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Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Medikamenten

Von

Daphne E. Smith Marsh

, PharmD, BC-ADM, CDCES, University of Illinois at Chicago College of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2021| Inhalt zuletzt geändert Apr 2021
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Jedes Medikament kann ebenso förderlich wie auch schädlich wirken (unerwünschte Arzneimittelwirkung Übersicht über unerwünschte Arzneimittelwirkungen Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (unerwünschte Wirkungen) bezeichnen alle nicht gewünschten Wirkungen eines Arzneimittels. Im frühen 20. Jahrhundert beschrieb der deutsche Wissenschaftler... Erfahren Sie mehr ). Vor der Verordnung eines Arzneimittels muss der Arzt zunächst die möglichen Schäden der Behandlung gegen den zu erwartenden Nutzen abwägen. Wenn der erwartete Nutzen den möglichen Schaden nicht übersteigt, ist der Einsatz des Medikaments nicht gerechtfertigt. Ärzte müssen auch die möglichen Folgen einer Verweigerung des Medikaments bedenken. Mögliche Nutzen und Schäden können niemals mit mathematischer Genauigkeit bestimmt werden.

In die Abwägung von Nutzen und Risiko einer Verordnung fließen der Schweregrad der Erkrankung sowie deren Auswirkung auf die Lebensqualität des Patienten mit ein. Beispielsweise ist für relativ geringfügige Störungen – wie Husten, Erkältungen, Muskelkater oder unregelmäßige Kopfschmerzen – nur ein sehr geringes Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen akzeptabel. Bei solchen Symptomen sind in der Regel rezeptfreie Arzneimittel wirksam und gut verträglich. Wenn sie entsprechend den Anweisungen angewendet werden, bieten rezeptfreie Arzneimittel zur Behandlung geringfügiger Störungen einen breiten Sicherheitsspielraum (der Unterschied zwischen der üblicherweise wirksamen Dosis und der Dosis, die zu schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen führt). Demgegenüber wird bei schweren bis lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt Akute Koronarsyndrome (Herzinfarkt, Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris) Akute Koronarsyndrome sind die Konsequenz aus einem plötzlichen Verschluss in einer Koronararterie. Dieser Verschluss führt je nach Lage und Größe zu einer instabilen Angina pectoris oder einem... Erfahren Sie mehr Akute Koronarsyndrome (Herzinfarkt, Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris) , Schlaganfall Überblick über den Schlaganfall Bei einem Schlaganfall verstopfen oder reißen die Arterien, die das Gehirn versorgen. Dadurch stirbt das Hirngewebe in einem Teil des Gehirns ab (Hirninfarkt) und es kommt sehr plötzlich zu... Erfahren Sie mehr , Krebs Krebs: Ein Überblick Ein Krebsgeschwür besteht aus abnormen Zellen (die gewöhnlich alle von einer abnormen Ursprungszelle abstammen). Die Zellen haben ihre normalen Regulierungsmechanismen verloren und sind daher... Erfahren Sie mehr oder Abstoßungsreaktionen nach einer Organtransplantation Abstoßung Unter einer Transplantation versteht man die Entnahme lebender, funktioneller Zellen, Gewebe oder Organe aus einem Körper und deren Verpflanzung entweder in demselben Körper (autologe Transplantation)... Erfahren Sie mehr ein deutlich höheres Risiko einer schweren unerwünschten Arzneimittelwirkung in der Regel eher in Kauf genommen.

Die Betroffenen können verschiedene Ansichten bezüglich ihrer Lebensqualität haben und nehmen möglicherweise unterschiedliche Risiken in Kauf. Manche Menschen sind beispielsweise eher bereit als andere, die unerwünschten Wirkungen einer bestimmten Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung zu akzeptieren, wenn im Gegenzug eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, ihr Leben zu verlängern. Auch akzeptieren die Betroffenen ein unterschiedliches Maß an Risiko. So kann zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit einer schweren Blutung von 1 aus 50 für den einen inakzeptabel sein, während eine andere Person dieses Risiko als zumutbar ansieht.

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