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Substanz/Medikamenten-induzierte psychotische Störung

Von

Carol Tamminga

, MD, UT Southwestern Medical Dallas

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Eine Substanz/Medikamenten-induzierte psychotische Störung ist durch Halluzinationen und/oder Wahnvorstellungen charakterisiert, die durch die direkte Wirkung oder den Missbrauch einer Substanz ohne Delirium gekennzeichnet ist.

Episoden von substanzinduzierter Psychose sind häufig in Notaufnahmen und Krisenzentren. Es gibt viele auslösende Substanzen, einschließlich Alkohol, Amphetamine, Cannabis, Kokain, Halluzinogene, Opioide, Phencyclidin (PCP) sowie Sedativa und Anxiolytika. Um als substanzinduzierte Psychose betrachtet zu werden, sollten die Halluzinationen und Wahnvorstellungen mehr sein als diejenigen, die in der Regel eine einfache Substanz-Intoxikation oder Entzug begleiten, obwohl der Patient auch berauscht oder auf Entzug sein kann.

Die Symptome sind oft kurz und verschwinden kurz nachdem das ursächliche Medikament abgesetzt wurde, aber Psychosen, die durch Amphetamine, Kokain oder PCP ausgelöst werden, können mehrere Wochen andauern. Da einige Jugendliche mit prodromaler oder Schizophrenie im Frühstadium Substanzen anwenden, die Psychose auslösen können, ist es wichtig, eine gründliche Anamnese zu erhalten, insbesondere den Nachweis von früheren psychischen Symptomen bevor der Schluss gezogen wird, dass die akute Psychose durch Substanzkonsum ausgelöst wurde.

Behandlung

  • Eine ruhige Umgebung

  • Oft ein Benzodiazepin oder Antipsychotikum

In den meisten substanzinduzierten Psychosen ist das Anhalten der Substanz und die Abgabe eines Anxiolytikums (z.B. Benzodiazepine) oder Antipsychotika wirksam.

Bei einer Psychose aufgrund von Dopamin-stimulierenden Substanzen wie Amphetamin, ist ein antipsychotisches Rauschgift am effektivsten.

Bei einer Psychose aufgrund von Drogen wie LSD, kann eine ruhige Beobachtung alles sein, was benötigt wird.

Bei Substanzen mit Wirkungen, die kein Dopamin beinhalten, kann Beobachtung alles sein, was benötigt wird, oder ein angstlösendes Medikament kann helfen.

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