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Peyronie-Krankheit

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Quellen zum Thema

Bei der Peyronie-Krankheit, oder Induratio penis plastica, kommt es zu einer Krümmung des erigierten Penis aufgrund einer Gewebeverdickung, die den Penis an einer Seite zusammenzieht.

Bei vielen Männern ist der erigierte Penis leicht gekrümmt. Bei der Peyronie-Krankheit kommt es jedoch zu einer stärkeren Krümmung. Durch eine Entzündung innerhalb des Penis bildet sich vernarbtes Fasergewebe, das die Krümmung beim erigierten Penis hervorruft und eine Penetration während des Geschlechtsverkehrs erschwert oder unmöglich macht. Wodurch die Entzündung verursacht wird, ist allerdings nicht mit Bestimmtheit geklärt.

Die Erektion kann hier schmerzhaft sein. Das Narbengewebe kann sich auf die Schwellkörper (Corpora cavernosa) ausweiten, was eine Erektionsstörung (erektile Dysfunktion) zur Folge hat.

In der Regel können die Ärzte ihre Diagnose aufgrund der Untersuchung des Penis stellen. Manchmal wird zur Beurteilung des Narbengewebes eine Ultraschalluntersuchung herangezogen.

Was ist die Peyronie-Krankheit?

Bei der Peyronie-Krankheit bildet sich aufgrund einer Entzündung im Penis Narbengewebe. Da sich das Narbengewebe bei einer Erektion nicht vergrößert, ist der erigierte Penis gekrümmt. Dadurch wird das Eindringen in die Scheide beim Geschlechtsverkehr erschwert oder unmöglich. Das Narbengewebe kann sich möglicherweise auf die Schwellkörper (Corpora cavernosa) ausweiten, was eine erektile Dysfunktion zur Folge hat.

Was ist die Peyronie-Krankheit?

Behandlung

  • Vitamin E und/oder p-Aminobenzoesäure

  • Injektionen zur Reduzierung des Narbengewebes

  • Ultraschallbehandlungen

Eine leichte Krümmung, welche die Sexualfunktion nicht beeinträchtigt, muss nicht behandelt werden. Die Peyronie-Krankheit kann sich nach einigen Monaten von allein wieder zurückbilden.

Bis jetzt hat sich noch keine Behandlung als wirksam erwiesen.

Manchmal hilft es, Vitamin E einzunehmen, das die Wundheilung unterstützt und die Vernarbungen mindert. Des Weiteren kann auch p-Aminobenzoesäure eingenommen werden. In manchen Fällen kann es allerdings zu Bauchschmerzen oder Verdauungsstörungen führen und es erfordert die Einnahme vieler Tabletten am Tag.

Die Injektion von Kortikosteroiden, Verapamil oder Kollagenase aus Clostridium histolyticum in das Narbengewebe kann die Entzündung lindern und die Narbenbildung verringern.

Eine Ultraschallbehandlung kann die Durchblutung fördern und so weiterer Narbenbildung vorbeugen.

Eine Bestrahlung kann zwar die Schmerzen lindern, verschlimmert aber häufig die Gewebeschäden.

Eine Operation wird nicht empfohlen, es sei denn, die Krankheit ist weit fortgeschritten und der Penis so sehr gekrümmt, dass kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist. Eine Operation, die die Narben beseitigen soll, verkürzt den Penis und kann den Schaden vergrößern oder eine Erektionsstörung (erektile Dysfunktion) zur Folge haben. Um dem Mann eine Penetration beim Geschlechtsverkehr zu ermöglichen, kann eine Penisprothese implantiert werden.

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