferon alfa (s.c. verabreicht), und die selektive Embolisation. Selten kann eine Lebertransplantation erforderlich sein.

Andere gutartige Tumore

Lipome (in der Regel asymptomatisch) und lokalisierte faserige Tumore (z. B. Fibrome) kommen selten in der Leber vor.

Gutartige Gallengangsadenome sind selten, belanglos, und in der Regel zufällig entdeckt. Sie werden manchmal mit Metastasen verwechselt.

Hinweis

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