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Durchblutungsstörungen im Rückenmark

(Rückenmarkinfarkt; ischämische Myelopathie)

Von

Michael Rubin

, MDCM, New York Presbyterian Hospital-Cornell Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2020| Inhalt zuletzt geändert Feb 2020
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Die Blockade einer Arterie, die Blut ins Rückenmark leitet, beeinträchtigt die Versorgung des Rückenmarks mit Blut und Sauerstoff. Dadurch stirbt Gewebe ab (Infarkt).

  • Zu den Ursachen gehören schwere Arteriosklerose, Gefäßentzündung, Blutgerinnsel und mitunter Verfahren, die die Bauchaorta betreffen.

  • Plötzliche Rückenschmerzen, die mit Schmerz aus dem betroffenen Bereich ausstrahlen, verursachen Muskelschwäche und eine Unfähigkeit zur Wahrnehmung von Hitze, Kälte oder Schmerzen in den betroffenen Bereichen sowie manchmal Lähmung.

  • Üblicherweise wird eine Magnetresonanztomographie oder Computertomographie vorgenommen.

  • Der Schwerpunkt der Behandlung liegt in der Behebung der Ursache, sofern möglich, oder in der Beseitigung der Symptome.

  • Meist lassen sich die Rückenmarkstörung und die Lähmung nicht rückgängig machen.

Wie jedes lebende Gewebe muss das Rückenmark ständig mit sauerstoffhaltigem Blut versorgt werden. Der vordere Teil des Rückenmarks wird von nur einigen Arterien, den Ästen der Aorta, mit Blut versorgt. Doch dieses Blut macht 75 Prozent der gesamten Blutmenge im Rückenmark aus. Daher kann jede Blockade einer dieser Arterien schlimme Folgen haben. Dabei kommt es in der Regel zu Folgendem:

Symptome

Die ersten Symptome einer blockierten Rückenmarksarterie sind in der Regel:

  • Plötzliche Rückenschmerzen

  • Schmerzen in dem Bereich, der von den Nerven versorgt wird, die sich von dem betroffenen Rückenmarkbereich verzweigen

Anschließend kommt es zu Muskelschwäche und unterhalb der betroffenen Stelle werden weder Hitze noch Kälte oder Schmerzen wahrgenommen. Die Symptome machen sich unmittelbar bemerkbar; mit der Zeit können sie teilweise nachlassen.

Bei einer starken Verringerung der Blutversorgung in der Vorderseite des Rückenmarks kommt es zu Taubheit und Lähmung der Beine. Hingegen bleiben die von der Rückseite des Rückenmarks gesteuerten Empfindungen – u. a. Berührungen, Vibrationen, Fähigkeit, die Gliedmaßen zu spüren, ohne hinzuschauen (Lagesinn) – unbeeinträchtigt. Die Rückseite des Rückenmarks wird von anderen Quellen mit Blut versorgt. Nach den ersten Tagen können die Probleme teilweise wieder abklingen.

Diagnose

  • Magnetresonanztomographie oder Myelographie mit Computertomographie (CT)

  • Manchmal Spinalpunktion

Eine Blockade der Blutversorgung des Rückenmarks wird in der Regel auf Grundlage der Symptome vermutet.

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es dem Arzt in der Regel, eine solche Blockade zu diagnostizieren. Manchmal wird auch ein anderer bildgebender Test, wie z. B. eine Myelographie Myelographie Wenn aufgrund der Vorgeschichte und der neurologischen Untersuchung der Verdacht auf eine Krankheit besteht, können weitere Untersuchungen die Diagnose absichern. Die Elektroenzephalographie... Erfahren Sie mehr Myelographie mit CT, durchgeführt. Anhand von diesen Untersuchungen können Ärzte Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen.

Behandlung

  • Behandlung der Ursache, falls möglich

  • Symptomlinderung

Nach Möglichkeit wird die Ursache (z. B. Aortendissektion oder Polyarteriitis nodosa) behandelt. Ansonsten liegt der Schwerpunkt der Behandlungen auf der Linderung der Symptome und der Behandlung von Komplikationen, besonders wenn die Lähmung und die Rückenmarksstörung in den ersten paar Tagen nicht wieder abklingen und sich nicht rückgängig machen lassen.

Da die Atmung beeinträchtigt werden kann, kann eine Therapie zur Vorbeugung einer Lungenentzündung (z. B. tiefe Atemübungen, Drainagelagerung und Absaugen) erforderlich sein.

Aufgrund der gestörten Blasenfunktion wird ein Katheter zum sicheren Harnabfluss gelegt. Mit dieser Behandlung wird eine Erweiterung bzw. Beeinträchtigung der Blase vorgebeugt.

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