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Osteoarthrose (OA)

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2018| Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Quellen zum Thema

Arthritis bezeichnet eine Reihe von Erkrankungen, die zu schmerzhaften Schwellungen und Rötungen der Gelenke führen. Es gibt viele verschiedene Formen von Arthritis.

Was ist Osteoarthrose?

Osteoarthrose ist die häufigste Form von degenerativen Gelenkerkrankungen. Bei einer Osteoarthrose kommt es zu einer Abnutzung der Gelenkknorpel.

  • Osteoarthrose beginnt häufig im Alter von 40 bis 50 Jahren, und fast alle 80-Jährigen sind in gewissem Maße davon betroffen.

  • Mögliche Symptome sind schmerzende, geschwollene und steife Gelenke (vor allem am Morgen)

  • Übergewicht und Tätigkeiten, bei denen dieselben Gelenke immer wieder belastet werden, erhöhen das Risiko, bereits in jungen Jahren an Osteoarthrose zu erkranken.

  • Die Diagnose einer Osteoarthrose gründet auf den Symptomen sowie auf Röntgenaufnahmen.

  • Behandelt wird Osteoarthrose mit Übungen, Medikamenten und manchmal mit einem operativen Eingriff.

Was sind die Ursachen einer Osteoarthrose?

Osteoarthrose wird in der Regel durch die Belastung eines Gelenks verursacht. Durch die Belastung nutzt sich der Gelenkknorpel ab. Knorpelgewebe ist das glatte, feste Stützgewebe, das am Knochenende in den Gelenken eine Schutzschicht bildet. Das Knorpelgewebe sorgt dafür, dass die aneinander stoßenden Knochen reibungslos gleiten können.

  • Ist das Knorpelgewebe beschädigt, reiben sich die Knochen im Gelenk aneinander und werden ebenfalls geschädigt.

  • Aufgrund der Schäden an Knorpel und Knochen funktioniert das Gelenk nicht mehr ordnungsgemäß.

Ein höheres Risiko für Osteoarthrose besteht in den folgenden Fällen:

  • Ältere Frauen

  • Übergewicht

  • Bestehende Gelenkverletzung

  • Muskelschwäche oder Nervenschädigung in Beinen oder Armen

  • Beruf mit starker Belastung der Gelenke

  • Familienmitglieder mit Osteoarthrose

Was sind die Symptome einer Osteoarthrose?

Häufige Symptome sind:

  • Tief sitzende Schmerzen, die sich durch Belastung des Gelenks (z. B. beim Stehen) verschlimmern

  • Steifheit in den Gelenken nach dem Aufstehen oder nach Inaktivität, die bei Bewegung nach etwa 30 Minuten nachlässt

  • Gelenke, die sich nicht vollständig strecken oder beugen lassen

  • Gelenke, die bei Bewegung knirschende oder knackende Geräusche verursachen

  • Geschwollene Fingergelenke

  • Gelockerte, instabile Gelenke

Osteoarthrose macht sich in der Regel zuerst an einem oder einigen wenigen Gelenken bemerkbar. Nach den ersten Symptomen entwickelt sich die Krankheit schleichend. Viele Menschen, die von Osteoarthrose betroffen sind, können nicht mehr all ihren früheren Tätigkeiten nachgehen.

Woran erkennt der Arzt Osteoarthrose?

Die Diagnose der Osteoarthrose stützt sich auf die vorhandenen Symptome und eine ärztliche Untersuchung. Weitere mögliche Maßnahmen:

  • Blutuntersuchungen zum Ausschluss sonstiger Erkrankungen

  • Untersuchungen der Gelenkflüssigkeit bei geschwollenen Gelenken

Wie wird Osteoarthrose behandelt?

Hauptziele der Behandlung:

  • Schmerzlinderung

  • Erhaltung der Gelenkflexibilität

  • Erhaltung der Gelenkfunktion und der Beweglichkeit

Medikamente können zusammen mit Übungen und Therapien zur Symptomlinderung beitragen.

Medikamente

Empfohlen werden rezeptfreie Schmerzmittel:

  • Paracetamol

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur oralen Einnahme

  • NSAR-Salben zum Einreiben der betroffenen Stellen

Gelegentlich können auch stärkere Schmerzmittel verschrieben oder Medikamente wie Kortikosteroide direkt in schmerzhaft geschwollene Gelenke gespritzt werden.

Übungen

  • Tägliche Dehnübungen (z. B. Yoga)

  • Kraftübungen (z. B. Gewichtheben)

  • Gelenkschonende Ausdauerübungen (z. B. Gehen, Schwimmen oder Radfahren)

  • Übungen im Wasser, um eine Belastung der Gelenke zu vermeiden

Andere Therapien

  • Ergotherapie (zur Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten)

  • Stützende Hilfsmittel (z. B. Stühle mit gerader Lehne, Schuheinlagen oder Gehstöcke)

  • Kalte Kompressen oder Heizkissen

  • Massage

  • Übermäßig weiche Matratzen und Sessel vermeiden

Wenn andere Behandlungen nicht funktionieren, kann der Arzt einen chirurgischen Eingriff vorschlagen, um ein stark beschädigtes Gelenk durch ein künstliches Gelenk zu ersetzen.

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