Häufige Typen von Urinkristallen

Häufige Typen von Urinkristallen

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Kalziumoxalat

Kommen in verschiedenen Formen vor, sind aber am leichtesten zu erkennen, wenn sie kleine, oktaedrische, hantelförmige Monohydrat- und hüllenartige Formen in Dihydratform bilden

Kommen sie in großer Zahl vor, spricht dies stark für das Vorliegen einer Ethylenglykolvergiftung oder seltener für ein Kurzdarmsyndrom, erbliche Oxalose oder Oxalurie sowie eine hohe Vitamin-C-Aufnahme.

Wichtig bei der Auswertung als mögliche Bestandteile von Steinen

Kalziumphosphat

Treten im alkalischen Urin in Platten- oder Keilform auf und können in Rosetten erscheinen

Kann bei distaler renaler tubulärer Azidose und Hyperparathyreoidismus auftreten; tritt zusammen mit Kalziumoxalatsteinen auf

Zystin

Perfekt Sechsecke, manchmal allein als flache Platten oder als überlappende Kristalle in unterschiedlichen Größen

Diagnose einer Zystinurie, einer seltenen erblichen Ursache von Steinbildung

Magnesium-Ammoniumphosphat

Kann Sargdeckeln oder Quarzkristallen ähneln

Kommt oft in normalem alkalischen Urin oder im Urin von Patienten mit Struvitsteinen vor.

Harnsäure

Kann diamant-oder nadelförmig oder rautenförmig sein, Harnsäure kann jedoch auch amorph sein

Kommt oft in saurem, kalten, hochkonzentrierten Urin vor

Kann bei Neugeborenen auf eine geringe Dehydratation hindeuten oder ein Tumorlysesyndrom bei Patienten mit Krebs oder Nierenversagen anzeigen.