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Einige Ursachen und Merkmale von Inkontinenz bei Kindern tagsüber

Einige Ursachen und Merkmale von Inkontinenz bei Kindern tagsüber

Ursache

Häufige Merkmale*

Untersuchungen

Unregelmäßiger, harter, kugeliger Stuhlgang

Manchmal Unwohlsein im Bauch

Tritt oft bei Kindern auf, die sich von „verstopfenden“ Lebensmitteln ernähren (z. B. viel Milch und Milchprodukte und wenig Früchte und Gemüse)

Ärztliche Untersuchung

Manchmal eine Röntgenaufnahme des Bauchs

Stuhltagebuch

Funktionsgestörtes Wasserlassen, weil die harnaustreibenden Muskeln (der Blasenschließmuskel und der Harnröhrenschließmuskel) nicht koordiniert sind

Manchmal Stuhlinkontinenz und häufig Harnwegsinfektionen

Möglicherweise Einnässen tagsüber und auch nachts

Untersuchungen des Urinflusses

Manchmal ein Miktionszystourethrogramm (Röntgenaufnahmen vor, während und nach dem Wasserlassen)

Ultraschalluntersuchung der Nieren und Blase

Lachinkontinenz

Urinieren beim Lachen, praktisch ausschließlich bei Mädchen

Ansonsten ganz normales Urinieren

Ärztliche Untersuchung

Erhöhte Urinausscheidung, die viele Ursachen haben kann, z. B.:

Hängen von der Erkrankung ab

Für Diabetes mellitus: Urintests für Glukose (Zucker) und Ketone und/oder ein Bluttest†

Für Diabetes insipidus oder Sichelzellanämie: Bluttests

Eine übervolle Blase

Wartet mit dem Urinieren bis zum letzten Moment

Häufig bei Kindern im Vorschulalter, wenn sie völlig in ihr Spiel vertieft sind

Fragen dazu, wann das Einnässen auftritt

Aufzeichnen der zeitlichen Intervalle, Häufigkeit und Urinmenge (in einem Urintagebuch)

Eine Blase, die sich aufgrund eines Defekts des Rückenmarks oder Nervensystems nicht vollständig entleert (neurogene Blase)

Offensichtliche Wirbelsäulendefekte, ein Grübchen oder Haarbüschel im unteren Teil des Rückens und Schwäche sowie vermindertes Gefühlsempfinden in den Beinen und Füßen

Röntgenaufnahme des unteren Rückenbereichs

Manchmal eine MRT der Wirbelsäule

Ultraschalluntersuchung der Nieren und Blase

Untersuchungen des Urinflusses und des Drucks in der Blase (urodynamische Untersuchungen)

Überaktive Blase

Plötzlicher Harndrang (wichtig für die Diagnose)

Normalerweise häufiges Wasserlassen tagsüber und in der Nacht

Manchmal Einsatz von Haltemanövern oder besonderen Körperhaltungen (z. B. Fersensitz)

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Untersuchungen des Urinflusses, Urintagebuch

Schlafprobleme oder schulische Probleme (wie Vergehen oder schlechte Noten)

Verführerisches Verhalten, Depression, ungewöhnliches Interesse an oder Vermeiden von allem, was mit Sex zu tun hat, und für das Alter ungewöhnlich viel Wissen über sexuelle Dinge

Beurteilung durch eine Fachperson für sexuellen Missbrauch

Stress‡

Schulische Probleme, soziale Isolation oder Probleme, familiäre Belastung (wie Scheidung oder Trennung der Eltern)

Ärztliche Untersuchung

Anatomische Fehlbildung (z. B. ein falsch liegender Harnleiter)

Völlige Kontinenz am Tag nie erreicht

Bei Mädchen: Einnässen tagsüber und nachts, Vorgeschichte von normalem Wasserlassen, jedoch mit ständig feuchter Unterhose und einem Ausfluss aus der Scheide

Möglicherweise eine Vorgeschichte von Harnwegsinfektionen und anderen Fehlbildungen der Harnwege

Bildgebungsstudien der Nieren und Harnleiter, einschließlich manchmal CT von Bauch und Becken oder MRT des Harnwegs

Schmerzen beim Urinieren, Blut im Urin, häufiges Urinieren, plötzlicher Harndrang

Manchmal Fieber, Bauchschmerzen und/oder Rückenschmerzen

Urinkultur und -tests

Bei positiven Ergebnissen weitere Untersuchungen

Zurückfließen von Urin in die Scheide (urethrovaginaler Reflux oder vaginales Wasserlassen)

Nachträufeln beim Aufstehen nach dem Urinieren

Ärztliche Untersuchung

* Die Merkmale umfassen die Symptome und die Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

† Diabetes verursacht normalerweise erst dann eine Inkontinenz, wenn der Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel) hoch genug ist, dass Glukose mit dem Urin ausgeschieden wird.

‡ Stress ist vor allem dann eine Ursache, wenn Inkontinenz plötzlich auftritt.

CT = Computertomographie; MRT = Magnetresonanztomographie.