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Merkelzellkarzinom

(Neuroendokrines Karzinom; kleinzelliges Hautkarzinom; Trabekuläres Karzinom; APUDom der Haut; anaplastisches Karzinom)

Von

Gregory L. Wells

, MD, Ada West Dermatology, St. Luke’s Boise Medical Center, and St. Alphonsus Regional Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2017
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Das Merkelzellkarzinom ist ein seltenes, aggressives Karzinom, das vor allem ältere, hellhäutige Menschen betrifft.

Das mittlere Alter zum Zeitpunkt der Diagnosestellung beträgt 75 Jahre. Das Merkelzellkarzinom tritt auch bei jüngeren Patienten mit Immunsuppression auf. Weitere Risikofaktoren sind kumulative Exposition gegenüber UV-Licht, Kontakt mit dem Merkel-Zell-Polyomavirus, und eine andere Krebserkrankung (z. B. multiples Myelom, chronische lymphatische Leukämie, Melanom). Die Ausbreitung auf die Lymphknoten ist weit verbreitet.

Symptome und Beschwerden

Die Läsionen sind in der Regel fest, glänzend, hautfarben oder bläulich-rot, und knotenförmig. Ihre charakteristischen klinischen Befunde sind schnelles Wachstum und Abwesenheit von Schmerz und Empfindlichkeit. Obwohl das Merkelzellkarzinom überall auf der Haut auftreten kann, ist es am häufigsten auf den der Sonne ausgesetzten Bereichen (z. B. Gesicht, obere Extremitäten).

Diagnose

  • Biopsie

Die Diagnose wird bioptisch gestellt.

Die meisten Patienten haben bei der Einstellung Metastasen und die Prognose ist schlecht.

Therapie

  • Bestimmt durch Staging

Die Behandlung beruht auf der Bestimmung des Krebsstadiums und umfasst in der Regel großflächige lokale Exzision, meist gefolgt von Strahlentherapie, Lymphknotendissektion oder beidem.

Chemotherapie kann bei metastasierendem oder rezidivierendem Karzinom angezeigt sein.

Vorbeugung

Da bei Merkel-Zellkarzinomen ein Bezug zu UV-Exposition zu bestehen scheint, werden eine Reihe von Maßnahmen empfohlen, um die Exposition zu begrenzen.

  • Vermeidung von Sonneneinstrahlung: Suche nach Schatten, Minimierung von Outdoor-Aktivitäten zwischen 10 Uhr vormittags und 4 Uhr nachmittags (wenn die Sonnenstrahlen am stärksten sind), die Vermeidung von Sonnenbaden der Nutzung von Sonnenbänken

  • Die Verwendung von Schutzkleidung: langärmelige Hemden, Hosen und breitkrempige Hüten

  • Verwendung von Sonnenschutzmitteln: Mindestens Lichtschutzfaktor (SPF) 30 mit Breibspektrum-UVA/UVB-Schutz nach Anweisung verwendne (d. h. alle 2 h sowie nach dem Schwimmen oder Schwitzen neu auftragen); Sonnenschutzmittel sollten nicht verwendet werden, um sich länger in der Sonne aufhalten zu können

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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