Unterscheidung von Stimmlippenpolypen, -knötchen und -granulomen

Unterscheidung von Stimmlippenpolypen, -knötchen und -granulomen

Typ

Ursachen

Merkmale

Therapie

Polypen

Akutes Stimmtrauma (am häufigsten), gastroösophagealer Reflux, unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion, chronisch allergische (Larynx-)Reaktionen, chronische Reizgasinhalation (z. B. Industrieabgase, Zigarettenrauch)

Die traumatischen Läsionen treten typischerweise unilateral auf.

Bilaterale Polypen haben oft andere Ursachen

Vorkommen an der mittleren Membranschnur

Größer als Knötchen

Oft ein oberflächliches Blutgefäß

Chirurgische Entfernung eines traumatischen Polyps

Medizinische Behandlung, zunächst von anderen polypoiden Läsionen

Logopädische Therapie zur Änderung belastender Stimmgewohnheiten

Knötchen

Chronisches Stimmentrauma (z. B. durch Schreien, lautes Singen, Verwendung einer unnatürlich tiefen Frequenz)

Beidseitig

Treten am Übergang zwischen dem vorderen und mittleren Drittel der Stimmbänder auf

Verhaltensänderung (z. B. Abbauen der Larynxmuskelanspannung beim Sprechen), Sprachtherapie, Antirefluxtherapie

Granulome

Husten, Refluxkrankheit, endotracheale Intubation

Häufig beidseitig, tritt aber auch einseitig auf

Treten an den Stimmbandfortsätzen auf (hintere Stimmbänder)

Größer als Knötchen

Sprachtherapie, Antirefluxtherapie

Chirurgische Entfernung bei Granulomen, die sich nicht zurückbilden,