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Übersicht von sexuell übertragbaren Krankheiten

Von

Sheldon R. Morris

, MD, MPH, University of California San Diego

Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Quellen zum Thema

Sexuell übertragbare Krankheiten (STD), auch als sexuell übertragbare Infektionen (STI) bezeichnet, können durch einer Reihe von Mikroorganismen verursacht werden, die stark in Größe, Lebenszyklus, Symptomen, und die Empfindlichkeit auf verfügbare Behandlungen variieren.

Bakterielle sexuell übertragbare Krankheiten sind

Viral sexuell übertragbare Krankheiten enthalten

Parasitäre Infektionen, die sexuell übertragen werden können, umfassen

Viele andere Infektionen wie z. B. Salmonellose Übersicht zu Infektionen mit Salmonella Die Gattung Salmonella ist in 2 Arten unterteilt, S. enterica und S. bongori, die > 2400 bekannte Serotypen umfassen. Einige dieser Serotypen haben Namen. In solchen Fällen wird der wissenschaftliche... Erfahren Sie mehr , Shigellose Shigellose Eine Shigellose ist eine akute intestinale Infektion, die durch gram-negative Shigella sp. hervorgerufen wird. Es kommt u. a. zu Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Tenesmus und einer meist blutigen... Erfahren Sie mehr , Campylobacteriose Campylobacter- und Verwandte Infektionen Campylobacter führt häufig zu Diarrhö und gelegentlicher Bakteriämie, gefolgt von Endokarditis, Osteomyelitis oder septischer Arthritis. Campylobacter Spezies sind bewegliche, gekrümmte, mikroaerophile... Erfahren Sie mehr , Amöbiasis Amöbiasis Eine Amöbiasis ist eine Infektion mit Entamoeba histolytica. Sie verläuft häufig asymptomatisch, aber die Symptome schwanken von einer leichten Diarrhö bis hin zu einer schweren Dysenterie.... Erfahren Sie mehr , Giardiasis Giardiasis Giardiasis ist eine Infektion mit der geißelten Protozoen-Giardia duodenalis (G. lamblia, G. intestinalis). Die Infektion kann asymptomatisch verlaufen oder zu Beschwerden führen, die von intermittierenden... Erfahren Sie mehr , Hepatitis Akute Virushepatitis im Überblick Unter einer akuten Virushepatitis versteht man eine diffuse Entzündung der Leber, die durch spezifische hepatotrope Viren mit unterschiedlichen Transmissionswegen und Epidemiologien verursacht... Erfahren Sie mehr (A, B und C) und Zytomegalievirusinfektion Zytomegalievirusinfektion (CMV) Zytomegalievirus (CMV, HHV-5) kann Infektionen mit einem breit variierenden Schweregrad hervorrufen. Häufig kommt es zu einem Syndrom, das einer infektiösen Mononukleose ähnelt, aber ohne schwere... Erfahren Sie mehr werden nicht primär als STD angesehen, können aber auch sexuell übertragen werden.

Da zu sexuellen Aktivitäten auch der enge Kontakt von Haut und Schleimhäuten von Genitalien, Mund und Rektum einhergehen können, werden die Erreger effizient von Mensch zu Mensch verbreitet. Einige sexuell übertragbare Krankheiten verursachen Entzündungen (z. B. bei Gonorrhö- oder Chlamydien-Infektion) oder Ulzerationen (z. B. bei Herpes simplex, Syphilis oder Ulcus molle), die die Übertragung anderer Infektionen (z. B. HIV) prädisponieren.

Die STD-Prävalenz ist nach wie vor in den meisten Teilen der Welt hoch trotz diagnostischer und therapeutischer Fortschritte, die rasch dazu führen können, dass Patienten mit vielen STDs nicht mehr infektiös sind. In den USA treten schätzungsweise jedes Jahr 20 Millionen neuer Fälle von sexuell übertragbaren Krankheiten auf; etwa die Hälfte treten bei Menschen im Alter von 15 und 24 Jahren auf (siehe auch CDC: Sexually Transmitted Disease Surveillance 2017).

