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Gleichstrom-(DC)-Kardioversion/Defibrillation

Von

L. Brent Mitchell

, MD, Libin Cardiovascular Institute of Alberta, University of Calgary

Inhalt zuletzt geändert Sep 2017
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Quellen zum Thema

Die Notwendigkeit zur Behandlung einer Arrythmie richtet sich nach den Symptomen und der Schwere, die diese Arrythmieform in sich birgt. Die Therapie richtet sich nach den Ursachen für die jeweilige Arrhythmieform. Im Bedarfsfall kann eine direkte antiarrhythmische Therapie mit antiarrhythmischen Medikamenten, Gleichstrom (DC) Kardioversions-Defibrillation, Kardioversion-Defibrillation, implantierbaren Cardioverter-Defibrilatoren (ICDs), Schrittmachern (und eine spezielle Form des "Pacing",kardiale Resynchronisationstherapie) Katheter Ablation, Operation♦oder auch einer Kombination der genannten Therapieformen notwendig werden.

Ein transthorakaler elektrischer Gleichstrom-(DC-)Schock von ausreichender Stärke depolarisiert das gesamte Myokard und versetzt die gesamten kardialen Zellen kurzfristig in die Refraktärzeit, um die Depolarisation zu wiederholen. Danach gewinnt der schnellste intrinsische Schrittmacher, normalerweise der sinusatriale Knoten, die Kontrolle über den Herzrhythmus zurück. Daher beendet die DC-Kardioversion/-Defibrillation sehr effektiv Tachyarrhythmien, die aus einem Reentry-Mechanismus resultieren. Sie ist jedoch weniger effektiv bei der Durchbrechung von Tachyarrhythmien, die aus einer Automatie resultieren, weil der Rhythmus nach der Depolarisation wahrscheinlich wieder dieselbe Tachyarrhythmie ist. Für Tachyarrhythmien, deren Ursache kein Kammerflimmern (VF) und pulslose ventrikuläre Tachykardie (VT) ist, muss der DC-Schock QRS-Komplex-synchronisiert erfolgen (sog. DC-Kardioversion), weil ein Elektroschock, der in der vulnerablen Phase (nahe des T-Wellen-Maximums) abgegeben wird, ein Kammerflimmern auslösen kann. Bei einem Kammerflimmern ist die QRS-Komplex-synchronisierte Kardioversion weder notwendig noch möglich. Bei einem DC-Schock ohne QRS-Komplex-Synchronisation handelt es sich um eine DC-Defibrillation.

Verfahren für die DC-Kardioversion

Bei einer elektiven DC-Kardioversion sollte der Patient 6–8 h nüchtern bleiben, um eine Aspiration zu vermeiden. Eine Kardioversion löst beim Patienten Ängste aus und ist zudem schmerzhaft. Daher wird eine kurze Allgemeinanästhesie oder i.v. Analgesie mit Sedierung (z. B. mit Fentanyl 1 μg/kg, anschließend Gabe von Midazolam 1–2 mg alle 2 Minuten bis zu einer Maximaldosis von 5 mg) notwendig. Eine entsprechende Ausstattung und ausgebildetes Personal müssen die Freihaltung der Atemwege garantieren.

Die für die Kardioversion verwendeten Elektroden (Pads oder Paddles) können anteroposterior (entlang der linken Begrenzung des Brustbeins über dem 3. und 4. ICR und unterhalb des linken Schulterblattes) oder anterolateral (zwischen dem Schlüsselbein und dem 2. ICR entlang der rechten Begrenzung des Brustbeins und über dem 5. und 6. ICR im Bereich der Herzspitze) platziert werden. Sobald sich die QRS-Synchronisation auf dem Monitor zeigt, kann der Schock abgegeben werden. Der Grad der Stromstärke variiert je nach Art der zu behandelnden Tachyarrhythmie. Die Kardioversion ist effektiver, wenn biphasische Schocks abgegeben werden, bei denen die Strompolarität teilweise durch die Wellenform des Elektroschocks umgekehrt wird.

Eine andere Möglichkeit ist der Gebrauch intrakardialer Elektrodenkatheter. Die DC-Kardioversion/-Defibrillation kann im Rahmen einer Thorakotomie auch direkt am Herzen durchgeführt werden. Bei diesem Verfahren sind jedoch wesentlich geringere Stromstärken erforderlich.

Komplikationen bei der DC Kardioversion

In der Regel treten nur geringfügige Komplikationen wie SVES, VES oder Muskelschmerzen auf. Insgesamt seltener, jedoch häufiger bei Patienten mit geringer LV-Funktion oder bei der Anwendung mehrerer Schocks kommt es zu einer Schädigung der Myokardzellen und zu einer elektromechanischen Dissoziation.

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