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Periphere arterielle Verschlusskrankheit

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Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019
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Was ist eine periphere arterielle Verschlusskrankheit?

Bei den Arterien handelt es sich um die Blutgefäße, die das Blut vom Herzen zu den Organen und zum Gewebe transportieren. Periphere Arterien sind die Arterien in den Armen und Beinen. Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit tritt dann auf, wenn es in einer Arterie, in der Regel in den Beinen, zu einem teilweisen oder vollständigen Verschluss kommt. Dieser Verschluss kann langsam über viele Jahre hinweg oder ganz plötzlich auftreten. Wenn das Blut Teile des Körpers nicht erreichen kann, dann stirbt das Gewebe infolge von Sauerstoffmangel ab.

  • In der Regel wird eine periphere arterielle Verschlusskrankheit durch die Verhärtung von Arterien (Atherosklerose) verursacht.

  • Es ist wahrscheinlicher, dass sie bei Rauchern sowie bei Personen mit Bluthochdruck, Diabetes und einem hohen Cholesterinspiegel auftritt.

  • Zu den Symptomen gehören Schmerzen oder Krämpfe in einem Bein, die beim Gehen kommen und im Ruhezustand wieder abklingen.

  • Bei einer schweren peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kann das Bein ständig schmerzen und es kann zu wunden Stellen auf der Haut kommen.

  • Wenn die Beinarterie plötzlich vollständig verstopft ist, kommt es zu Wundbrand (Gangrän) und eine Amputation ist notwendig, es sei denn, der Verschluss wird umgehend geöffnet.

  • Ärzte verabreichen Medikamente oder operieren, um den Verschluss zu beheben und die Symptome zu lindern.

Man sollte umgehend ein Krankenhaus aufsuchen, wenn der Arm oder das Bein plötzlich schmerzt oder kühl oder blass wird. Die Arterie könnte verstopft sein.

Was ist die Ursache einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit?

Es kann zu einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kommen, wenn eine Arterie:

  • allmählich enger wird, wenn sich Fette oder Cholesterin an der Arterienwand ansammeln (Atherosklerose).

  • plötzlich durch ein Blutgerinnsel blockiert wird.

Was erhöht das Risiko einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit?

Der größte Risikofaktor ist

Da es lange dauert, bis die Arterien sich verengen, leiden viele Betroffene erst in einem Alter von über 55 Jahren an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Weitere wichtige Risikofaktoren sind:

Männer und übergewichtige Menschen haben ein leicht erhöhtes Risiko.

Was sind die Symptome einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit?

Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit kommt selten in den Armen vor. Am meisten treten Symptome lediglich in den Beinen auf.

Wenn sich eine Arterie im Lauf der Zeit verengt, führt das zu Folgendem:

  • Schmerzen, Krämpfe oder Müdigkeit in einem Bein, die beim Gehen auftreten und nach kurzer Ruhepause wieder abklingen (Claudicatio intermittens)

Mit einer stärkeren Verengung kann es später zu Folgendem kommen:

  • Unfähigkeit, so weit wie normalerweise zu gehen

  • Schmerzen im Ruhezustand

  • Wunde Stellen an den Zehen oder an der Ferse

  • Hautwunden, die länger brauchen, um zu verheilen

Wenn sich die Symptome plötzlich verschlimmern, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn die Arterie plötzlich vollständig verschlossen ist, wird der Arm oder das Bein:

  • sehr schmerzvoll

  • kalt

  • taub

  • blass

Betroffene sollten umgehend ein Krankenhaus aufsuchen. Eine große Verstopfung kann zu Wundbrand (Gangrän, durch Blutmangel verursachtes Absterben des Gewebes) führen. Wenn der Blutfluss in den Arm oder das Bein zu lange blockiert ist, muss der Arm oder das Bein womöglich amputiert (operativ entfernt) werden.

Woran erkennen Ärzte eine periphere arterielle Verschlusskrankheit?

Der Arzt fragt nach den Symptomen und führt eine körperliche Untersuchung durch. Zudem können auch folgende Tests durchgeführt werden:

  • Überprüfung des Pulses an unterschiedlichen Stellen am Körper (es ist kein Puls an Stellen zu spüren, die unter der vollständig verschlossenen Arterie liegen)

  • Sauerstoffuntersuchungen mithilfe von Sensoren auf der Haut, um herauszufinden, ob Sauerstoff zu verschiedenen Körperstellen transportiert wird.

  • Ultraschall-Untersuchung zur Messung des Blutflusses im Arm oder Bein

  • Angiographie, manchmal eine CT-Angiographie oder eine Magnetresonanzangiographie (MRA), wenn eine Operation in Betracht gezogen wird.

Wie wird eine periphere arterielle Verschlusskrankheit behandelt?

Zur Behandlung einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit wird Folgendes verwendet:

  • Medikamente, die dabei helfen, den Blutfluss zu erhöhen.

  • Operation, um die Blutgerinnsel zu entfernen oder die verstopfte Arterie zu umgehen.

  • Angioplastie (ein Verfahren zur Öffnung des Verschlusses mithilfe eines kleinen Ballons; mithilfe eines als Stent bezeichneten kleinen Drahtrohrs bleibt das Gefäß offen)

Wenn der Arm oder das Bein bereits abgestorben ist oder es unmöglich ist, die Gliedmaße mit Blut zu versorgen, muss sie eventuell amputiert (operativ entfernt) werden.

Ärzte können folgendes anordnen:

  • Dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten pro Tag gehen.

  • Im Rahmen eines Rehabilitationsprogramms mit einem Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten zusammenarbeiten.

  • Meiden von Kälte; dadurch verengen sich die Blutgefäße.

  • Meiden bestimmter Medikamente, durch die sich die Blutgefäße verengen, wie manche Medikamente zur Behandlung von Erkältung und Nasennebenhöhlen-Beschwerden.

  • Sich gut um die Füße kümmern, um Wunden und Infektionen zu verhindern.

Wie kann einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit vorgebeugt werden?

Zur Vorbeugung einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sollte Folgendes getan werden:

  • Keine Zigaretten rauchen

  • Kontrolle des Blutzuckerspiegels (bei Diabetikern)

  • Senken des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels

  • Abnehmen

  • Aktiv sein und sich körperlich betätigen

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