Eine Fasciolopsiasis ist eine Infektion mit dem Darmegel Fasciolopsis buski, die durch den Verzehr von Wasserpflanzen oder die Aufnahme von verunreinigtem Wasser erworben wird.
Egel sind parasitäre flache Würmer, die verschiedene Teile des Körpers infizieren (z. B. Blutgefäße, den Gastrointestinaltrakt, Lunge, Leber), abhängig von der Art.
F. buski kommt in vielen Gebieten Asiens und auf dem indischen Subkontinent im Darm von Schweinen vor. Die Prävalenz dieser Infektion ist bei Kindern in Endemiegebieten am höchsten. F. buski wird auch als der Riesenegel bezeichnet, weil dies der größte Saugwurm ist, der den Menschen infiziert.
Der Mensch infiziert sich in der Regel durch die Aufnahme von kontaminiertem Wasser oder den Verzehr von aquatischen (Süßwasser-) Pflanzen, insbesondere Bambussprossen, Brunnenkresse oder Wasserkastanien, die infektiöse Metazerkarien tragen. F. buski benötigt einen Schnecken-Zwischenwirt, um seinen Lebenszyklus zu vollenden. Die von F. buski verwendeten Schnecken sind kleine Planorbidae-Schnecken der Gattungen Hippeutis und Segmentina (1, 2). Adulte Würmer heften sich an die Mukosa des proximalen Dünndarms und ulzerieren. Sie wachsen um 8–20 mm auf etwa 20–75 mm. Adulte Würmer haben eine Lebensdauer von ca. 1 Jahr.
Image from the Centers for Disease Control and Prevention Image Library.
Die Fasciolopsiasis ist in der Regel asymptomatisch. Bei schweren Infektionen beginnen die Symptome in der Regel 30 bis 60 Tage nach der Exposition und können Anorexie, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Anzeichen von Malabsorption umfassen. Periphere Eosinophilie kann vorhanden sein.
In schweren Fällen kann die Malabsorption aufgrund des Proteinverlustes zu Ödemen und Aszites führen. Vitamin-B12-Mangel und Anämie können ebenfalls auftreten.
Die Diagnose einer Fasziolopsiasis basiert auf dem Nachweis von Eiern oder, seltener, adulten Würmern im Stuhl oder anderen Magen-Darm-Flüssigkeiten (Erbrochenes, Galle oder gastroduodenale Proben, die mittels Biopsie gewonnen wurden). Die Eier von F. buski sind weitgehend ellipsenförmig, mit einem Operculum versehen und 130 bis 150 Mikrometer lang und 60 bis 90 Mikrometer breit. Die Eier sind mikroskopisch schwer von denen von Fasciola hepatica zu unterscheiden.
Die Therapie einer Fasciolopsiasis erfolgt mit Praziquantel oral 3-mal täglich für 1 Tag.
Zur Prävention sollte man in Gebieten, in denen Fasciolopsis buski endemisch ist, kein verunreinigtes Wasser trinken oder Süßwasserpflanzen essen (2).
Literatur
1. Centers for Disease Control and Prevention: DPDx–Laboratory Identification of Parasites of Public Health Concern: Fasciolopsiasis. June 5, 2024. Accessed July 2, 2025.
2. Centers for Disease Control and Prevention: Fasciolopsiasis: About Fasciolopsiasis. April 25, 2024. Accessed July 11, 2025.



