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Tinea pedis

(Fußpilz)

Von

Denise M. Aaron

, MD,

  • Assistant Professor of Surgery
  • Dartmouth-Hitchcock Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Die Tinea pedis ist eine Dermatophyteninfektion des Fußes.

Die Tinea pedis ist die häufigste Dermatophytose, da die Feuchtigkeit beim Schwitzen der Füße das Pilzwachstum begünstigt. Die Tinea pedis kann als eine von 4 klinischen Formen oder als Kombination auftreten:

  • Chronisch hyperkeratotisch

  • Chronisch intertriginös

  • Akut ulzerativ

  • Vesikulobullös

Diechronisch hyperkeratorische Tinea pedis aufgrund von Trichophyton rubrum verursacht ein charakteristisches Läsionsmuster, bei dem die Fußsohlen anfangen, zu schuppen und zu verdicken, was sich oft mokassinartig über die Fußsohle hinaus ausweitet. Patienten, die nicht erwartungsgemäß auf die antimykotische Behandlung ansprechen, könnten eine andere weniger verbreitete Ursache für einen Fußsohlenausschlag aufweisen. Die Differenzialdiagnosen sind die sterile Mazeration (bei Hyperhidrose und okklusivem Schuhwerk), das Kontaktekzem (durch eine verzögerte Typ-IV-Überempfindlichkeitsreaktion auf unterschiedliche Schuhmaterialien, v. a. Klebstoffe, Thiurammischungen bei Schuhen, die Gummi enthalten, und Chrom-Gerbungsstoffe bei Lederschuhen), das toxische Ekzem und die Psoriasis.

Manifestationen von Tinea Pedis

Die chronische intertriginöse Tinea pedis geht mit Schuppung, Erythem und Erosion der interdigitalen und subdigitalen Fußhaut einher und betrifft meist die 3 lateralen Zehen.

Die akute ulzerative Tinea pedis (meist durch T. mentagrophytes var. interdigitale verursacht) beginnt typischerweise im 3. und 4. Interdigitalraum und breitet sich auf den lateralen Fußrücken und/oder die Fußsohle im Bereich des Fußgewölbes aus. Die Interdigitalläsionen sind meist mazeriert mit schuppendem Rand. Häufige Komplikationen sind sekundäre bakterielle Infektionen, Zellulitis und Lymphangitis.

Die vesikulobullöse Tidea pedis, bei der sich an der Fußsohle Bläschen bilden und zu Bullae zusammenwachsen, ist das weniger häufige Resultat eines Aufflackerns interdigitaler Tinea pedis. Risikofaktoren sind okklusive Schuhe und eine feuchtwarme Umgebung.

Diagnose

  • Klinische Untersuchung

  • Kaliumhydroxid-Nativpräparat

Die Diagnose einer Tinea pedis ist meist basierend auf der körperlichen Untersuchung und der Bewertung der Risikofaktoren offensichtlich. Wenn das Bild nicht zu diagnostisch ist, ist ein Kaliumhydroxid-Nativpräparat hilfreich.

Zu den Differenzialdiagnosen der Tinea capitis gehören

Behandlung

  • Topische und orale Antimykotika

  • Feuchtigkeitsreduktion und trocknende Substanzen

Am zuverlässigsten ist eine Behandlung von Tinea pedis mit topischen Antimykotika, wobei Rezidive häufig sind und die Therapie oft verlängert werden muss. Alternativen, die zu einem nachhaltigeren Ansprechen führen, sind Itraconazol 200 mg p.o. einmal täglich für 1 Monat (oder gepulste Therapie mit 200 mg 2-mal täglich für 1 Woche im Monat über 1–2 Monate) oder Terbinafin 250 mg p.o. einmal täglich für 2–6 Wochen. Durch die gleichzeitige topische antimykotische Therapie lassen sich Rezidive reduzieren.

Zur Rezidivprävention ist eine Reduktion der Feuchtigkeit am Fuß und in den Schuhen erforderlich. Permeable Schuhe oder solche mit freien Zehen und regelmäßiges Wechseln der Socken sind v. a. bei warmem Wetter wichtig. Die Interdigitalräume sollten nach dem Duschen und Baden gründlich von Hand abgetrocknet werden. Außerdem werden Trocknungsmittel empfohlen, wie antimykotischer Puder (z. B. Miconazol), Gentianaviolett, Einweichen mit Burow-Lösung (5% "aluminum subacetate") und 20- bis 25%ige Aluminiumchloridlösung nächtlich für 1 Woche und dann 1- bis 2-mal wöchentlich, sofern nötig.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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