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Intubation des Verdauungstrakts

(Nasogastric Tube)

Von

Jonathan Gotfried

, MD, Lewis Katz School of Medicine at Temple University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2019| Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
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Quellen zum Thema

Bei der Intubation des Verdauungstrakts wird ein kleiner, biegsamer Kunststoffschlauch (Magensonde) durch die Nase oder den Mund in den Magen oder Dünndarm eingeführt. Dieses Verfahren kann für diagnostische oder therapeutische Zwecke angewendet werden. Die Intubation führt typischerweise zu Würgen und Brechreiz, weshalb ein Betäubungsspray in der Nase und im hinteren Rachen verwendet werden kann. Die Größe des Schlauchs variiert abhängig vom Zweck.

Die Nasen-Magen-Intubation kann angewendet werden, um eine Probe der Magenflüssigkeit zu erhalten. Die Sonde wird über die Nase und nicht über den Mund gelegt, hauptsächlich, weil der Schlauch so leichter zur Speiseröhre geführt werden kann. Die Route einer Sonde über die Nase führt außerdem nicht so leicht zu Reizungen und Husten. Durch eine Nasen-Magensonde lässt sich Blut im Magen feststellen und die Magensekrete auf Säuregehalt, Enzyme und andere Eigenschaften untersuchen. Bei Vergiftungsopfern können Proben des Magensafts analysiert werden, um das Gift zu identifizieren. Manchmal bleibt die Sonde vor Ort, damit Proben über mehrere Stunden entnommen werden können.

Die Nasen-Magen-Intubation kann auch zur Behandlung bestimmter Erkrankungen angewendet werden. Zum Beispiel können Gifte ausgepumpt oder mit Aktivkohle neutralisiert werden, oder Personen mit Schluckstörungen kann Flüssignahrung verabreicht werden.

Manchmal wird mit einer Nasen-Magen-Intubation kontinuierlich der Mageninhalt abgesaugt. Am Ende des Schlauchs befindet sich in der Regel eine Absaugvorrichtung, die Gase und Flüssigkeit aus dem Magen entfernt. Dadurch verringert sich der Druck, wenn das Verdauungssystem verstopft ist oder anderweitig nicht richtig funktioniert. Diese Art von Sonde wird oft nach Bauchoperationen eingesetzt, bis das Verdauungssystem wieder seine normalen Funktionen übernehmen kann.

Bei der Nasen-Darm-Intubation (nasoduodenale Sonde) wird ein längerer Schlauch durch Nase und Magen bis in den Dünndarm geführt. Mit diesem Verfahren kann eine Probe des Darminhalts entnommen, kontinuierlich Flüssigkeit entfernt oder Nahrung verabreicht werden ({blank} Sondenernährung).

Komplikationen, die durch eine transnasale Magensonde entstehen, sind relativ selten und umfassen Verletzungen der Nase, des Rachens oder des Verdauungstrakts. Sehr selten kommt es zu Perforationen.

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