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Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Medikamenten

Von

Daphne E. Smith Marsh

, PharmD, BC-ADM, CDE , College of Pharmacy, University of Illinois at Chicago

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2018| Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Jedes Medikament kann ebenso förderlich wie auch schädlich wirken (unerwünschte Arzneimittelwirkung). Vor der Verordnung eines Arzneimittels muss der Arzt zunächst die möglichen Risiken der Behandlung gegen den zu erwartenden Nutzen abwägen. Wenn der erwartete Nutzen das mögliche Risiko nicht übersteigt, ist der Einsatz des Medikaments nicht gerechtfertigt. Ärzte müssen auch die möglichen Folgen einer Verweigerung des Medikaments bedenken. Mögliche Nutzen und Risiken können niemals mit mathematischer Genauigkeit bestimmt werden.

In die Abwägung von Nutzen und Risiko einer Verordnung fließen der Schweregrad der Erkrankung sowie deren Auswirkung auf die Lebensqualität des Patienten mit ein. Beispielsweise ist für relativ geringfügige Störungen – wie Husten, Erkältungen, Muskelkater oder unregelmäßige Kopfschmerzen – nur ein sehr geringes Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen akzeptabel. Bei solchen Symptomen sind in der Regel rezeptfreie Arzneimittel wirksam und gut verträglich. Wenn sie entsprechend den Anweisungen angewendet werden, bieten rezeptfreie Arzneimittel zur Behandlung geringfügiger Störungen einen breiten Sicherheitsspielraum (der Unterschied zwischen der üblicherweise wirksamen Dosis und der Dosis, die zu schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen führt). Demgegenüber wird bei schweren bis lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs oder Abstoßungsreaktionen nach einer Organtransplantation ein deutlich höheres Risiko einer schweren unerwünschten Arzneimittelwirkung in der Regel eher in Kauf genommen.

Die Betroffenen können verschiedene Ansichten bezüglich ihrer Lebensqualität haben und nehmen möglicherweise unterschiedliche Risiken in Kauf. Manche Menschen sind beispielsweise eher bereit als andere, die unerwünschten Wirkungen einer bestimmten Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung zu akzeptieren, wenn im Gegenzug eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, ihr Leben zu verlängern. Auch akzeptieren die Betroffenen ein unterschiedliches Maß an Risiko. So kann zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit einer schweren Blutung von 1 aus 50 für den einen inakzeptabel sein, während eine andere Person dieses Risiko als zumutbar ansieht.

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