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Kurzinformationen

Postherpetische Neuralgie

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2018| Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Nach einer Erkrankung an Windpocken bleibt das krankheitsverursachende Virus das ganze Leben lang in Ihrem Körper. Wenn das Virus erneut aktiviert wird, bekommen Sie eine Gürtelrose. Gürtelrose ist ein schmerzhafter Ausschlag mit Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.

Was ist eine postherpetische Neuralgie?

Bei manchen Menschen, die von einer Gürtelrose betroffen waren, dauern die Schmerzen nach Abklingen des Ausschlags weiter an. Weil Windpocken und Gürtelrose vom Herpes-Zoster-Virus verursacht werden, heißen die nach einer Gürtelrose entstehenden Probleme auch Post-Zoster-Neuralgie. Neuralgie bedeutet Nervenschmerzen. Postherpetische oder Post-Zoster-Neuralgie sind also Schmerzen nach dem Auftreten einer Gürtelrose.

  • Normalerweise schmerzt diejenige Stelle, an der sich der Ausschlag im Rahmen der Gürtelrose befand

  • Warum gewisse Patienten an postherpetischer Neuralgie erkranken, ist unbekannt

  • Die meisten Patienten mit postherpetischer Neuralgie sind über 50 Jahre alt

  • Schmerzmittel und Cremes können zur Schmerzlinderung eingesetzt werden

  • Die Impfstoffe gegen Windpocken und Gürtelrose können das Entstehen von Gürtelrose und postherpetischer Neuralgie verhindern

Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie nach Abklingen der Gürtelrose weiterhin Schmerzen verspüren. Eine Behandlung hat bessere Chancen, wenn sie so rasch wie möglich aufgenommen wird.

Was verursacht eine postherpetische Neuralgie?

Nachdem Sie an Windpocken erkrankt sind, verbleibt das Virus in den Nervenwurzeln in der Nähe der Wirbelsäule. Manchmal wird das Virus wieder aktiv und löst einen sehr schmerzhaften Ausschlag (Gürtelrose) in demjenigen Hautbereich aus, der mit der infizierten Nervenwurzel verbunden ist.

Der Ausschlag klingt bei einer Gürtelrose von selbst wieder ab. Einige Menschen haben jedoch weiterhin starke Schmerzen, wo der Ausschlag war. Warum dies nicht bei allen Betroffenen geschieht, ist nicht bekannt.

Was sind die Symptome einer postherpetischen Neuralgie?

Sie haben brennende Schmerzen im Hautbereich, wo Sie die Gürtelrose hatten. Die Schmerzen können folgende Eigenschaften haben:

  • Gleichmäßig oder kommend und gehend

  • Nachts Schlimmer oder bei Wärme- oder Kälteeinfluss

  • Mindestens von 3-monatiger Dauer – etwa einer von fünf Betroffenen leidet länger als ein Jahr an Schmerzen

Woran erkennt der Arzt eine postherpetische Neuralgie?

Die Diagnose stützt sich auf Ihre Symptome und die Tatsache, dass Sie unlängst an Gürtelrose gelitten haben. Der Arzt nimmt auch eine Untersuchung vor, um sicherzustellen, dass die Schmerzen nicht auf etwas anderes zurückzuführen sind.

Wie wird postherpetische Neuralgie behandelt?

Wenn Sie nur leichte Schmerzen haben, verordnet Ihnen der Arzt ein rezeptfreies Schmerzmittel (z. B. Paracetamol) oder eine Creme (z. B. mit Capsaicin oder Lidocain) zur Linderung der Schmerzen.

Es gibt kein Heilmittel gegen postherpetische Neuralgie. Bei den meisten Betroffenen verschwinden die Schmerzen in 1 bis 3 Monaten von selbst.

Wenn Sie sehr starke Schmerzen haben, kann Sie der Arzt wie folgt behandeln:

  • Verschreibungspflichtige Arzneimittel, welche die Funktionsweise Ihrer Nerven beeinflussen

  • Verschreibungspflichtige Schmerzmittel

  • Manchmal Botox-Injektionen in die schmerzenden Stellen

Wie kann ich einer postherpetischen Neuralgie vorbeugen?

Maßnahmen zur Prävention von Windpocken und Gürtelrose bedeuten auch ein geringeres Risiko, an postherpetischer Neuralgie zu erkranken. Ärztliche Empfehlungen:

  • Impfung gegen Windpocken bei Kindern

  • Impfung gegen Gürtelrose bei Erwachsenen

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