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Akalkulöser biliärer Schmerz

Von

Ali A. Siddiqui

, MD, Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Unter akalkulösem biliärem Schmerz versteht man Gallenkoliken in Abwesenheit von Gallensteinen infolge struktureller oder funktioneller Störungen. Manchmal werden sie mit einer laparoskopischen Cholezystektomie behandelt.

Gallenkoliken können besonders bei jungen Frauen bei Abwesenheit von Gallensteinen auftreten. Akalkulöse biliäre Schmerzen macht bis zu 15% der laparoskopischen Cholezystektomien aus. Häufige Ursachen für solche Gallenschmerzen sind:

  • Mikroskopisch kleine Steine, die nicht durch Routine-Ultraschalluntersuchung erkannt werden

  • Abnormale Entleerung der Gallenblase

  • Ein übermäßig empfindliches Gallensystem

  • Sphincter Oddi-Dysfunktion

  • Überempfindlichkeit des angrenzenden Zwölffingerdarms

  • Möglicherweise Gallensteine, die bereits spontan abgegangen sind

Manche Patienten entwickeln letztendlich andere funktionelle gastrointestinale Krankheiten.

Diagnose

  • Unklar

  • Meist Sonographie und ggf. Choleszintigraphie und/oder ERCP

Der beste diagnostische Ansatz bleibt ungeklärt.

Der Verdacht auf einen akalkulösen biliären Schmerz besteht bei Patienten mit einer Gallenkolik, bei denen sich keine Gallensteine durch diagnostische Bildgebung nachweisen lassen. Die Bildgebung sollte Sonographie und, soweit verfügbar, endoskopische Sonographie (für kleine Steine < 1 cm) umfassen.

Abnormal Laborwerte können Hinweise auf eine Anomalie der Gallenwege (z. B. erhöhte alkalische Phosphatase, Bilirubin, ALT oder AST) oder eine Pankreas-Anomalie (z. B. erhöhte Lipase) während einer Episode von akuten Schmerzen geben. Die Choleszintigraphie mit einer Cholezystokinin-Infusion misst die Entleerung der Gallenblase (Ejektionsfraktion); potentiell beinträchtigende Substanzen wie Kalzium-Kanal-Blocker, Opioide und Anticholinergika sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden. Eine endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) mit biliärer Manometrie kann eine Sphinkter Oddi-Dysfunktion detektieren.

Therapie

  • Unklar, aber gelegentlich laparoskopische Cholezystektomie

Eine laparoskopische Cholezystektomie verbessert die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit mikroskopisch kleinen Steinen und wahrscheinlich bei abnormer Gallenblasenmotilität. Die Rolle der laparoskopischen Cholezystektomie oder endoskopischen Sphinkterotomie bleibt ansonsten unklar. Medikamentöse Therapien haben keinen nachgewiesenen Nutzen.

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