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Einige Ursachen und Merkmale von Scheidenblutungen

Einige Ursachen und Merkmale von Scheidenblutungen

Ursache

Häufige Merkmale*

Untersuchungen

Während des Säuglingsalters

Kontakt mit dem Östrogen der Mutter vor der Geburt

Leichte Blutungen während der ersten 1–2 Lebenswochen

Ärztliche Untersuchung

Während der Kindheit

Ein Gegenstand (Fremdkörper) in der Scheide

Üblicherweise übelriechender Ausfluss, der häufig kleine Mengen Blut enthält

Manchmal ein Vorfall in der Krankengeschichte, dass ein Gegenstand in die Scheide eingeführt wurde

Eine ärztliche Untersuchung, gegebenenfalls nach Sedierung des Mädchens oder nach einer Vollnarkose

Entwicklung von Brüsten und Beginn der Scham- und Achselbehaarung (wie es während der Pubertät auftritt) in einem jungen Alter

Ärztliche Untersuchung

Röntgenaufnahmen der Hand und des Handgelenks, um nach beschleunigtem Knochenwachstum zu suchen

Bluttests zum Messen des Hormonspiegels

Sexueller Missbrauch

Schwierigkeiten beim Gehen oder Sitzen und/oder Blutergüsse oder Risse im Bereich von Genitalien, After oder Mund

Vaginaler Ausfluss oder Juckreiz

Ärztliche Untersuchung

Im gebärfähigen Alter

Untypische Blutungen aus der Gebärmutter, insbesondere anovulatorische Uterusblutungen†

Normalerweise Blutungen, die häufig oder unregelmäßig auftreten, oder die länger andauern oder stärker sind als typische Menstruationen

Tests, um andere mögliche Ursachen auszuschließen, einschließlich Bluttests und Ultraschalluntersuchung, meist durch ein Ultraschall-Handgerät, das in die Scheide eingeführt wird

Endometriose (Gewebe an ungewöhnlichen Stellen, das sich normalerweise nur in der Gebärmutterschleimhaut befindet)

Stechender oder krampfartiger Schmerz, der vor und während der ersten Tage der Menstruation auftritt

Häufig Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs und/oder Stuhlgangs

Kann letztendlich Schmerzen unabhängig vom Menstruationszyklus verursachen

Gegebenenfalls Unfruchtbarkeit

Ärztliche Untersuchung

Einführen eines dünnen Beobachtungsschlauchs (Laparoskop) in die Bauchhöhle, um nach anormalem Gewebe zu suchen und eine Probe zu entnehmen

Myome (gutartige Tumoren) in der Gebärmutter

Häufig keine anderen Symptome

Bei großen Myomen manchmal Schmerz, Druckgefühl oder Schweregefühl im Beckenbereich

Ärztliche Untersuchung

Häufig Ultraschall oder Hydrosonographie (Ultraschall nach Injektion von Flüssigkeit in die Gebärmutter)

MRT, wenn die Ergebnisse unklar sind

Hormonelle Störungen, z. B. Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

  • Langsame Herzfrequenz

  • Gewichtszunahme

  • Kälteunverträglichkeit

  • Trockene und raue Haut

  • Gröbere Gesichtszüge und ein stumpfer Gesichtsausdruck

  • Lustlosigkeit

Bluttests zur Messung des Schilddrüsenhormonspiegels

Übermäßige Körperbehaarung (Hirsutismus)

Unregelmäßige oder keine Menstruation, Akne und übermäßiges Fett am Rumpf

Dunklere und dickere Haut in der Achselhöhle oder im Nacken sowie in Hautfalten

Ärztliche Untersuchung

Bluttests zur Messung des Hormonspiegels, beispielsweise von Testosteron (ein männliches Hormon) und follikelstimulierendem Hormon (das die Eierstöcke zur Bildung von Östrogen und Progesteron anregt)

