Msd Manual

Please confirm that you are a health care professional

Lädt...

Lähmung des IV. Hirnnerven

Von

Michael Rubin

, MDCM, New York Presbyterian Hospital-Cornell Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Dez 2017
Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

Eine Lähmung des IV. Hirnnerven betrifft den M. obliquus superior und verursacht eine Parese der vertikalen Blickbeweungen, besonders bei Adduktion.

Eine Lähmung des IV. Hirnnerven (Trochlearisparese) ist häufig idiopathisch. Bisher wurden wenige Ursachen identifiziert. Zu den Ursachen gehören:

  • Geschlossene Kopfverletzung (häufig), die zu einseitigen oder beidseitigen Lähmungen führen kann.

  • Infarkt durch Erkrankung kleiner Gefäße (z. B. bei Diabetes mellitus)

Selten beruht diese Lähmung auf Aneurysmen, Tumoren (z. B. tentorielle Meningeome, Pinealome) oder Multipler Sklerose.

Wegen der Lähmung des M. obliquus superior können die Augen nicht normal adduziert werden. Die Patienten sehen Doppelbilder, die nach oben und seitlich gegeneinander verschoben sind, weswegen sie beim Treppabwärtsgehen, das den Blick nach unten und einwärts erfordert, Schwierigkeiten haben. Durch die Neigung des Kopfes zur Gegenseite des gelähmten Muskels kann kompensiert und die Doppelbilder eliminieren werden.

Die Untersuchung kann eine leicht eingeschränkte Augenbeweglichkeit aufdecken, die keine Beschwerden macht.

Eine okulomotorische Übungsbehandlung oder eine Prismenbrille können den übereinstimmenden Blick wiederherstellen. Operation kann eventuell erforderlich sein.

Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Videos

Alle anzeigen
Wie die Untersuchung des Hirnnervs durchgeführt wird.
Video
Wie die Untersuchung des Hirnnervs durchgeführt wird.
3D-Modelle
Alle anzeigen
Einklemmung des Nucleus pulposus
3D-Modell
Einklemmung des Nucleus pulposus

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN