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Miliaria

Von

Shinjita Das

, MD, Harvard Medical School

Inhalt zuletzt geändert Dez 2018
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Quellen zum Thema

Bei der Miliaria ist der Schweißfluss blockiert, sodass sich der Schweiß in der Haut staut und Hautläsionen entstehen.

Miliaria tritt am häufigsten bei warmem, feuchtem Wetter auf, kann aber auch bei kühlem Wetter bei einem überbekleideten, hospitalisierten oder bettlägerigen Patienten auftreten. Die Läsionen unterscheiden sich abhängig von der Gewebetiefe, in der der Schweißdrüsenausführungsgang verlegt ist.

  • Miliaria crystallina ist die Verlegung des Schweißdrüsenausführungsganges ganz oben in der Epidermis mit subkornealer Schweißretention. Es entstehen tröpfchenförmige Bläschen, die bei leichtem Druck platzen.

  • Miliaria rubra (Hitzepickel) ist die Verlegung des Schweißdrüsenausführungsganges in der mittleren Epidermis mit Schweißretention in Epidermis und Dermis. Es kommt zu gereizten juckenden Papeln (Pickel).

  • Miliaria pustulosa ähnelt der Miliaria rubra, manifestiert sich jedoch eher mit Pusteln als mit Papeln.

  • Miliaria profunda ist die Verlegung des Schweißdrüsenausführungsganges am Eintritt des Ganges in die dermale Papille am dermoepidermalen Übergang, mit Schweißretention in der Dermis. Sie verursacht Papeln, die größer sind und tiefer sitzen als bei der Miliaria rubra. Die Papeln sind häufig schmerzhaft.

Die Diagnose einer Miliaria erfolgt durch das klinische Erscheinungsbild im Zusammenhang mit einer heißen Umgebung oder einem Hautverschluss (z. B. hospitalisierte oder bettlägerige Patienten, die über längere Zeit mit dem Rücken gegen das Krankenhausbett liegen).

Die Behandlung von Miliaria erfolgt durch Kühlen und Trocknen der betroffenen Bereiche und das Meiden von Situationen mit verstärktem Schwitzen. Ideal ist eine Klimaanlage. Sobald sich der Hautausschlag entwickelt, können Kortikosteroid-Cremes oder -Lotionen verwendet werden, mitunter mit ein wenig hinzugefügtem Menthol. Okklusive Kleidung und dicke Salben sollten vermieden werden.

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