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Bisse von Bienen, Wespen, Hornissen und Ameisen

Von

Robert A. Barish

, MD, MBA, University of Illinois at Chicago;


Thomas Arnold

, MD, Department of Emergency Medicine, LSU Health Sciences Center Shreveport

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen sind überall in den Vereinigten Staaten häufig. Manche Ameisen beißen.

  • Stiche von Bienen, Wespen, Hornissen sowie Ameisenbisse verursachen in der Regel Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Jucken.

  • Allergische Reaktionen sind selten, können aber gefährlich sein.

  • Die Stacheln sollten entfernt werden und eine Creme oder Salbe können helfen, die Symptome zu lindern.

Der Durchschnittsmensch kann ohne Gefahr 10 Stiche pro Pfund Körpergewicht vertragen. Das bedeutet, dass ein durchschnittlicher Erwachsener mehr als 1.000 Stiche aushalten kann, während 500 Stiche ein Kind töten können. Bei Vorliegen einer Allergie gegen solche Stiche kann jedoch bereits ein einziger Stich aufgrund der anaphylaktischen Reaktion (eine lebensgefährliche allergische Reaktion, bei der der Blutdruck sinkt und sich die Atemwege schließen) zum Tod führen.

In den USA sterben 3 bis 4 Mal so viele Menschen an Bienenstichen wie an Schlangenbissen. Eine aggressivere Art der Honigbiene, die afrikanisierte Honigbiene genannt (Killerbiene), ist bis in die südlichen und manche südwestlichen Staaten Südamerikas vorgedrungen. Indem sie ihr Opfer im Schwarm angreifen, verursachen diese Bienen eine schwerere Reaktion als andere Bienen.

Im Süden, insbesondere in der Golfregion, stechen Feuerameisen jedes Jahr bis zu 40 Prozent der Menschen, die in dem betroffenen Bereich leben und verursachen mindestens 30 Todesfälle.

Symptome

Bisse von Bienen, Wespen und Hornissen verursachen sofort Schmerzen und einen roten, geschwollenen, manchmal juckenden Bereich in der Größe von etwa 1 Zentimeter Durchmesser. Bei manchen Menschen schwillt der Bereich in den folgenden 2 oder 3 Tagen bis auf einen Durchmesser von 5 Zentimetern oder mehr an. Diese Schwellung wird manchmal fälschlicherweise für eine Infektion gehalten, was nach Bienenstichen ungewöhnlich ist. Allergische Reaktionen können zu Hautausschlag, Jucken am ganzen Körper, Keuchatmung, Atembeschwerden und Schock führen.

Der Biss der Feuerameise verursacht in der Regel sofort Schmerzen und eine gerötete Schwellung, die innerhalb von 45 Minuten wieder verschwindet. Es bildet sich dann eine Blase, die innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufplatzt, woraufhin sich die Stelle oft entzündet. In manchen Fällen entwickelt sich eine rote, geschwollene, juckende Stelle statt einer Blase. Isolierte Nerven können sich entzünden. Es können Krämpfe bei Menschen auftreten, die sehr viele Stiche auf einmal bekommen haben.

Behandlung

  • Entfernung des Stachels

  • Behandlung der Haut und oral verabreichte Medikamente zur Linderung von Schmerzen und Schwellung

  • Epinephrin-Injektion gegen allergische Reaktionen

  • Mitunter Desensibilisierung zur Vorbeugung gegen allergische Reaktionen

Eine Biene kann ihren Stachel in der Haut hinterlassen. Der Stachel sollte so schnell wie möglich entfernt werden, indem die Stelle mit einer dünnen stumpfen Kante abgeschabt wird (zum Beispiel mit der Kante einer Kreditkarte oder einem dünnen Tischmesser).

Ein in Plastik und ein dünnes Tuch eingewickelter und über dem Stich platzierter Eiswürfel lindert den Schmerz zusammen mit oral verabreichten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Antihistaminika. Eine Creme oder eine Salbe mit einem Antihistaminikum, einem Anästhetikum, einem Kortikosteroid oder einer Kombination daraus ist oft hilfreich.

Schwere allergische Reaktionen werden im Krankenhaus mit Epinephrin, intravenös verabreichter Flüssigkeit oder anderen Medikamenten behandelt.

Menschen mit einer Bienengiftallergie sollten immer eine Fertigspritze mit Epinephrin (die es auf Verschreibung gibt) bei sich tragen, um etwaigen anaphylaktischen oder allergischen Reaktionen entgegenzuwirken. Andere Stiche werden so ähnlich wie Bienenstiche behandelt. Menschen mit anaphylaktischen Reaktionen oder einer bekannten Allergie gegen Insektenbisse in der Vorgeschichte sollten einen medizinischen Ausweis, wie etwa ein Notfallarmband, stets bei sich tragen.

Manchmal lassen sich Menschen, die eine schwere allergische Reaktion auf einen Bienenstich hatten, über eine Reihe von Jahren desensibilisieren (Allergen-Immuntherapie), was unter Umständen gegen künftige allergische Reaktionen hilft.

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