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Dermatitis des Gehörgangs

(chronische externe Otitis)

Von

Bradley W. Kesser

, MD, University of Virginia School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Kurzinformationen
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Eine Dermatitis des Gehörgangs juckt, schilfert ab, schuppt und lässt die Haut des Gehörgangs und am Eingang des Gehörgangs anschwellen.

Es gibt zwei Arten der Dermatitis des Gehörgangs:

  • Kontaktdermatitis

  • Aurale ekzematöse Dermatitis

Ursachen

Eine Kontaktdermatitis des Gehörgangs ist eine allergische Reaktion auf Auslöser wie z. B. nickelhaltige Ohrringe und zahlreiche Schönheitsprodukte (z. B. Haarsprays, Lotionen und Haarfärbemittel).

Eine aurale ekzematöse Dermatitis des Gehörgangs kann spontan bei Personen auftreten, die bestimmte Störungen haben, die einer Dermatitis ähneln, wie z. B. seborrhoische Dermatitis und Schuppenflechte.

Die Hautreizung und das Reißen der Haut aufgrund der Dermatitis können zu einer durch Bakterien oder Pilze verursachten Infektion des Gehörgangs (akute externe Otitis) führen.

Symptome

Beide Arten verursachen Juckreiz, Rötungen, einen klaren Ausfluss oder Nässen sowie Abschälen, Verdunkeln und schmerzhaftes Reißen der Haut. Das erste Symptom einer bakteriellen Infektion hingegen sind in der Regel starke Ohrenschmerzen. Pilzinfektionen des Gehörgangs verursachen eher intensiven Juckreiz als Schmerzen.

Behandlung

  • Topische (und bei schweren Fällen oral einzunehmende) Kortikosteroide

  • Bei Kontaktdermatitis: Elimination von Allergieauslösern

  • Bei auraler ekzematöser Dermatitis: Aluminiumacetatlösung

Zur Behandlung einer Kontaktdermatitis sollten die Betroffenen Auslöser von Allergien entfernen, insbesondere Ohrringe aus Nickel, Haarsprays und möglicherweise sogar Ohrpassstücke. Durch praktische Ausschlussverfahren kann der Auslöser der Allergie identifiziert werden. Ärzte geben Patienten eine Creme mit Kortikosteroiden, wie z. B. Betamethason, um die Schwellung und den Juckreiz zu lindern. Die Patienten sollten keine Wattestäbchen, Wasser und andere Substanzen im Ohr benutzen, die möglicherweise störend sein können. Bei stärker entzündeten Ohren werden eventuell oral einzunehmende Kortikosteroide (wie z. B. Prednison) verschrieben.

Zur Behandlung einer auralen ekzematösen Dermatitis verschreiben Ärzte Tropfen einer verdünnten Aluminiumacetatlösung (Burrowsche Lösung), die zur Linderung der Beschwerden so häufig wie erforderlich ins Ohr gegeben wird. Der Juckreiz und die Schwellung können durch eine kortikosteroidhaltige Creme (zum Beispiel mit Betamethason) gelindert werden. Die konsequente Vermeidung aller Stoffe wie Wattestäbchen und Wasser, die den Gehörgang reizen könnten, ist ein wesentlicher Aspekt der Behandlung dieser Erkrankung.

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