Ultraschalluntersuchung des Beckens

Polypen im Gebärmutterhals oder in der Gebärmutter

Häufig ohne Symptome

Blutungen zwischen den Menstruationen oder nach dem Geschlechtsverkehr

Komplikationen aufgrund einer nicht festgestellten Schwangerschaft

Krampfartige Unterleibsschmerzen (im untersten Teil des Rumpfs) oder Rückenschmerzen

Manchmal Abgang von Gewebe durch die Scheide (tritt üblicherweise bei einer Fehlgeburt auf)

Wenn eine ektope Schwangerschaft aufbricht, anhaltende Unterleibsschmerzen und manchmal Schwindel, Benommenheit oder gefährlich niedriger Blutdruck (Kreislaufschock)

Ärztliche Untersuchung

Ultraschalluntersuchung des Beckens

Bei einer vermuteten ektopen Schwangerschaft:

  • Urin- und Bluttests, um das in der Plazenta gebildete Hormon namens humanes Choriongonadotropin (hCG) zu messen

  • Gegebenenfalls bei einer vermuteten ektopen Schwangerschaft eine Laparoskopie (Einführung eines dünnen Beobachtungsschlauchs durch den Bauch) oder Laparotomie (großer Einschnitt in das Abdomen, durch den der Arzt Organe direkt betrachten kann)

Schmierblutungen oder Blutungen zwischen den Menstruationen (Zwischenblutungen) normalerweise während der ersten Monate einer Verwendung oraler oder anderer hormoneller Kontrazeptiva

Häufig keine anderen Symptome

Ärztliche Untersuchung

Nach der Menopause

Ausdünnung der Scheidenschleimhaut (atrophische Vaginitis)

Geringer Ausfluss

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Ärztliche Untersuchung

Mikroskopische Untersuchung und Analyse eines Abstrichs

Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (endometriale Hyperplasie)

Häufig keine anderen Symptome

Hysteroskopie (Einführen eines Beobachtungsschlauchs durch die Scheide zur Ansicht der Gebärmutter) oder Hydrosonographie

Biopsie des Gewebes, das der Gebärmutterschleimhaut entnommen wurde

Häufig symptomfrei, bis der Krebs fortgeschritten ist

Manchmal Scheidenblutungen oder brauner oder blutiger Ausfluss

Schmerzen, die sich stetig entwickeln

Manchmal Gewichtsverlust

Eine Biopsie

Gegebenenfalls bildgebende Verfahren des Beckens, wie eine Ultraschalluntersuchung, MRT oder CT

In jedem Alter

Neigung zu Blutergüssen

Übermäßiges Bluten beim Zähneputzen oder nach kleineren Schnitten

Ein Ausschlag kleiner rötlich-violetter Punkte (Petechien) oder größerer Flecken (Purpura), die auf Blutungen in der Haut hinweisen

Großes Blutbild, einschließlich der Anzahl der Blutplättchen

Bluttests, um die Gerinnungsfähigkeit des Blutes zu bewerten (Thromboplastinzeit oder partielle Thromboplastinzeit)

Untersuchung einer Blutprobe unter einem Mikroskop

Verletzung (einschließlich als Folge eines sexuellen Missbrauchs)

Manchmal mehrere Verletzungen in der Krankengeschichte

Häufig Scheidenausfluss

Ärztliche Untersuchung

Wenn sexueller Missbrauch vermutet wird:

  • Mikroskopische Untersuchung und Analyse eines Abstrichs

  • Tests zur Feststellung sexuell übertragbarer Krankheiten durch Entnahme von Sekret aus dem Gebärmutterhals

* Zu den Merkmalen zählen Symptome und Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

† Bei einer anovulatorischen Uterusblutung setzen die Eierstöcke kein Ei frei (Ovulation). Diese Art von Blutung wird durch Veränderungen in der hormonellen Steuerung des Menstruationszyklus verursacht.

CT = Computertomographie; MRT = Magnetresonanztomographie.