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Ventrikuläre Einzelschläge (ventrikuläre Extrasystole)

(Ektope ventrikuläre Tachykardie; ventrikuläre Extrasystole)

Von

L. Brent Mitchell

, MD, Libin Cardiovascular Institute of Alberta, University of Calgary

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Ventrikuläre Extrasystole ist ein zusätzlicher Herzschlag, der durch ungewöhnliche elektrische Impulse in den Ventrikeln (den unteren Kammern des Herzens) entsteht, bevor der normale Herzschlag erfolgt.

  • Das Hauptsymptom ist ein stolpernder Herzschlag.

  • Die Diagnose wird anhand einer Elektrokardiographie erstellt.

  • Zur Behandlung reicht es gewöhnlich aus, die Auslöser solcher Schläge, wie Stress, Koffein und Alkohol zu vermeiden.

Ventrikuläre Einzelschläge kommen besonders bei älteren Menschen häufig vor. Diese Art von Herzrhythmusstörungen kann durch Stress entstehen, durch Koffein (in Getränken und Speisen), Alkohol oder die Anwendung von Medikamenten für Erkältung oder Heuschnupfen mit Wirkstoffen, die das Herz anregen, wie Pseudoephedrin. Zu den weiteren Ursachen gehören die koronare Herzkrankheit (besonders während oder kurz nach einem Herzinfarkt) und Erkrankungen, bei denen sich die Ventrikel vergrößern, wie Herzinsuffizienz und Erkrankungen der Herzklappen.

Symptome

Einzelne ventrikuläre Einzelschläge beeinflussen die Pumpleistung des Herzens nur wenig; sie verursachen gewöhnlich keine Symptome, außer sie treten extrem häufig auf. Das Hauptmerkmal besteht in heftigem oder stolperndem Herzschlag (Palpitation). Für Menschen ohne Herzkrankheit sind ventrikuläre Einzelschläge nicht bedrohlich. Wenn sie jedoch häufig bei Menschen mit einer strukturellen Herzkrankheit (z. B. Herzklappenstörung oder Herzinfarkt) auftreten, können sie gefährlichere Rhythmusstörungen nach sich ziehen, wie ventrikuläre Tachykardie und Kammerflimmern; dies kann den plötzlichen Tod bedeuten.

Diagnose

  • Elektrokardiographie

Die Elektrokardiographie (EKG) wird angewendet, um ventrikuläre Einzelschläge zu diagnostizieren.

Behandlung

  • Änderung der Lebensweise

  • Manchmal Betablocker

Bei ansonsten gesunden Menschen ist keine Behandlung nötig, außer der Vermeidung von Stress, Koffein, Alkohol und frei verkäuflichen Medikamenten für Erkältung oder Heuschnupfen mit Wirkstoffen, die das Herz anregen.

Medikamente werden selten benutzt, da das Risiko von Nebenwirkungen des Medikaments gewöhnlich den Nutzen überwiegt. Eine Ausnahme sind Menschen, die kürzlich einen Herzinfarkt hatten oder an einer Herzinsuffizienz leiden, die Beschwerden verursacht. Die Überlebenschancen solcher Patienten werden durch die Behandlung mit Betablockern (siehe Tabelle Medikamente bei Herzrhythmusstörungen (Auswahl)) verbessert.

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