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Masern
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Masern sind eine hoch ansteckende Erkrankung, die durch das Masern-Virus verursacht wird. Bei Infizierten befindet sich das Virus im Nasen- und Rachenschleim. Beim Niesen oder Husten gelangen Tröpfchen in die Luft. Das Virus in diesen Tröpfchen bleibt auf Oberflächen bis zu zwei Stunden lang ansteckend. Es verbreitet sich durch den Kontakt mit diesen infizierten Tröpfchen.

Auf den Kontakt mit dem Masern-Virus folgt für gewöhnlich eine Inkubationszeit von 10 bis 12 Tagen ohne Anzeichen der Erkrankung. Während dieser Zeit beginnt das Virus, sich zu vermehren, und befällt die Zellen der Atemwege, der Augen und der Lymphknoten – dadurch steigt die Anzahl der Viren im Blut.

Das erste Stadium der Erkrankung beginnt mit einer laufenden Nase, Husten und leichtem Fieber. Wenn die Infektion fortschreitet, werden die Augen der betroffenen Person rot und lichtempfindlich.

Das zweite Stadium der Masernerkrankung zeichnet sich durch eine hohe Körpertemperatur – manchmal bis zu 39º oder 40º C – sowie den charakteristischen roten, fleckigen Ausschlag aus. Der Ausschlag tritt zunächst im Gesicht auf und breitet sich dann über die Brust, den Rücken, auf Arme und Beine, einschließlich der Handflächen und Fußsohlen, aus. Nach etwa 5 Tagen verschwindet der Ausschlag in der gleichen Reihenfolge, in der er aufgetreten ist. Im Mund können zudem winzige weiße Flecken, die sogenannten Koplik-Flecken, auftreten.

Eine Person mit Masern kann zwischen maximal 4 Tage vor und nach Auftreten des Ausschlags ansteckend sein.

Der wirksame MMR-Impfstoff ist ein Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und die weniger schwere Erkrankung Röteln. Dieser Impfstoff enthält geschwächte oder abgetötete Formen des Virus, was das Immunsystem des Körpers anregt, das Virus als Fremdkörper zu erkennen. Daher kann das Immunsystem diese Viren dann später leichter wiedererkennen und abtöten.

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