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Hospizpflege

Von

Elizabeth L. Cobbs

, MD, George Washington University;


Karen Blackstone

, MD, George Washington University;


Joanne Lynn

, MD, MA, MS, Altarum Institute

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Hospiz ist ein Pflegekonzept und -programm, das vor allem darauf abzielt, das Leiden des Sterbenden und seiner Angehörigen zu minimieren. In den Vereinigten Staaten ist Hospiz das einzige breit verfügbare, umfassende Programm zur Unterstützung von sehr kranken Menschen in ihrem eigenen Zuhause. Hospizprogramme lehnen die meisten diagnostischen Untersuchungen und lebensverlängernden Maßnahmen zugunsten einer Symptomlinderung ab. Sie weisen außerdem Sterbende und ihre Angehörigen in die angemessenen Pflege- und Komfortpflegepraktiken ein. Obwohl Hospizprogramme den Schwerpunkt nicht auf Lebensverlängerung legen, kann gute Hospizpflege das Leben geringfügig verlängern, weil sie vielleicht schwere mögliche Nebenwirkungen von Operationen und aggressiven Medikationen vermeidet, die der Patienten andernfalls möglicherweise bekommen hätte.

  • Hospizprogramme legen den Schwerpunkt auf die Linderung von Symptomen, Komfortpflege und emotionale Unterstützung des Patienten und seiner Angehörigen.

  • Hospizprogramme legen den Schwerpunkt nicht auf diagnostische Untersuchungen, Heilverfahren oder lebensverlängernde Maßnahmen.

In der klassischen Hospizpflege helfen enge Angehörige und/oder Freunde, Entscheidungen für den Strebenden zu treffen, wenn er dies selbst nicht mehr tun kann. Das Hospizteam besucht den Patienten meist, sooft er dies wünscht, oft täglich, und steht häufig sogar rund um die Uhr zur Verfügung. Hospizpersonal ist speziell dafür geschult, bei der Behandlung von Symptomen zu helfen und emotionale und seelsorgerische Unterstützung bereitzustellen.

Hospiz umfasst je nach Fall unterschiedliche medizinische Fachkräfte, z. B. Ärzte, Pfleger, Sozialarbeiter, Helfer für z. B. die häusliche Pflege und erforderlichenfalls Sprach-, Physio- und Ergotherapeuten. Apotheker, Diätspezialisten und andere Therapeuten können ebenfalls beteiligt sein.

Das Hospizpersonal kümmert sich um die Menschen zu Hause oder im Pflegeheim. Obwohl sich das Hospizpersonal gewöhnlich nicht um Krankenhaus- oder Rehabilitationspatienten kümmert, haben viele Krankenhäuser Programme eingeführt, die Symptome umfassend behandeln, bei der Entscheidungsfindung (Palliativmedizin) helfen und damit dieselben kritischen Fragen hinsichtlich der Versorgung des Sterbenden angehen.

Hospizprogramme unterscheiden sich voneinander hinsichtlich der erbrachten Leistungen und der angewandten Behandlungen und Geräte. Welche Hospizpflege einem Patienten oder einer Familie am besten dient, hängt von ihren Bedürfnissen, Wünschen und finanziellen Erwägungen sowie von den Fähigkeiten und Kapazitäten eines örtlichen Programms ab.

Hospizpflege kann unter ärztlicher Beteiligung die notwendigste medizinische Versorgung bereitstellen. Pfleger überwachen gewöhnlich den allgemeinen Pflegeplan einschließlich Arzneimittel, Sauerstofftherapie, intravenöser Zugänge und Spezialausrüstung. Sozialarbeiter, Seelsorger und geschulte Freiwillige helfen bei der Lösung von interpersonellen, seelsorgerischen und finanziellen Problemen. Trauerberater bieten Unterstützung und Einblick in die Trauerarbeit. Hospizpflegepläne helfen Angehörigen, sich auf den bevorstehenden Tod einer geliebten Person vorzubereiten und mit der Situation zum Zeitpunkt des Todes umzugehen, einschließlich ihrer Rolle und wie man die benötigte Hilfe bekommt.

Die meisten Patienten, die so krank sind, dass sie ein Hospiz in Anspruch nehmen, benötigen auch Hilfe bei alltäglichen Dingen (z. B. anziehen, baden, Essen zubereiten), und einige sind eventuell gänzlich auf Hilfe angewiesen. Angehörige und Freunde können diese Versorgung übernehmen, das Hospiz oder die Familie können wiederum zusätzliche entgeltliche Pflegeleistungen erbringen.

Die staatliche oder zusätzliche Krankenversicherung übernimmt in der Regel die Hospizkosten, meist jedoch nur, wenn ein Arzt bestätigt, dass der Patient eine tödliche Krankheit hat und voraussichtlich weniger als 6 Monaten zu leben hat. Die Patienten sind durch ihre gesetzliche Krankenversicherung weiterhin gegen Krankheiten versichert, die mit der Hospizdiagnose nicht zusammenhängen. Die Hospizversorgung kann jederzeit unterbrochen werden, etwa wenn sich die Gesundheit der Person verbessert oder die Person eine aussichtsreiche Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung ausprobieren möchte.

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