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Medikamente zur Behandlung von Depressionen

Medikamente zur Behandlung von Depressionen

Medikament

Einige Nebenwirkungen

Anmerkungen

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Selective serotonin reuptake inhibitors, SSRI)

Citalopram

Escitalopram

Fluoxetin

Fluvoxamin

Paroxetin

Sertralin

Vilazodon

Sexuelle Funktionsstörungen (vor allem verzögerter Orgasmus, aber auch Verlust des Sexualtriebs und erektile Dysfunktion bei manchen Patienten), Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Gewichtsabnahme (kurzzeitig), Gewichtszunahme (langfristig), Entzugssyndrom,* Vergesslichkeit, Gefühlsabstumpfung und Neigung zu Blutergüssen

SSRI sind die am häufigsten verwendete Klasse von Antidepressiva. Sie sind auch wirksam bei generalisierter Angststörung Generalisierte Angststörung Unter generalisierter Angststörung versteht man übermäßige Nervosität und Beunruhigung in Bezug auf viele Aktivitäten oder Ereignisse. Die Betroffenen leiden über einem Zeitraum von 6 Monaten... Erfahren Sie mehr , Zwangsstörung Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) Zwangsstörungen sind durch Zwangsvorstellungen, Zwangshandlungen oder beides gekennzeichnet. Zwangsvorstellungen sind wiederkehrende, anhaltende, unerwünschte, beängstigende, aufdringliche Ideen... Erfahren Sie mehr , Panikstörung Panikattacken und Panikstörungen Eine Panikattacke ist eine kurze Phase extremen Leids, extremer Angst oder Furcht, welche plötzlich einsetzt und von körperlichen und/oder emotionalen Symptomen begleitet wird. Panikstörungen... Erfahren Sie mehr , Phobien Spezifische phobische Störungen Spezifische phobische Störungen sind anhaltende irrationale, intensive Ängste vor bestimmten Situationen, Umständen oder Objekten. Das durch eine Phobie hervorgerufene Angstgefühl kann den Alltag... Erfahren Sie mehr , posttraumatischer Belastungsstörung Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) geht mit starken, unangenehmen und gestörten Reaktionen einher, die nach einem überwältigenden traumatischen Ereignis beginnen. Lebensbedrohliche... Erfahren Sie mehr , prämenstrueller dysphorischer Störung Prämenstruelle Dysphorie Die Störung der Depression ist ein Gefühl tiefer Traurigkeit, das so intensiv ist, dass es die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen und/oder zu einem verminderten Interesse oder verminderter Freude... Erfahren Sie mehr und Bulimie Bulimia nervosa Bulimia nervosa ist eine Essstörung, die sich durch wiederholten, raschen Verzehr von großen Mengen an Nahrungsmitteln (Essattacken) auszeichnet, gefolgt von dem Versuch, die im Übermaß verzehrten... Erfahren Sie mehr .

Bei Überdosierung geringeres Risiko einer Intoxikation als bei anderen Antidepressiva.

Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer

Bupropion

Kopfschmerzen, Erregung, Entzugssyndrom,* bei manchen Patienten Bluthochdruck und, in seltenen Fällen, Anfälle

Serotoninmodulatoren (5-HT2-Blocker)

Mirtazapin

Benommenheit und Gewichtszunahme

Mirtazapin verursacht keine Übelkeit oder sexuellen Funktionsstörungen.

Trazodon

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer

Desvenlafaxin

Duloxetin

Levomilnacipran

Venlafaxin

Übelkeit, Mundtrockenheit, Entzugssyndrom,* und, wenn hohe Dosen eingenommen werden, erhöhter Blutdruck

Die meisten Nebenwirkungen können verhindert oder verringert werden, wenn niedrige Dosen eingenommen und Dosisänderungen langsam vollzogen werden.

Heterozyklische (einschließlich trizyklische) Antidepressiva

  • Amitriptylin

  • Amoxapin

  • Clomipramin

  • Desipramin

  • Doxepin

  • Imipramin

  • Maprotilin

  • Nortriptylin

  • Protriptylin

  • Trimipramin

Benommenheit, Gewichtszunahme, erhöhte Herzfrequenz, niedriger Blutdruck in stehender Position (orthostatische Hypotonie Schwindel oder Benommenheit beim Aufstehen Bei einigen Menschen, insbesondere im höheren Alter, fällt der Blutdruck im Sitzen oder beim Aufstehen äußerst stark ab (dies nennt man orthostatische oder posturale Hypotonie). Symptome wie... Erfahren Sie mehr ), Mundtrockenheit, Verwirrtheit, verschwommene Sicht, Verstopfung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, verzögerter Orgasmus und Entzugssyndrom*

Bei Clomipramin und Maprotilin: Krampfanfälle

Diese Medikamente werden älteren Patienten normalerweise nicht verschrieben, da die Nebenwirkungen bei diesen meistens ausgeprägter auftreten.

Eine Überdosierung kann eine schwere, möglicherweise lebensbedrohliche Intoxikation auslösen.

Monoaminoxidase-Hemmer (MAOI)

  • Isocarboxazid

  • Phenelzin

  • Selegilin

  • Tranylcypromin

Schlaflosigkeit, Übelkeit, Gewichtszunahme, sexuelle Funktionsstörungen (Verlust des Sexualtriebs, verzögerter Orgasmus und Erektionsstörung Erektionsstörung (erektile Dysfunktion, ED) Die erektile Dysfunktion (ED) bezeichnet die Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen bzw. für den Geschlechtsverkehr ausreichend aufrechtzuerhalten. (Siehe auch Überblick über sexuelle Funktionsstörungen... Erfahren Sie mehr ), Kribbeln und Stechen, Schwindel, niedriger Blutdruck (insbesondere in stehender Position) und Entzugssyndrom*

Personen, die diese Medikamente einnehmen, müssen Ernährungseinschränkungen befolgen und die Anwendung bestimmter Medikamente vermeiden, um einer schweren Reaktion mit plötzlichem Anstieg des Blutdrucks und starken, pochenden Kopfschmerzen vorzubeugen (hypertensive Krise).

Selegilin gibt es als Pflaster. Mit dem Pflaster müssen die Patienten keine Einschränkungen in ihrer Ernährung beachten, solange das Pflaster keine erhöhte Dosis enthält.

Psychostimulanzien

  • Dextroamphetamin

  • Methylphenidat

Nervosität, Zittern, Schlaflosigkeit und Mundtrockenheit

Diese Medikamente werden normalerweise mit Antidepressiva verwendet. Werden sie allein eingenommen, sind sie als Antidepressiva normalerweise unwirksam.

Melatonerge Antidepressiva

Agomelatin

Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall

Agomelatin weist weniger Nebenwirkungen als die meisten anderen Antidepressiva auf. Es verursacht keine Tagesmüdigkeit, Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme oder sexuellen Funktionsstörungen.

Agomelatin kann die Leberenzymspiegel erhöhen. Diese Spiegel sollten vor Einleitung der Therapie und anschließend alle 6 Wochen gemessen werden.

Ketaminähnliches Medikament

Esketamin

Schwindel, erhöhter Blutdruck, Gefühl des Losgelöstseins

Esketamin ist mit dem Narkosemittel Ketamin verwandt.

Esketamin wird zusammen mit anderen oralen Antidepressiva bei einer behandlungsresistenten Depression verwendet.

Esketamin ist als Nasenspray erhältlich.

* Das Entzugssyndrom umfasst Symptome wie Schwindel, Angstgefühle, Reizbarkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Schüttelfrost und Muskelschmerzen, die auftreten, wenn ein Medikament abrupt abgesetzt wird.