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Entzündliche Vaginitis

Von

Oluwatosin Goje

, MD, MSCR, Cleveland Clinic, Lerner College of Medicine of Case Western Reserve University

Inhalt zuletzt geändert Mai 2018
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Entzündliche Vaginitis ist eine vaginale Entzündung ohne Nachweis der üblichen infektiösen Ursachen einer Vaginitis.

Die Ätiologie der entzündlichen Vaginitis kann autoimmun sein.

Die Vaginalhaut schilfert Epithelzellen ab und wird von Streptokokken überwuchert.

Der Hauptrisikofaktor ist

  • Östrogenverlust, der durch die Menopause oder eine primäre Ovarialinsuffizienz (vorzeitige Ovarialversagen—z. B. aufgrund einer Oophorektomie, Beckenbestrahlung oder Chemotherapie) entstehen kann.

Eine Atrophie des Genitales erhöht sowohl die Anfälligkeit als auch das Rezidivrisiko für eine entzündliche Vaginitis.

Symptome und Beschwerden

Eitriger vaginaler Fluor, Dyspareunie, Dysurie und Reizung der Vaginalhaut sind häufige Beschwerden. Vaginaler Juckreiz und Rötung können auftreten. Brennen, Schmerzen oder schwache Blutungen treten selten auf. Die Vaginalhaut erscheint gewöhnlich dünn und trocken. Eine Vaginitis kann rezidivieren.

Diagnose

  • Vaginaler pH-Wert und Nativpräparat

Da sich die Symptome einer entzündlichen Vaginitis mit denen anderer Formen der Vaginitis überschneiden, ist eine Untersuchung (z. B. pH-Messung der Vaginalflüssigkeit, Mikroskopie, Spucktest) notwendig.

Entzündliche Vaginitis wird diagnostiziert, wenn

  • Vaginalflüssigkeit pH ist > 6.

  • Whiff-Test ist negativ.

  • Mikroskopie weist hauptsächlich weiße Blutkörperchen und Parabasalzellen nach.

Behandlung

  • Clindamycin-Vaginalcreme

Die Therapie der entzündlichen Vaginitis besteht in der Gabe von Clindamycin-Vaginalcreme (1 Applikatorfüllung pro Tag über 1 Woche). Nach der Therapie mit Clindamycin werden die Frauen auf Genitalatrophie untersucht, die ggf. mit lokal applizierten Östrogenen behandelt wird (z. B. 0,01%iger Östradiol-Vaginalcreme, 2–4 g 1-mal/Tag für 1–2 Wochen, danach 1–2 g 1-mal/Tag für 1–2 Wochen, dann 1 g 1- bis 3-mal/Woche; Estradiolhemihydrat-Vaginaltabletten 10 µg 2-mal/Woche; Estradiolringe alle 3 Monate). Gewöhnlich wird eine Lokaltherapie aufgrund von Sicherheitsbedenken bez. der oralen Gabe von Hormonen bevorzugt; lokale Therapie dürfte weniger systemische Effekte haben.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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