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Pockenimpfstoff

Von

Margot L. Savoy

, MD, MPH, Lewis Katz School of Medicine at Temple University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2020| Inhalt zuletzt geändert Okt 2020
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In den USA wurde die Routineimpfung mit dem Pockenimpfstoff im Jahr 1972 beendet, weil die Pocken ausgerottet worden waren. Weil die schützende Wirkung dieses Impfstoffes nach etwa 10 Jahren abnimmt, sind die meisten Personen nun anfällig für Pocken.

Da Proben des Virus aufbewahrt wurden, fürchten manche Menschen, dass die Pocken von Terroristen als biologische Waffe verwendet werden könnten. Bis zu einem Ausbruch in der Bevölkerung wird eine Pockenimpfung allerdings nur für Menschen empfohlen, die ein hohes Risiko für eine Exposition aufweisen, wie z. B. Labor- oder medizinisches Personal, das mit dem Pockenvirus oder entsprechendem Material arbeitet.

Es wurde genügend Pockenimpfstoff hergestellt, um jede einzelne Person in den Vereinigten Staaten zu impfen, wenn nötig.

Der Pockenimpfstoff enthält Lebendviren, die mit dem Pockenvirus verwandt sind und Immunität gegen das Pockenvirus aufbauen.

Der Impfstoff ist am wirksamsten, wenn er vor dem Kontakt mit dem Virus verabreicht wird. Er kann jedoch auch von Nutzen sein, wenn er bis zu 4 Tage nach dem Kontakt verabreicht wird, und kann dabei helfen, die Erkrankung zu verhindern oder deren Schweregrad zu begrenzen.

Weitere Informationen finden Sie in den Angaben zur Vorbeugung und Behandlung von Pocken von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC).

Verabreichung

Zur Verabreichung des Pockenvirus sticht der Arzt in rascher Abfolge 15-mal mit einer zuvor in den Impfstoff getauchten Spezialnadel in eine Hautstelle. Dann wird die Impfstelle mit einem Verband bedeckt, um zu verhindern, dass sich das Virus auf andere Körperstellen oder auf andere Personen ausbreitet.

Die Impfung gilt als erfolgreich, wenn sich etwa 7 Tage später an der Impfstelle eine kleine Blase bildet. Andernfalls wird die Impfung mit einer zweiten Dosis wiederholt.

Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem (wie z. B. AIDS-Patienten oder Patienten, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken), Patienten mit Hautkrankheiten (insbesondere Ekzeme) oder Augenentzündungen oder bei Schwangeren ist die Impfung riskant.

Nebenwirkungen

In der Woche nach der Impfung kann es häufig zu Fieber, allgemeinem Unwohlsein und Muskelschmerzen kommen.

Bei etwa 1 von 10.000 zuvor ungeimpften Personen treten schwere Nebenwirkungen auf, und bei 1 bis 2 pro 1 Million führt die Impfung zum Tod.

Weitere Informationen

Bei dem Folgenden handelt es sich um ein englischsprachiges Hilfsmittel, das nützlich sein kann. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

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