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Überblick über zahnärztliche Notfälle

Von

Michael N. Wajdowicz

, DDS, USAF

Inhalt zuletzt geändert Okt 2017
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Wenn kein Zahnarzt verfügbar ist, muss gelegentlich auch ein Arzt eine zahnärztliche Notfallbehandlung durchführen, um folgende Fälle zu behandeln:

Zu den oral verabreichten Analgetika, die bei den meisten Zahnproblemen wirksam sind, gehören Paracetamol 650 bis 1000 mg alle 6 h und NSAR wie etwa Ibuprofen 400 bis 800 mg alle 6 h. Ibuprofen und Acetaminophen können für eine kurze Zeit auch gemeinsam verwendet werden, wobei die Medikamente alle 3 Stunden gewechselt werden. Bei starken Schmerzen können diese Medikamente mit Opioiden wie etwa Codein 60 mg; Hydrocodon 5 mg, 7,5 mg oder 10 mg oder Oxycodon 5 mg kombiniert werden.

Gängige Antibiotika für zahnbedingte Infektionen sind unter anderem Penicillin VK 500 mg p.o. alle 6 h und Clindamycin 300 mg p.o. alle 6 h.

Antibiotikaprophylaxe

Für eine Prävention der infektiösen Endokarditis, empfehlen die Richtlinien der American Heart Association 2017 prophylaktische Antibiotika bei Patienten, die zahnärztliche Eingriffe nur für Patienten mit

  • Herzklappenprothesen, einschließlich transkatheterimplantierter Prothesen oder mit prothetischem Material zur Klappenreparatur

  • vorheriger infektiöser Endokarditis

  • Spezifische angeborene Herzerkrankungen

  • Herztransplantatempfänger mit Herzklappenproblemen (Valvulopathie)

Bei Patienten mit prothetischen Gelenkimplantaten stellen die American Dental Association 2015 Richtlinien (1) fest, dass prophylaktische Antibiotika normalerweise nicht empfohlen werden, aber für Patienten mit

  • immunkompromittierter Zustand

  • Unkontrollierter Diabetes

  • Frühere Gelenkinfektion

  • Kürzliche gemeinsame Platzierung

Zahnbehandlungen, die eine Prophylaxe erfordern, sind diejenigen, die eine Manipulation oder Perforation der Gingiva oder Mundschleimhaut erfordern oder die den Wurzelbereich der Zähne betreffen (d. h. solche, die am ehesten eine Bakteriämie verursachen können). Das bevorzugte Medikament ist Amoxicillin 2 g p.o. 30 bis 60 min vor dem Eingriff. Für diejenigen, die Penicilline nicht vertragen, können alternativ Clindamycin 600 mg oder cephalexin 2 g eingesetzt werden.

Allgemeine Behandlungshinweise

  • Sollecito TP, Abt E, Lockhart PB, et al: The use of prophylactic antibiotics prior to dental procedures in patients with prosthetic joints: Evidence-based clinical practice guideline for dental practitioners—A report of the American Dental Association Council on Scientific Affairs. J Am Dent Assoc 146(1):11-16e8, 2015. doi: 10.1016/j.adaj.2014.11.012.

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