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Akute Belastungsstörung (ASD)

Von

John W. Barnhill

, MD, New York-Presbyterian Hospital

Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Die akute Belastungsstörung bezeichnet einen kurzen Zeitraum mit intrusiven Erinnerungen, der innerhalb von 4 Wochen auftritt, nachdem ein Mensch Zeuge oder Betroffener eines überwältigenden traumatischen Erlebnisses wurde.

Bei einer akuten Belastungsstörung haben Menschen ein traumatisches Erlebenis erfahren, haben es direkt erlebt (beispielsweise als schweren Verletzungen oder Todesbedrohung) oder indirekt (z. B. Dinge mitzubekommen, die anderen widerfahren sind, das Lernen aus Ereignissen, die andere Familienmitglieder oder enge Freunde erlebt haben). Die Betroffenen haben wiederkehrende Erinnerungen an das Trauma, vermeiden alle Stimui, die sie an das Trauma erinnern könnten, und weisen eine erhöhte vegetative Erregbarkeit auf. Die Symptome beginnen innerhalb von 4 Wochen nach dem traumatischen Ereignis und dauern mindestens 3 Tage und, im Gegensatz zur posttraumatischen Belastungsstörung Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bezeichnet wiederholte und intrusive Erinnerungen an ein überwältigendes traumatisches Ereignis. Die Erinnerungen dauern > 1 Monat und beginnen... Erfahren Sie mehr , nicht länger als 4 Wochen an. Bei Menschen mit dieser Störung kann es zu dissoziativen Symptomen Überblick über dissoziative Störungen Jeder macht gelegentlich die Erfahrung, Erinnerungen, Wahrnehmungen, Identitätserleben oder Bewusstsein nicht automatisch in ein Ganzes integrieren zu können. Menschen können z. B. irgendwo... Erfahren Sie mehr kommen.

Diagnose

  • Klinische Kriterien

Die Diagnose basiert auf den Kriterien, die im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition (DSM-5) empfohlen werden; diese Kriterien schließen dissoziative Symptome ein.

Um die Kriterien für die Diagnose zu erfüllen, müssen die Patienten direkt oder indirekt einem traumatischen Ereignis ausgesetzt gewesen sein, und ≥ 9 der folgenden Punkte müssen über einen Zeitraum von 3 Tagen bis zu 1 Monat vorhanden sein:

  • Wiederkehrende, unwillkürliche und intrusive belastende Erinnerungen an das Ereignis

  • Wiederkehrende beunruhigende Träume von diesem Ereignis (z. B. Albträume)

  • Dissoziative Reaktionen (z. B. Flashbacks), bei denen Patienten das Gefühl haben, als wenn das traumatische Ereignis wiederkehre.

  • Intensive psychologische oder physiologische Belastung, wenn sie an das Ereignis erinnert wird (z. B. durch Betreten eines ähnlichen Ortes, durch ähnliche Geräusche wie während des Ereignisses).

  • Persistierende Unfähigkeit, positive Emotionen zu erleben (z. B. Glück, Zufriedenheit, liebevolle Gefühle)

  • Eine veränderter Realitätssinn (z. B. das Gefühl von Benommenheit, verlangsamter Zeit, veränderte Wahrnehmungen)

  • Unfähigkeit, sich an einen wichtigen Teil des traumatischen Ereignisses zu erinnern

  • Die Bemühungen, die quälenden Erinnerungen, Gedanken oder Gefühle, die mit dem Ereignis in Zussammenhang stehen, zu vermeiden

  • Die Bemühungen, externe Erinnerungen (Menschen, Orte, Gespräche, Aktivitäten, Aufgaben, Situationen) zu vermeiden, mit dem Ereignis in Zusammenhang stehen.

  • Schlafstörungen

  • Reizbarkeit oder Wutausbrüche

  • Hypervigilanz

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Schreckhaftigkeit

Darüber hinaus müssen die Manifestationen bedeutendes Leiden verursachen oder soziale oder beruflichen Funktion wesentlich beeinträchtigen und nicht der physiologischen Wirkung einer Substanz oder einer anderen medizinischen Erkrankung zuzuschreiben sein.

Therapie

  • Nachbesprechung oder unterstützende Befragung

Viele Menschen erholen sich, sobald sie die traumatische Situation verlassen können, ihnen Verständnis und Empathie entgegengebracht wird und sie die Gegelenheit bekommen, das Ereignis und ihre Reaktion darauf zu schildern.

Um diese Störung bei Personen zu verhindern oder zu minimieren, die an einem traumatischen Ereignis beteiligt oder Zeuge waren, empfehlen einige Experten eine systematische Nachbesprechung, um den Prozess zu lenken. Andere Experten haben ihre Besorgnis über ein weit verbreitetes Debriefing zum Ausdruck gebracht, zumal einige Studien zeigen, dass das Debriefing für einige Patienten sehr belastend sein kann und die natürliche Genesung beeinträchtigen kann.

Leichte Schlafmittel können kurzfristig hilfreich sein, andere Medikamente sind i. Allg. allerdings nicht angezeigt.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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