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Long-QT-Syndrom und Torsade de pointes ventrikuläre Tachykardie

Von

L. Brent Mitchell

, MD, Libin Cardiovascular Institute of Alberta, University of Calgary

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2021| Inhalt zuletzt geändert Feb 2021
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Quellen zum Thema

Torsade de pointes ist eine besondere Form der ventrikulären Tachykardie Ventrikuläre Tachykardie Bei der ventrikulären Tachykardie handelt es sich um einen Herzrhythmus durch die Ventrikel (die unteren Kammern des Herzens), bei der eine Herzfrequenz von mindestens 120 Schlä... Erfahren Sie mehr Ventrikuläre Tachykardie . Sie tritt bei Menschen mit einem sogenannten Long-QT-Syndrom auf, wobei es sich um eine Störung im Reizleitungssystem des Herzens handelt.

Das QT-Intervall bezeichnet das Intervall zwischen zwei auf dem Elektrokardiogramm aufgezeichneten Ereignissen: vom Beginn der Q-Welle bis zum Ende der T-Welle.

Manche Menschen kommen mit dem Long-QT-Syndrom zur Welt. Bei anderen wiederum wird die Krankheit durch einen niedrigen Kaliumblutspiegel im Serum, einen sehr langsamen Herzrhythmus oder ein Medikament verursacht. Oftmals sind Medikamente zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen für das Long-QT-Syndrom verantwortlich, jedoch kann es auch durch bestimmte Antidepressiva und Medikamente gegen Virus- und Pilzerkrankungen hervorgerufen werden.

Wussten Sie ...

  • Die Bezeichnung „Long QT“ bezieht sich auf ein unnatürliches Muster im Reizleitungssystem des Herzens, das auf einem Elektrokardiogramm sichtbar wird.

Symptome

Wenn sich bei Menschen mit Long-QT-Syndrom eine ventrikuläre Tachykardie entwickelt, können Palpitationen (Wahrnehmung des Herzklopfens) auftreten. Eine Torsade-de-Pointes-Tachykardie hört normalerweise von selbst auf, kehrt aber häufig wieder. Bei Betroffenen kann es auch zu starker Benommenheit oder Ohnmacht kommen. Kammerflimmern führt zu Herzstillstand Herzstillstand und HLW Bei einem Herzstillstand pumpt das Herz kein Blut und keinen Sauerstoff mehr in das Gehirn und andere Organe und anderes Gewebe. Manchmal kann der Betroffene nach einem Herzstillstand wiederbelebt... Erfahren Sie mehr Herzstillstand und HLW und plötzlichem Kollaps.

Diagnose

  • Elektrokardiographie

Da einige Formen des Long-QT-Syndroms erblich bedingt sind, können sich Menschen, bei denen diese Erkrankung in der Familiengeschichte vorkommt, oder bei denen Verwandte unerwartet an einem Herzproblem gestorben sind, auf das Syndrom hin untersuchen lassen.

EKG: Auswertung der Kurven

EKG: Auswertung der Kurven

Mit einem Elektrokardiogramm werden die elektrischen Ströme dargestellt, die während des Herzschlags durch das Herz fließen. Sie werden in Teilbereiche aufgeteilt, von denen jeder im EKG mit einem Buchstaben benannt ist.

Jeder Herzschlag beginnt mit einem Impuls des Schrittmachers (Sinusknoten). Dieser Impuls aktiviert die oberen Herzkammern (Vorhöfe). Die P-Kurve zeigt die Tätigkeit der Vorhöfe.

Als nächstes fließt der elektrische Strom durch die unteren Herzkammern (Ventrikel). Der QRS-Komplex zeigt die Aktivität der Ventrikel.

Für den nächsten Herzschlag muss sich die elektrische Ladung in den Ventrikeln darauf ändern. Diesen Teil nennt man Erholungsphase; sie wird von der T-Kurve dargestellt.

Auf einem EKG lassen sich viele abnormale Veränderungen erkennen. Dazu zählen frühere Herzinfarkte (Myokardinfarkte), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie), unzureichende Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens (Ischämie) und eine Verdickung (Hypertrophie) der Herzmuskelwände.

Manche EKG-Auffälligkeiten können auch auf Ausbuchtungen (Aneurysmen) in schwächeren Bereichen der Herzwände hindeuten. Aneurysmen können Folge eines Herzinfarkts sein. Wenn ein auffälliger Rhythmus (zu schnell/langsam, unregelmäßig) vorliegt, kann das EKG auch Aufschluss über den Ursprungsort im Herzen geben. Solche Informationen helfen dem Arzt bei der Bestimmung der Ursache.

Behandlung

  • Wiederherstellung des normalen Herzschlagrhythmus mittels Stromschlag (Defibrillation)

  • Vorbeugung vor weiteren Anfällen

Wenn die Ursache ein Medikament ist, wird es abgesetzt.

Weitere Informationen

Bei dem Folgenden handelt es sich um ein englischsprachiges Hilfsmittel, das nützlich sein kann. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

  • American Heart Association: Arrhythmie: Informationen, um Patienten dabei zu helfen, ihr Risiko für Herzrhythmusstörungen zu verstehen, sowie Informationen zur Diagnose und Behandlung

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