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Beurteilung von Schmerzen

Von

James C. Watson

, MD, Mayo Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2018| Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Weder Untersuchungen noch Tests sind in der Lage, nachzuweisen, dass ein Mensch an Schmerzen leidet (siehe auch Übersicht über Schmerzen). Infolgedessen fragt der Arzt den Betroffenen über die Krankengeschichte und die Charakteristiken der Schmerzen. Die Antwort des Patienten hilft dem Arzt, die Ursache zu bestimmen und eine Behandlungsstrategie zu entwickeln. Fragen können Folgendes beinhalten:

  • Wo befinden sich die Schmerzen? Wie fühlen sich die Schmerzen an?

  • Wann begann der Schmerz? Gab es irgendeine Verletzung?

  • Wie begann der Schmerz? Fing der Schmerz plötzlich oder schrittweise an?

  • Ist der Schmerz ständig anwesend oder kommt und geht er?

  • Tritt er vorhersehbar nach der Ausführung bestimmter Tätigkeiten (wie z. B. nach den Mahlzeiten oder nach körperlicher Anstrengung) bzw. in bestimmten Körperpositionen auf? Was sonst kann den Schmerzen noch verschlimmern?

  • Was, wenn überhaupt, hilft, die Schmerzen zu lindern?

  • Beeinträchtigt der Schmerz die Bewältigung des Alltags bzw. die Umgangsfähigkeit mit anderen Menschen? Beeinträchtigt er den Schlaf, den Appetit und die Darm- und Blasenfunktion? Und wenn ja, wie?

  • Gibt es durch den Schmerz eine Beeinträchtigung der Stimmung oder des Wohlbefindens? Wird der Schmerz von Depressionsgefühlen oder Angstzuständen begleitet?

Um den Schweregrad der Schmerzen zu beurteilen, wird manchmal eine Skala von null (keine) bis zehn (heftige Schmerzen) eingesetzt oder der Patient wird aufgefordert, die Schmerzen als leicht, mittelschwer, schwer oder unerträglich einzuordnen. Bei Kindern oder Menschen mit Kommunikationsschwierigkeiten (zum Beispiel infolge eines Hirnschlags) kann eine Reihe von Zeichnungen mit Gesichtern, deren Ausdruck von Lächeln über Stirnrunzeln bis zu Weinen reicht, verwendet werden, um die Stärke der Schmerzen festzustellen.

Schmerzskalen: Wie schlimm sind die Schmerzen?

Schmerzskalen: Wie schlimm sind die Schmerzen?

Die Ärzte versuchen immer festzustellen, ob die Schmerzursache eine körperliche Störung ist. Viele chronische Krankheiten (wie Krebs, Arthritis, Sichelzellenanämie und entzündliche Darmerkrankungen) verursachen Schmerzen, genauso wie auch akute Störungen (wie Wunden, Verbrennungen, Muskelrisse, Knochenbrüche, Zerrungen, Blinddarmentzündung, Nierensteine und Herzinfarkt).

Zur Bestimmung des Ursprungs der Schmerzen werden verschiedene Techniken angewandt. Der Arzt bewegt die Arme und Beine des Patienten bis zu ihrer normalen Bewegungsposition, um festzustellen, ob diese Bewegungen Schmerzen verursachen. Eine Verletzung, wiederholter Stress, chronische Schmerzen und andere Störungen können dazu führen, dass bestimmte Körperbereiche (Triggerpunkte genannt) überempfindlich werden. Der Arzt berührt verschiedene Körperstellen, um festzustellen, ob es sich um Triggerpunkte für Schmerzen handelt. Meistens wird die Haut mit verschiedenen Gegenständen (wie mit einem dumpfen Schlüssel oder einem spitzen Stift) berührt, um festzustellen, ob Wahrnehmungsverlust oder -veränderungen vorliegen.

Psychische Faktoren werden ebenso in Betracht gezogen. Psychische Faktoren (wie Depression und Angstzustände) können die Schmerzen verschlimmern. Depression und Angstzustände können von chronischen Schmerzen herrühren, es kann daher unter Umständen schwer sein, Ursache und Auswirkung auseinanderzuhalten. Manchmal leiden Menschen unter Schmerzen und Symptome deuten auf eine psychische Störung hin, es gibt jedoch keine Anzeichen für eine körperliche Erkrankung, welche die Schmerzen und ihre Stärke erklären könnte. Solche Schmerzen nennt man psychogene oder psychosomatische Schmerzen.

Der Patient wird nach den eingenommenen Arzneimitteln (einschließlich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel) und anderen eingesetzten Behandlungsmethoden bzw. über ihre Wirksamkeit gefragt.

Manche Menschen übertreiben ihre Schmerzen. Nichtsdestotrotz stellen die Ärzte in der Regel Fragen, um sicherzustellen, dass es keine Hintergedanken beim Berichten der Schmerzen gibt, wie zum Beispiel Freistellung von bezahlter Arbeit oder das Erlangen zusätzlicher Aufmerksamkeit von Familienangehörigen. Solche Fragen sind üblich.

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