Das Blut übt auf seinem Weg durch den Körper mehrere lebenswichtige Funktionen aus. Es versorgt das Gewebe des Körpers mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen (wie Fetten, Zucker, Mineralien und Vitaminen). Es transportiert Kohlendioxid zur Lunge und weitere Abfallprodukte zu den Nieren, damit sie aus dem Körper ausgeschieden werden. Es transportiert Hormone (chemische Botenstoffe), die der Kommunikation der Körperzellen untereinander dienen. Außerdem enthält das Blut Bestandteile, die Infektionen bekämpfen und Blutungen stoppen.
Bluterkrankungen
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Das Blut
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Symptome und Diagnose von Bluterkrankungen
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Anämie
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Blutungen aufgrund anormaler Blutgefäße
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Blutungen aufgrund von Blutgerinnungsstörungen
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Der Blutgerinnungsprozess
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Blutungen und Blutgerinnungsstörungen
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Bluttransfusion
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Übermäßige Gerinnung
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Eisenüberlastung
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Leukämien
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Lymphome
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Myeloproliferative Erkrankungen
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Störungen der Plasmazellen
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Blutplättchenerkrankungen
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Milzerkrankungen
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Störungen der weißen Blutkörperchen
Bluterkrankungen Abschnitte (A-Z)
Anämie
Blutplättchenerkrankungen
Blutplättchen (auch als Thrombozyten bezeichnet) sind Zellfragmente, die in der Blutbahn zirkulieren und die Blutgerinnung unterstützen ( Wie gerinnt Blut). Thrombopoietin, das in erster Linie in der Leber produziert wird, regt das Knochenmark zur Bildung von großen Zellen (Megakaryozyten) an, die wiederum aus ihrem Zytoplasma Blutplättchen bilden. Blutplättchen, die nicht für die Blutgerinnung verwendet werden, zirkulieren 7 bis 10 Tage und werden dann zerstört. Etwa ein Drittel wird immer in der Milz gespeichert. Die Anzahl der Blutplättchen in der Blutbahn kann gegen Ende der Schwangerschaft zurückgehen (Schwangerschafts-Thrombozytopenie) und sich als Reaktion auf Entzündungen erhöhen (sekundäre oder reaktive Thrombozytose). Keine dieser Erkrankungen weist einen schweren Verlauf auf und die meisten Betroffenen haben keine Probleme.
Bluttransfusion
Blutungen aufgrund anormaler Blutgefäße
Blutgefäßerkrankungen, die Blutungen verursachen, sind auf beschädigte Blutgefäße zurückzuführen, die normalerweise rote bis violette Hautverfärbungen oder Blutergüsse verursachen, selten aber einen ernsthaften Blutverlust. Blutungen können die Folge von Erkrankungen des Bindegewebes, Vitaminmangel, ungewöhnliche Befunde der Proteine im Blut, beschädigte Blutgefäße oder von Krankheiten sein, die eine Entzündung der Blutgefäße verursachen. Blutungen unter der Haut können bei älteren Leuten häufiger vorkommen (senile Purpura).
Blutungen aufgrund von Blutgerinnungsstörungen
(Siehe auch Wie Blut gerinnt.)
Blutungen und Blutgerinnungsstörungen
Das Blut
Der Blutgerinnungsprozess
Mit der Blutstillung (Hämostase) hält der Körper verletzte Blutgefäße davon ab, zu bluten. Die Hämostase schließt die Blutgerinnung ein. Eine zu starke Gerinnung kann Blutgefäße blockieren, die nicht bluten. Daher verfügt der Körper über Kontrollmechanismen, um die Gerinnung einzuschränken und Gerinnsel aufzulösen, die nicht mehr notwendig sind. Jede Störung in dem System, welches die Blutgerinnung kontrolliert, kann sowohl übermäßige Blutungen als auch eine zu starke Gerinnung auslösen – beides kann gefährlich sein. Bei einer Blutgerinnungsstörung können selbst leichte Verletzungen zu starken Blutungen führen. Durch eine unkontrollierte Gerinnung verschließen sich vor allem kleine Blutgefäße an besonders empfindlichen Stellen. Verstopfte Blutgefäße im Gehirn können zu einem Schlaganfall führen, und verstopfte Blutgefäße im Herzen können einen Herzinfarkt verursachen. Teile von Gerinnseln aus den Venen der Beine, des Beckens oder des Bauchs können über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort wichtige Arterien verstopfen (Lungenembolie).
Eisenüberlastung
Eisen ist lebenswichtig, daher kontrolliert der Körper im Allgemeinen die Eisenaufnahme aus den Lebensmitteln genau und recycelt das Eisen aus den roten Blutkörperchen. Menschen verlieren jeden Tag geringe Mengen Eisen, und selbst eine gesunde Ernährung enthält nur wenig Eisen. Daher hat man selten zu viel Eisen im Körper. Zu den Ursachen von überschüssigem Eisen im Blut (Eisenüberlastung) zählen unter anderem:
Leukämien
Lymphome
Milzerkrankungen
Die Milz ist ein schwammiges, weiches Organ, ungefähr so groß wie eine Faust, das im oberen Teil der Bauchhöhle sitzt, direkt unterhalb des Brustkorbs auf der linken Seite. Die Milzarterie bringt Blut vom Herzen zur Milz. Das Blut verlässt die Milz über die Milzvene und gelangt dann durch die Pfortader in die Leber. Die Milz ist von faserreichem Bindegewebe umgeben (der Milzkapsel), das ihre Blut- und Lymphgefäße trägt.
Myeloproliferative Erkrankungen
Bei diesen Störungen (myeloproliferative Erkrankungen, myelo = Knochenmark, proliferative = schnelle Vermehrung) wachsen und vermehren sich die Vorläufer der blutbildenden Zellen im Knochenmark (myeloische Stammzellen) krankhaft oder werden von faserigem Bindegewebe überwuchert. Typischerweise werden diese Erkrankungen erworben und nicht geerbt, auch wenn es gelegentlich Familien gibt, in denen mehrere Mitglieder unter diesen Erkrankungen leiden.
Störungen der Plasmazellen
Störungen der Plasmazellen sind selten. Sie entstehen, wenn sich eine einzelne Plasmazelle übermäßig vermehrt. Die daraus entstehende Gruppe genetisch identischer Zellen (als Klon bezeichnet) bildet eine große Menge einer einzelnen Art von Antikörpern (Immunglobulinen). Die Plasmazellen entwickeln sich aus den B-Zellen (B-Lymphozyten), einem speziellen Typ weißer Blutkörperchen, der normalerweise Antikörper bildet. Diese Proteine helfen dem Körper, Infektionen zu bekämpfen.
Störungen der weißen Blutkörperchen
Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) haben die Aufgabe, den Körper gegen Infektionserreger und Schadstoffe zu verteidigen. Um den Organismus ausreichend schützen zu können, müssen genügend weiße Blutkörperchen vorhanden sein, und sie müssen die Nachricht erhalten, dass ein infektiöser Organismus oder ein Fremdstoff in den Körper eingedrungen ist, damit sie an jene Stellen im Körper gelangen, wo sie gebraucht werden, und die schädlichen Organismen oder Stoffe töten und verdauen können ( Weiße Blutkörperchen und Lymphatisches System: Hilft bei der Verteidigung gegen Infektionen.).
Symptome und Diagnose von Bluterkrankungen
Übermäßige Gerinnung
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Blut ist eine Mischung aus roten und weißen Blutkörperchen, Thrombozyten und einer flüssigen Komponente. Welcher der folgenden Optionen ist die flüssige Komponente?
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