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Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Von

L. Brent Mitchell

, MD, Libin Cardiovascular Institute of Alberta, University of Calgary

Inhalt zuletzt geändert Sep 2017
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Die Notwendigkeit zur Behandlung einer Arrythmie richtet sich nach den Symptomen und den Risiken, die diese Arrhythmieform in sich birgt. Die Therapie richtet sich nach den Ursachen für die jeweilige Arrhythmieform. Im Bedarfsfall kann eine direkte antiarrhythmische Therapie mit antiarrhythmischen Medikamenten, Kardioversion-Defibrillation, implantierbaren Cardioverter-Defibrilatoren (ICDs), Schrittmachern (und eine spezielle Form des "Pacing", kardiale Resynchronisationstherapie), Katheterablation, Operation oder auch einer Kombination der genannten Therapieformen notwendig werden.

Bei einigen Patienten wird der normale, systematische, sequentielle Zusammenhang der Kontraktion der Herzkammern gestört (er wird dyssynchron). Dyssynchronie kann sein,

  • Atrioventrikulär: zwischen atrialer und ventrikulärer Kontraktion

  • Interventrikulär: zwischen linker und rechter Ventrikelkontraktion

  • Intraventrikulär: Zwischen den verschiedenen Segmenten der linksventrikulären Kontraktion

Patienten mit einem Risiko für Dyssynchronie haben unter anderem folgende Beschwerden:

  • Ischämische oder nicht-ischämische dilatative Kardiomyopathie

  • Längeres QRS-Intervall (≥ 130 ms), insbesondere in Form von typischen linker Schenkelblock

  • Linksventrikulärer enddiastolischer Durchmesser ≥ 55 mm

  • Linksventrikuläre Ejektionsfraktion im Sinusrhythmus ≤ 35%

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) beinhaltet die Verwendung eines Schrittmachersystems, um die Herzkontraktion zu synchronisieren. Solche Systeme umfassen in der Regel eine Elektrode im rechten Vorhof, im rechten Ventrikel, und im linken Ventrikel. Elektroden können transvenös oder chirurgisch via Thorakotomie platziert werden.

Bei Patienten mit Symptomen einer Herzinsuffizienz nach New York Heart Association (NYHA)-Klasse II, III, oder IV, kann die CRT die Wahrscheinlichkeit einer Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz sowie die allgemeine Mortalität reduzieren. Allerdings hat sie wenig bis gar keinen Nutzen bei Patienten mit permanentem Vorhofflimmern, Rechtsschenkelblock, unspezifischer intraventrikulärer Leitungsstörung oder nur leichter Verlängerung der QRS-Dauer (< 150 ms).

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