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Plantare Fasziitis

(Fasziitis plantaris)

Von

Kendrick Alan Whitney

, DPM, Temple University School of Podiatric Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2019| Inhalt zuletzt geändert Dez 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Der Fersenschmerz rührt von der Entzündung der Plantarfaszie, einem Strang aus Bindegewebe, her, der vom unteren Fersenbein zum Zehengrundgelenk (Fußballen) führt.

  • Das Bindegewebe zwischen Ferse und Fußballen kann geschädigt werden und schmerzen.

  • Die Schmerzen an der unteren Ferse verstärken sich bei Gewichtsbelastung am Morgen und nach Ruhephasen.

  • Die Diagnose gründet sich auf eine Untersuchung des Fußes und bildgebende Verfahren.

  • Dehnübungen, Kälteanwendungen, andere Schuhe, Einlagen, die die Ferse abpolstern, stützen und anheben, sowie Kortikosteroidspritzen können helfen.

Durch ihre Verbindung vom Fersenbein zum Fußballen ist die Plantarfaszie am Gehen und Laufen beteiligt und sorgt für die Elastizität der Schritte.

Der Fersensporn oder Kalkaneussporn wird manchmal als „plantare Fasziitis“ bezeichnet. Die Bezeichnung plantare Fasziitis ist jedoch nicht korrekt. Obwohl Fasziitis eigentlich Entzündung der Faszie bedeutet, handelt es sich bei dieser Erkrankung eher um eine wiederholte Überlastung der entzündeten Faszie.

Andere Bezeichnungen für diese Erkrankung sind unter anderem kalkaneare Enthesiopathie und Fersensporn Was ist ein Fersensporn?. Zusätzliches Knochenwachstum am Fersenbein bezeichnet man als Fersensporn. Im Laufe der Zeit wird er durch eine Kombination aus einem erhöhten Zug auf die Faszie und Bewegungsstörungen des Fußes verursacht. Ein Fersensporn kann vorhanden sein, muss es aber nicht. Häufig entsteht durch wiederholte starke Belastung ein Riss in der Faszie. Plantare Fasziitis ist eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen in der Ferse.

Sie tritt vor allem bei Menschen mit einer sitzenden Lebensweise und Trägern von Schuhen mit hohen Absätzen auf. Viele Betroffene haben ein ungewöhnlich hohes oder flaches Fußgewölbe, straffe Wadenmuskeln oder eine straffe Achillessehne (die Sehne, die Wadenmuskeln mit dem Fersenbein verbindet). Bei einer sitzenden Lebensweise erhöht sich das Risiko bei einer plötzlichen Steigerung der Aktivität oder dem Tragen weniger fester Schuhe, wie Sandalen oder Flip-Flops. Auch Läufer und Tänzer sind häufig davon betroffen, da die Faszien stark belastet werden, vor allem bei einer schlechten Fußhaltung. Bei Personen, die längere Zeit auf hartem Untergrund stehen oder gehen müssen, tritt diese schmerzhafte Erkrankung ebenfalls recht häufig auf.

Starkes Übergewicht, rheumatoide Arthritis und andere Arthritisformen können die Erkrankung noch verstärken. Zu viele Kortikosteroidspritzen können durch eine Schädigung der Faszien oder des Fettpolsters unter der Ferse zur Entwicklung einer plantaren Fasziitis beitragen.

Symptome

Der Schmerz kann an jedem Punkt der Faszie auftreten, aber am häufigsten dort, wo die Faszie am Fersenbein ansetzt. Patienten mit plantarer Fasziitis haben häufig besonders starke Schmerzen bei Belastung, z. B. wenn man dem Fuß nach dem Aufstehen belastet. Der Schmerz lässt vorübergehend innerhalb von 5 bis 10 Minuten nach, kann jedoch später am Tag wiederkehren. Oftmals ist er schlimmer, wenn man sich von der Ferse abstößt (wie beim Gehen oder Laufen) und nach Ruhephasen. In diesem Fall strahlen sie von der unteren Ferse zu den Zehen aus. Einige Betroffene leiden beim Gehen unter brennenden oder stechenden Schmerzen an der inneren Sohlenkante.

Was ist ein Fersensporn?

Zusätzliches Knochenwachstum am Fersenbein (Kalkaneus) bezeichnet man als Fersensporn. Er kann entstehen, wenn die Plantarfaszie, das Bindegewebe, das vom Fersenbein zum Zehengrundgelenk (Fußballen) führt, zu stark am Fersenbein zieht. Der Schmerz kann während des Wachstums des Fersensporns auftreten und nachlassen, wenn sich der Fuß daran gewöhnt hat. Nicht alle Fersensporne verursachen Symptome. Doch wenn Symptome auftreten, lassen sie sich ohne Operation behandeln.

Was ist ein Fersensporn?

Diagnose

  • Untersuchung des Fußes durch den Arzt

  • Manchmal Röntgenaufnahmen

Der Arzt kann die Diagnose einer plantaren Fasziitis aufgrund der Untersuchung des Fußes stellen. Diese wird bestätigt, wenn die Betroffenen an der Stelle Druckschmerzen empfinden, an der die Plantarfaszie in das Fersenbein übergeht.

Auf Röntgenaufnahmen ist ein Fersensporn an der unteren Vorderseite des Fersenbeins zu erkennen. Bei Patienten mit plantarer Fasziitis treten Fersensporne jedoch nur selten auf. Die meisten Betroffenen mit einem Fersensporn haben keine Schmerzen, sodass der Sporn nicht zwangsläufig auf eine plantare Fasziitis hinweist. Es bedeutet auch nicht, dass der Fersensporn behandelt werden muss.

Andere diagnostische Tests, wie eine Magnetresonanztomographie (MRT), können durchgeführt werden, wenn der Arzt vermutet, dass die Faszie des Patienten gerissen ist.

Behandlung

  • Dehnen, Orthesen und Schienen über Nacht

Um die Faszie zu entlasten, kann der Betroffene kürzere Schritte machen und Barfußgehen vermeiden. Aktivitäten wie Joggen, die eine Stoßbelastung des Fußes darstellen, sollten gemieden werden. Möglicherweise müssen die Betroffenen abnehmen. Dehnen der Waden- und Fußmuskulatur beschleunigt die Heilung. Orthesen (Schuheinlagen), können die Ferse abpolstern, stützen und anheben.

Durch Physiotherapie und nächtlich getragene Schienen können die Wadenmuskeln und Faszien gedehnt werden.

Tragen von Bandagen oder Fußgewölbestützen, kalte oder Eismassagen, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und gelegentliche Kortikosteroidspritzen können ebenfalls helfen. Kortikosteroide werden in der Regel nicht mehr als ein paar Mal gespritzt, da es ansonsten die Erkrankung verstärken kann.

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, können Betroffene Kortikosteroide über den Mund einnehmen oder eine Schiene tragen. Wenn die Symptome immer noch bestehen, kann eine Operation notwendig sein, um den Druck auf die Faszie teilweise zu lindern und die Fersensporne zu entfernen, wenn diese scheinbar zu den Schmerzen beitragen.

Bei einer neuen Behandlung, die als extrakorporale Puls-Aktivierungstherapie (EPAT) bezeichnet wird, nutzen Ärzte ein Gerät, um mit Schallwellen Druck auf die Ferse auszuüben. Die Druckwellen regen die Durchblutung an, die möglicherweise den Heilungsprozess unterstützt.

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