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Akustikusneurinom

(Acoustic Neurinoma; Vestibular Schwannoma; Eighth Nerve Tumor)

Von

Lawrence R. Lustig

, MD, Columbia University Medical Center and New York Presbyterian Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Quellen zum Thema

Ein Akustikusneurinom (richtiger eigentlich Vestibularisschwannom) ist ein gutartiger (benigner) Tumor, der von den umhüllenden Zellen des Gleichgewichtsnervs (Schwann-Zellen) ausgeht.

Diese Tumoren gehen vom Gleichgewichtsnerv (Nervus vestibularis) aus, einem Zweig des Nervus vestibulocochlearis (8. Hirnnerv). Der andere Zweig, der Hörnerv (Nervus cochlearis), leitet Schallsignale zum Gehirn. Ein frühes Symptom des wachsenden und auf den Hörnerv drückenden Tumors ist langsam fortschreitender Hörverlust in einem Ohr (daher die historische Bezeichnung Akustikusneurinom).

Symptome

Frühe Symptome des Akustikusneurinoms umfassen Folgendes

  • Langsam fortschreitender Hörverlust in einem Ohr

  • Geräusche oder Klingeln im Ohr (Tinnitus)

  • Kopfschmerzen

  • Druck- oder Verstopfungsgefühl im Ohr

  • Ohrenschmerzen

  • Gleichgewichtsstörungen oder Unsicherheit, wenn sich der Betroffene schnell umdreht

Wenn der Tumor wächst und auf andere Bereiche des Gehirns drückt, beispielsweise den Gesichtsnerv (7. Hirnnerv) oder den Trigeminusnerv (5. Hirnnerv), kann es zu einer Schwächung (herabhängendes Gesicht), Schmerzen und Gefühllosigkeit des Gesichts kommen.

Diagnose

  • Hörtests

  • Magnetresonanztomografie (MRT)

Magnetresonanztomografie (MRT) und Hörtests erlauben eine rechtzeitige Diagnose des Akustikusneurinoms. Zuerst wird ein Audiogramm (Hörtest) durchgeführt. Bei Hörverlust, der nur in einem Ohr vorkommt, sollte anschließend eine bildgebende Untersuchung, zum Beispiel eine MRT, durchgeführt werden.

Weitere Hörtests, die durchgeführt werden können, umfassen die Tympanometrie, bei der geprüft wird, wie viel Schall durch das Trommelfell und Mittelohr gelangt, und die Hirnstammaudiometrie, mit der die Nervenimpulse gemessen werden, die durch Schallsignale in den Ohren ausgelöst werden.

Behandlung

  • Gelegentlich Operation oder Strahlentherapie

Kleine Tumoren, die nicht wachsen oder Symptome verursachen, erfordern keine Behandlung. Falls es zu einem Tumorwachstum kommt oder Symptome auftreten, wird der Tumor operativ entfernt oder durch Strahlentherapie unter Kontrolle gehalten. Bei Operationen werden möglichst mikrochirurgische Verfahren angewandt, um den Gesichtsnerv zu schonen, und auch das Hörvermögen kann manchmal bewahrt werden. Bei der Strahlentherapie kann eine sehr präzise Technik, die sogenannte stereotaktische Radiotherapie, eingesetzt werden, sodass nur das Tumorgewebe bestrahlt wird. Ob ein operativer Eingriff oder eine Strahlentherapie durchgeführt wird, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, einschließlich Alter und Gesundheit des Patienten, Grad des Hörverlusts und Größe des Tumors.

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