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Lazeration der Speiseröhre (Mallory-Weiss-Syndrom)

Von

Kristle Lee Lynch

, MD, Perelman School of Medicine at The University of Pennsylvania

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Bei einer ösophagealen Lazeration (Mallory-Weiss-Syndrom) handelt es sich um einen Einriss, der nicht die Wand der Speiseröhre durchdringt.

  • Der Riss kann durch starkes Erbrechen entstehen.

  • Als Symptom ist unter anderem Blut im Erbrochenen zu sehen.

  • Die Diagnose stützt sich auf eine Untersuchung mit oberer Endoskopie und Labortests.

  • Bei Bedarf wird die Blutung gestoppt und in seltenen Fällen operiert.

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein hohler Schlauch, der vom Rachen (Pharynx) bis zum Magen führt. (Siehe auch Übersicht über die Speiseröhre und Übersicht über Verletzungen der Speiseröhre.)

Eine Lazeration der unteren Speiseröhre und des oberen Teils des Magens bei heftigem Erbrechen, Würgen oder Aufstoßen wird als Mallory-Weiss-Riss bezeichnet. Bei dem Einriss können Blutgefäße reißen, die dann bluten. Das Mallory-Weiss-Syndrom wurde anfänglich bei Alkoholikern beschrieben, kann aber bei jedem auftreten, der heftig erbricht.

Das Mallory-Weiss-Syndrom ist die Ursache von etwa 5 % der Blutungsvorfälle im oberen Verdauungstrakt (siehe hierzu auch Gastrointestinale Blutung).

Wussten Sie ...

  • Heftiges Erbrechen kann zum Einriss der Speiseröhre führen.

Symptome

In der Regel ist das Auftreten von hellrotem Blut in Erbrochenem das erste Symptom des Mallory-Weiss-Syndroms. Das Erbrechen von Blut wird Hämatemesis genannt. Einige Betroffene spüren einen stechenden Schmerz im unteren Brustbein, wenn die Speiseröhre während des Erbrechens reißt.

Diagnose

  • Endoskopie des oberen Verdauungstrakts

Ärzte gehen bei Menschen von einem Mallory-Weiss-Syndrom aus, wenn sie nach mindestens einem Brechanfall Blut im Erbrochenen haben. Wenn es sich nur um eine geringe Menge Blut handelt, warten Ärzte mit den Tests, da die Blutung von alleine aufhören kann.

Bei einer starken Blutung oder wenn diese nicht von alleine aufhört, wird eine Endoskopie durchgeführt. Bei einer oberen Endoskopie wird die Speiseröhre mit einem flexiblen Schlauch, dem Endoskop untersucht. Mit einer Endoskopie des oberen Verdauungstrakts kann der Arzt die Blutungsquelle sehen und manchmal gleich behandeln.

Wenn die Blutung schnell oder stark ist, wird manchmal eine Angiographie durchgeführt. Bei der Angiographie benutzt der Arzt einen Katheter, um eine Flüssigkeit (Kontrastmittel) in eine Arterie zu spritzen, die auf Röntgenaufnahmen sichtbar ist.

Behandlung

  • Maßnahmen zur Blutstillung

  • Manchmal operative Eingriffe

Die meisten Vorfälle von Blutungen hören von alleine auf, aber manchmal muss eine Endoskopie durchgeführt und die Blutung gestillt werden. Dabei kann das verletzte Blutgefäß verödet oder verschlossen oder ein Arzneimittel in das Blutgefäß gespritzt werden.

Alternativ kann der Arzt im Rahmen einer Angiographie Vasopressin oder Adrenalin in das Blutgefäß spritzen, um den Blutfluss zu stoppen.

Personen, die viel Blut verlieren, benötigen eine Bluttransfusion.

Eine Operation ist selten erforderlich.

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