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Psychologische Faktoren, die zu Schmerzen beitragen

Von

James C. Watson

, MD, Mayo Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2018| Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Psychologische Faktoren, die häufig zu Schmerzen, insbesondere chronischen Schmerzen, beitragen, umfassen Angst, Depression und Schlaflosigkeit.

Psychologische Faktoren, die einen starken Einfluss darauf haben, wie Menschen Schmerzen wahrnehmen – insbesondere chronische Schmerzen und manchmal schmerzbezogene Behinderungen. Fast jeder Schmerz hat eine körperliche Ursache. Aber psychologische Faktoren, einschließlich Angst und Depression, können dazu führen, dass Patienten sich weniger in der Lage fühlen, ihre Symptome zu kontrollieren und somit ihre normalen Aktivitäten auszuüben. Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, wissen zum Beispiel, dass die Schmerzen wieder auftreten werden und erwarten sie möglicherweise ängstlich und betroffen. Wenn Menschen verstehen, dass eine Verschlimmerung der Schmerzen nicht bedeutet, dass ihr Körper geschädigt wird, kann ihre Angst abnehmen (zum Beispiel davor, körperlich abzubauen oder eingeschränkt zu sein) und sie haben folglich weniger Schmerzen.

In seltenen Fällen leiden Menschen unter hartnäckigen Schmerzen und Symptome deuten auf eine psychische Störung hin, während es keine Anzeichen für eine körperliche Erkrankung gibt, welche die Schmerzen und ihre Stärke erklären könnte. Dann spricht man von psychogenen Schmerzen. Allerdings ist die Bezeichnung psychophysiologischer Schmerz präziser, da der Schmerz durch eine Interaktion körperlicher und psychischer Faktoren entsteht. Zum Beispiel können Furcht und Angst auch die Produktion von Substanzen verringern, welche die Empfindlichkeit der Nervenzellen auf Schmerz mindern. Diese Veränderung der Schmerzempfindlichkeit erklärt teilweise Schmerzen, die weiterhin existieren, obwohl ihre Ursache beseitigt wurde oder Schmerzen, die sich stärker als erwartet anfühlen. Psychogene Schmerzen sind bei weitem weniger üblich als nozizeptive oder neuropathische Schmerzen.

Dass die Schmerzen durch psychische Ursachen verstärkt werden, bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht tatsächlich vorhanden sind. Die meisten Menschen, die über Schmerzen klagen, leiden wirklich darunter, auch wenn sich keine körperliche Ursache finden lässt. Es wird immer untersucht, ob eine körperliche Erkrankung zu den chronischen Schmerzen beiträgt, aber oft wird keine ausreichende Erklärung für die Schmerzen gefunden.

Behandlung

  • Medikamente zur Schmerzlinderung

  • Nichtmedikamentöse Behandlungen wie Biofeedback

  • Oft psychologische Betreuung

Schmerzen, die stark von psychischen Faktoren beeinflusst werden, müssen oft von einem Team, das einen Psychologen oder Psychiater umfasst, behandelt werden. Die Behandlung dieser Art von Schmerzen ist von Mensch zu Mensch verschieden, und der Arzt versucht, die Behandlung auf die Bedürfnisse des Patienten abzustimmen.

Bei den meisten Menschen mit chronischen psychogenen Schmerzen zielt die Behandlung darauf ab, das körperliche und psychische Wohlbefinden zu verbessern.

Um die körperlichen und sozialen Aktivitäten allmählich zu bessern, unterbreiten die Ärzte möglicherweise bestimmte Empfehlungen.

Es können medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien, wie Biofeedback, Entspannungstraining, Ablenkungstechniken, Hypnose, transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) und Physiotherapie eingesetzt werden. Viele Arzneimittel, die Schmerzen lindern, helfen gleichzeitig gegen Schlaflosigkeit, Angst und Depression.

Häufig ist eine psychologische Betreuung erforderlich.

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