Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link
Kurzinformationen

Huntington-Krankheit

(Huntington-Krankheit; Chorea Huntington; chronisch-progressive Chorea; erbliche Chorea)

Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie alle Einzelheiten

Was ist die Huntington-Krankheit?

Die Huntington-Krankheit ist eine genetische Störung, die einen langsamen Abbau bestimmter Nervenzellen im Gehirn verursacht.

  • Symptome treten in der Regel zwischen dem 35. und dem 40. Lebensjahr auf

  • Die Krankheit zerstört den Bereich Ihres Gehirns, der Ihnen dabei hilft, geschmeidige und koordinierte Bewegungen auszuführen

  • Die Bewegungen werden langsam, ruckartig und schwerfällig und Ihre Sprache wird undeutlich

  • Die geistigen Funktionen werden beeinträchtigt, sodass Sie depressiv und reizbar werden, außerdem verschlechtern sich Ihr Gedächtnis und Ihr Denkvermögen

  • Sobald die Symptome einsetzen, verstärken sie sich immer weiter und führen letztendlich innerhalb von 13 bis 15 Jahren zum Tod

  • Mithilfe eines Bluttests können die Ärzte feststellen, ob Sie das für die Krankheit verantwortliche Gen in sich tragen

Was verursacht die Huntington-Krankheit?

Die Huntington-Krankheit wird durch ein Gen verursacht, das von einem Ihrer Eltern vererbt wird. Das Gen führt zu einem langsamen Abbau in dem Bereich Ihres Gehirns, der Ihnen dabei hilft, zu denken und geschmeidige und koordinierte Bewegungen auszuführen

Was sind die Symptome der Huntington-Krankheit?

Die Symptome beginnen gewöhnlich im Erwachsenenalter.

Zu den häufigsten ersten Symptomen gehören:

  • Ruckartige, unkontrollierte Bewegungen in den Armen und Beinen

  • Häufiges Blinzeln

  • Merkwürdiger, ruckartiger Gang

  • Psychische und Persönlichkeitsveränderungen, wie Verwirrtheit, schlechte Impulskontrolle, Depression oder Wut

Wenn sich die Erkrankung verschlechtert, werden Sie:

Letztendlich benötigen Sie eine Vollzeitpflege. Die meisten Patienten sterben innerhalb von 13 bis 15 Jahren nach Symptombeginn.

Woran erkennt der Arzt die Huntington-Krankheit?

Wenn Sie Symptome der Huntington-Krankheit zeigen, werden die Ärzte:

Wenn die Tests die Huntington-Krankheit nachweisen oder wenn jemand in Ihrer Familie an der Huntington-Krankheit leidet, wird der Arzt Folgendes vorschlagen:

  • Genberatung

Wenn Sie an der Huntington-Krankheit leiden, wird eine genetische Beratung Ihnen dabei helfen, das Risiko zu verstehen, mit dem die Krankheit an Ihre Kinder übertragen werden kann.

Wenn bei Ihnen die Huntington-Krankheit nicht diagnostiziert wurde, diese Krankheit jedoch in Ihrer Familie vorkommt, kann eine Genberatung Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie einen Test wünschen. Manche Menschen wollen nicht erfahren, ob sie eine tödliche Krankheit haben. Andere wollen wissen, ob bei ihren Kindern ein Risiko besteht daran zu erkranken.

Wie wird die Huntington-Krankheit behandelt?

Es gibt keine Heilung, aber die Ärzte können viele Symptome behandeln und Ihnen bei der Planung Ihrer Zukunft helfen. Sie können Folgendes verordnen:

  • Medikamente zur Linderung der Symptome

  • Antidepressiva, wenn Sie depressiv sind

Sie sollten mit Ihrem Arzt über eine Vorausverfügung Schriftliche Vorausverfügungen Gesundheitliche Vorsorgevollmachten sind Rechtsdokumente, die die Wünsche einer Person bezüglich ihrer Entscheidungen über ihre medizinische Versorgung enthalten, falls die Person nicht mehr... Erfahren Sie mehr sprechen. In einer solchen Vorausverfügung (Patientenverfügung) halten Sie Ihre Entscheidungen bezüglich Ihrer medizinischen Versorgung gegenüber Ihrem Arzt und Ihrer Familie schriftlich fest, solange Sie noch dazu in der Lage sind.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Testen Sie Ihr Wissen

Zwangsstörung
Eine Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) ist durch Zwangsvorstellungen oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Zwangsvorstellungen sind problematische Gedanken, Dränge oder Bilder, die das Denken übermäßig einnehmen. Zwangshandlungen (Rituale) sind tatsächliche oder in Gedanken durchgeführte Handlungen, zu denen sich die Betroffenen gezwungen fühlen, um ihre Angst zu mindern. In welchem Altersbereich tritt eine Zwangsstörung typischerweise erstmals auf?

Auch von Interesse

NACH OBEN