Zu den Faktoren, die die Kontrolle von sexuell übertragbaren Krankheiten behindern, zählen

  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit mehreren Partnern

  • Schwierigkeiten von sowohl Ärzten als auch Patienten, über sexuelle Themen zu sprechen

  • Unzureichende Finanzierung für die Einführung vorliegender Diagnosetests und Behandlungen und für die Entwicklung neuer Tests und Behandlungen

  • Die Anfälligkeit für eine Reinfektion, wenn beide Partner nicht gleichzeitig behandelt werden

  • Unvollständige Behandlung, die zu einer Entwicklung resistenter Organismen führen kann

  • Internationale Reisen, die eine schnelle globale Verbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten erleichtern

Symptome und Beschwerden

Diagnose

  • Oft klinische Untersuchung

  • Gram-Färbung und Kultur

  • Labortests

STDs werden unter sehr unterschiedlichen Begleitumständen diagnostiziert und behandelt; in vielen davon sind die diagnostischen Möglichkeiten begrenzt oder die Patientennachsorge ist nicht gesichert. Daher wird die Identifikation des ursächlichen Erregers oft nicht angestrebt. Die Diagnose erfolgt oft nur aufgrund von klinischen Kriterien.

Diagnostische Tests können Gram-Färbung und Kultur oder Labortests wie Nukleinsäureamplifikation-Tests (NAATs) umfassen. Eine diagnostische Untersuchung erfolgt öfter in den folgenden Fällen:

  • Die Diagnose ist unklar.

  • Die Infektion ist schwer.

  • Die anfängliche Behandlung ist nicht effektiv.

  • Andere Gründe (z. B. Überwachung der öffentlichen Gesundheitsdienste, psychosoziale Gründe, darunter extreme psychische Belastung und Depression) sind erforderlich.

Therapie

  • syndromale Behandlung

  • Manchmal antimikrobielle Mittel

  • Gleichzeitige Behandlung der Sexualpartner

Da diagnostische Verfahren oft begrenzt oder nicht verfügbar sind und/oder die Nachbetreuung der Patienten unsicher ist, erfolgt die initiale Therapie oft krankheitsbezogen, d. h. gerichtet auf das Erregerspektrum, das das klinische Syndrom (z. B. Urethritis, Zervizitis, genitale Ulzera, Adnexitis/PID) am ehesten verursacht.

Die meisten STDs können erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Jedoch stellen Arzneimittelresistenzen ein zunehmendes Problem dar.

Patienten, die wegen einer STD behandelt werden, sollten auf Geschlechtsverkehr verzichten bis die Infektion bei ihnen und ihren Sexualpartnern abgeklungen ist. Sexualpartner sollten getestet und gleichzeitig behandelt werden.

Viral sexuell übertragbare Krankheiten, vor allem Herpes und HIV-Infektion, bestehen in der Regel ein Leben lang fort. Antivirale Medikamente können alle diese Infektionen steuern, aber noch nicht heilen.

Vorbeugung

Die Kontrolle und Nachsorge von STDs hängt ab von

  • Geeigneten Einrichtungen und geübtes Personal für Diagnose und Behandlung

  • Vorhandensein von Programmen des öffentlichen Gesundheitsdienstes zum Auffinden und Behandeln aktueller und kurz zurückliegenderSexualpartner der Patienten

  • Nachsorgeoptionen für die behandelten Patienten, um sicherzustellen, dass sie geheilt wurden

  • Aufklärung von Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Öffentlichkeit

  • Vermeidung von Hochrisiko-Verhalten in der Bevölkerung

Kondome und Femidome verringern, wenn richtig eingesetzt, erheblich das Risiko für manche sexuell übertragbare Krankheiten.

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