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Skorpion-Stiche

Von

Robert A. Barish

, MD, MBA, University of Illinois at Chicago;


Thomas Arnold

, MD, Department of Emergency Medicine, LSU Health Sciences Center Shreveport

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Quellen zum Thema

Die Stiche nordamerikanischer Skorpione sind selten gefährlich und verursachen in der Regel lediglich Schmerzen, eine kleine Schwellung, Empfindlichkeit und Wärme an der Stelle des Stichs. Der Stich des Rindenskorpions (Centruroides exilicauda oder C. sculpturatus), der in Arizona und in New Mexico und auf der kalifornischen Seite des Colorado-Rivers beheimatet ist, ist allerdings weitaus giftiger. Der Stich ist schmerzhaft, verursacht manchmal Taubheit oder Kribbeln in dem Bereich um den Stich herum. Bei Kindern sind gefährliche Symptome häufiger und dazu zählen:

  • Auffällige Kopf-, Augen- und Nackenbewegungen

  • Stärkere Speichelbildung

  • Schwitzen

  • Ruhelosigkeit

Manche Menschen entwickeln starke unkontrollierte Muskelzuckungen und Bluthochdruck. Das Atmen kann schwierig werden.

Behandlung

  • Schmerzbehandlung

  • Manchmal Behandlung von Bluthochdruck

  • Manchmal Gegengift

Die Stiche der meisten nordamerikanischen Skorpione machen keine besondere Behandlung notwendig. Einen in Plastik und ein dünnes Tuch eingewickelten Eiswürfel auf die Wunde zu legen lindert die Schmerzen. Eine Creme oder eine Salbe mit einem Antihistaminikum, einem Anästhetikum, einem Kortikosteroid oder einer Kombination daraus ist oft hilfreich.

Stiche von Centruroides-Skorpionen, die zu schweren Symptomen führen, erfordern eventuell den Einsatz von Beruhigungsmitteln, die intravenös verabreicht werden, z. B. Midazolam, oder von Medikamenten, um den Blutdruck zu senken. Das Gegengift gegen Centruroides-Skorpione lindert die Symptome, kann aber eine starke allergische Reaktion hervorrufen. Das Gegengift gibt es nur in Arizona. Es wird nur verabreicht, wenn die Symptome schwer sind.

In den Regionen auf der Welt, in denen Skorpione giftiger sind, wie etwa der Türkei, dem Mittleren Osten und Indien, werden Stiche mit Medikamenten und mit Methoden behandelt, die die Symptome und Komplikationen lindern. Mitunter wird Prazosin, ein Alpharezeptorenblocker, eingesetzt, um starke Atmungsbeschwerden aufgrund von extremem Bluthochdruck zu lindern. Gegengifte gegen spezifische Skorpiongifte sind verfügbar, ihre Wirksamkeit ist aber nicht nachgewiesen.

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