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Osteonekrose des Kiefers

(ON des Kieferknochens, ONJ)

Von

Stuart B. Goodman

, MD, PhD, Stanford University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2019| Inhalt zuletzt geändert Jan 2019
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Kurzinformationen

Bei der Osteonekrose des Kiefers ist der Kieferknochen betroffen.

  • Eine Osteonekrose des Kiefers kann nach einer Zahnextraktion, Verletzung, Bestrahlung oder ohne ersichtlichen Grund auftreten.

  • Bei einigen Patienten tritt eine Osteonekrose des Kiefers nach der intravenösen Verabreichung hochdosierter Bisphosphonate auf, insbesondere wenn die Betroffenen an Krebs leiden oder sich einer Kieferoperation unterziehen.

  • Zur Vermeidung einer Osteonekrose des Kiefers sollte eine notwendige Kieferoperation immer dann durchgeführt werden, bevor der Patient Bisphosphonate erhält.

  • Am besten wird die Behandlung von einem erfahrenen Kieferchirurg durchgeführt.

Die Erkrankung kann spontan oder nach einer Zahnextraktion oder einem Trauma auftreten. (Eine Strahlentherapie an Kopf oder Hals kann eine ähnliche Erkrankung, nämlich eine sogenannte Osteoradionekrose, hervorrufen.) Bei der Osteonekrose des Kiefers kann es sich auch um eine Knocheninfektion (Osteomyelitis) und nicht um eine eigentliche Osteonekrose handeln.

Eine Osteonekrose des Kiefers wird in seltenen Fällen bei Patienten festgestellt, denen intravenös hohe Dosen an Bisphosphonaten verabreicht wurden, vor allem wenn es währenddessen zu einer Krebserkrankung oder einer Kiefer-OP gekommen war. Die Osteonekrose des Kiefers wird nicht mit der regelmäßigen oralen Einnahme von Bisphosphonaten zur Behandlung von Osteoporose in Verbindung gebracht. Deshalb sollten die Patienten Bisphosphonate weiterhin wie verschrieben oral einnehmen. Soweit möglich sollten Kieferbehandlungen jedoch vor der Anwendung von Bisphosphonaten erfolgen. Während der Einnahme von Bisphosphonaten sollten die Patienten weiterhin auf die Mundhygiene achten.

Symptome

Eine Osteonekrose des Kiefers ist in der Regel schmerzhaft und kann mit Eiterbildung in Mund oder Kiefer verbunden sein. Manche Menschen haben jedoch keine Symptome.

Diagnose

  • Beurteilung durch den Zahnarzt, einen Kieferchirurgen oder Arzt.

Die Diagnose einer Osteonekrose des Kiefers wird gestellt, wenn der Patient von einem Zahnarzt, einem Kieferchirurgen oder manchmal auch von einem Allgemeinarzt untersucht wurde.

Behandlung

  • Entfernung des abgestorbenen Knochens

  • Anwendung von Antibiotika und Mundspülungen

Da sich eine Osteonekrose des Kiefers nur schwer behandeln lässt, sollte ein Kieferchirurg, der auf diesem Gebiet spezialisiert ist, hinzugezogen werden. Die Behandlung einer Osteonekrose des Kiefers umfasst normalerweise das Abkratzen des geschädigten Knochens, die orale Einnahme von Antibiotika und Mundspülungen.

Die operative Entfernung des gesamten erkrankten Bereichs kann die Beschwerden noch verstärken und ist deshalb nicht die optimale Methode.

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