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Geschlechtsidentität

Von

George R. Brown

, MD, East Tennessee State University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Quellen zum Thema

In Bezug auf das Geschlecht werden verschiedene Begriffe verwendet:

  • Das Geschlecht beschreibt die Anatomie einer Person: männlich, weiblich oder nicht eindeutig männlich oder weiblich (nicht eindeutige Geschlechtsorgane, oder Intersexualität).

  • Die sexuelle Orientierung bezieht sich auf das Geschlecht (sofern zutreffend), zu dem sich eine Person sexuell hingezogen fühlt.

  • Die sexuelle Identität beschreibt, wie sich Personen selbst sehen, ob männlich, weiblich oder sonstiges (gelegentlich als „genderqueer“, „non-binär“ oder „agender“ bezeichnet). Letzteres kann irgendwo dazwischen liegen, eine Kombination des Männlichen und Weiblichen oder keines von beidem sein oder sich häufig ändern.

  • Die Geschlechterrolle ist die Art und Weise, in der man in der Öffentlichkeit in Bezug auf sein Geschlecht auftritt. Sie schließt die Art der Kleidung, Sprache, Frisur und im Grunde genommen alles ein, was Männlichkeit oder Weiblichkeit kennzeichnet.

Bei den meisten Menschen stimmt die Geschlechtsidentität mit ihrem anatomischen (Geburts-)Geschlecht und ihrer Geschlechterrolle überein (d. h., ein Mann fühlt sich als Mann und verhält sich auch in der Öffentlichkeit so).

Wussten Sie ...

  • Viele kleine Jungen durchleben eine Phase, in der sie mit Mädchensachen spielen.

Der Identität seines Geschlechts wird sich ein Kind in der Regel im Alter zwischen 18 und 24 Monaten bewusst. Während der Kindheit erleben Jungen, dass sie Jungen sind, und für Mädchen gilt das Gleiche. Manchmal ziehen Kinder Beschäftigungen vor, die aus Sicht ihrer Gesellschaft eher für das andere Geschlecht typisch sind (dies wird als nicht geschlechtskonformes Verhalten bezeichnet). Kleine Mädchen könnten zum Beispiel Baseball spielen oder sich mit anderen ringen wollen. Kleine Jungen könnten mit Puppen spielen wollen oder Kochen einem Sport oder härteren Spielarten vorziehen. Das ist in der Regel Teil einer ganz natürlichen Entwicklung. Das heißt nicht, dass die Kinder Probleme mit ihrem Geschlecht haben, solange sie sich mit sich selbst identifizieren können und sich in ihrer Haut wohl fühlen. Die meisten Jungen, die Aktivitäten vorziehen, die eher mit Mädchen in Verbindung gebracht werden, haben keinerlei Probleme mit der Geschlechtsidentität, wenn sie älter werden. Viele von ihnen haben jedoch als Erwachsene eine homo- oder bisexuelle Orientierung.

Kinder, deren Geschlechtsorgane nicht eindeutig sind, haben in der Regel keine Probleme mit ihrer Geschlechtsidentität, wenn sie eindeutig entweder als Junge oder als Mädchen erzogen werden, auch wenn das gewählte Geschlecht nicht mit dem biologischen übereinstimmt. Es ist umstritten, ob eine Geschlechtsumwandlung für Kinder und Säuglinge mit offensichtlich zweideutigen Geschlechtsteilen das Richtige ist.

Manche Personen haben das Gefühl, dass ihre Geschlechtsidentität und ihr anatomisches Geschlecht nicht übereinstimmen. Dieses Gefühl, nicht richtig zu sich selbst zu passen, verursacht manchmal erhebliches Leid und/oder beeinträchtigt die Lebensweise der Betroffenen. In solchen Fällen nennt man den Zustand Geschlechtsidentitätsstörung. Personen mit Geschlechtsdysphorie müssen möglicherweise von einer medizinischen Fachkraft untersucht werden.

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