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Übersicht zu Karzinoidtumoren

Von

B. Mark Evers

, MD, Markey Cancer Center, University of Kentucky

Inhalt zuletzt geändert Mai 2017
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Karzinoidtumoren (neuroendokrine Tumoren) entwickeln sich aus neuroendokrinen Zellen des Gastrointestinaltrakts (90%), des Pankreas und der Bronchien der Lunge. Mehr als 95% aller gastrointestinalen Karzinoide entstehen an drei Stellen: dem Appendix, dem Ileum und dem Rektum.

Obwohl Karzinoide zumeist gutartig oder nur lokalinvasiv sind, zeigen Karzinoide aus dem Ileum und den Bronchien häufig malignes Verhalten.

Karzinoide können sein

  • endokrinologisch inert

  • Endokrin aktiv (produziert Hormone)

Das häufigste endokrinologische Syndrom ist das Karzinoidsyndrom. Die meisten Patienten mit Karzinoidtumoren entwickeln jedoch kein Karzinoidsyndrom. Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Tumor endokrinologisch aktiv sein wird, ist abhängig von seinem Ursprungsort. Die höchste Wahrscheinlichkeit besitzen Tumoren aus dem Ileum und dem proximalen Kolon (40–50%). Die Wahrscheinlichkeit für endokrinologische Aktivität ist bei bronchialen Karzinoiden geringer, bei Karzinoiden des Appendix noch niedriger und geht bei rektalen Karzinoiden gegen null.

Endokrinologisch inerte Karzinoide fallen wegen ihrer Lokalsymptome und klinischer Zeichen auf (z. B. Schmerzen, GI-Blutung und Obstruktion). Sie können mithilfe von Angiographie, CT oder MRT entdeckt werden. Karzinoide des Dünndarms können Füllungsdefekte oder andere Auffälligkeiten bei einem Bariumbreischluck zeigen. Die endgültige Diagnose wird histologisch nach einer Biopsie oder Resektion gestellt.

Die Behandlung von nichtmetastatischen Karzinoiden ist in der Regel eine chirurgische Resektion. Die Art der Operation hängt von der Lage im GI-Trakt und der Größe des Tumors ab.

Die Diagnostik und Therapie endokrinologisch aktiver Karzinoide erfolgen wie für das Karzinoidsyndrom beschrieben.

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