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Schweregrad unerwünschter Arzneimittelwirkungen

Von

Daphne E. Smith Marsh

, PharmD, BC-ADM, CDE , College of Pharmacy, University of Illinois at Chicago

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2018| Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (unerwünschte Wirkungen) bezeichnen alle nicht gewünschten Wirkungen eines Arzneimittels. Es gibt keine allgemein gültige Skala zur Beschreibung oder Messung des Schweregrades einer unerwünschten Arzneimittelwirkung. Die Bewertung ist hochgradig subjektiv. Die Reaktionen können beschrieben werden als

  • Leicht

  • Mittel

  • Schwer

  • Letal (tödlich)

Leichte oder mittelschwere unerwünschte Arzneimittelwirkungen bedeuten nicht zwingend, dass ein Arzneimittel abgesetzt werden muss, insbesondere wenn es keine geeignete Alternative gibt. Dennoch wird der Arzt vermutlich die Dosis, die Häufigkeit (Anzahl der Dosen pro Tag) und den Zeitpunkt der Einnahme (z. B. vor oder nach Mahlzeiten, morgens oder abends) überprüfen. Zur Kontrolle der unerwünschten Arzneimittelwirkungen können auch andere Medikamente eingesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist ein Weichmacher für Stuhl bei Verstopfung.

Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Leichte Reaktionen oft als wenig bedeutend beschrieben, u. a.

  • Verdauungsstörungen (wie Übelkeit, Verstopfung, Durchfall)

  • Kopfschmerzen

  • Erschöpfung

  • Unklare Muskelschmerzen

  • Malaise (ein allgemeines Gefühl von Krankheit oder Unbehagen)

  • Veränderungen des Schlafmusters

Solche Reaktionen können jedoch für Betroffene quälend sein. Daher können Patienten weniger willens sein, ihr Medikament gemäß Anweisung einzunehmen, und die Behandlungsziele können unerreicht bleiben.

Mittelstarke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Mittelstarke Reaktionen umfassen

  • Ausschläge (besonders wenn sie ausgedehnt und anhaltend sind)

  • Visuelle Störungen (besonders bei Personen, die Korrekturlinsen tragen)

  • Muskeltremor

  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (bei älteren Männern eine häufige Nebenwirkung vieler Arzneimittel)

  • Jegliche empfundene Veränderung der Stimmung oder von psychischen Funktionen

  • Bestimmte Veränderungen bei Blutkomponenten, etwa eine vorübergehende, umkehrbare Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen oder der Blutkonzentration von manchen Substanzen wie z.B. Glukose

Außerdem werden für gewöhnlich als leicht beschriebene Nebenwirkungen, die der Betroffene als ausgesprochen lästig, beunruhigend oder unzumutbar empfindet, als mittelschwer eingestuft.

Schwere unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Zu den schwer(wiegend)en Nebenwirkungen zählen unter anderem potenziell lebensbedrohliche Reaktionen wie Leberversagen, Herzrhythmusstörungen und bestimmte Arten allergischer Reaktionen, die zu dauerhafter bzw. erheblicher Behinderung, zu Krankenhausaufenthalt oder Geburtsfehlern führen. Solche Reaktionen sind verhältnismäßig selten. Patienten, bei denen Derartiges auftritt, müssen das Medikament gewöhnlich absetzen und behandelt werden. Allerdings müssen Ärzte gelegentlich weiterhin hochriskante Medikamente verabreichen (wie eine Chemotherapie für Patienten mit Krebs oder Immunsuppressiva Immunsuppressiva für Patienten, die sich einer Organtransplantation unterziehen). Ärzte nutzen jedes verfügbare Mittel, um eine schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung zu kontrollieren.

Tödliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Tödlich verlaufende Reaktionen sind solche Reaktionen, die mittelbar oder unmittelbar zum Tod führen können. Diese Reaktionen sind typischerweise schwerwiegende Reaktionen, die nicht rechtzeitig erkannt wurden oder auf eine Behandlung nicht ansprachen. Tödlich verlaufende Reaktionen können Gründe dafür sein, dass einige Medikamente (z. B. Troglitazon und Terfenadin) vom Markt gezogen wurden.

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