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Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

Von

Stephen Brian Sulkes

, MD, Golisano Children’s Hospital at Strong, University of Rochester School of Medicine and Dentistry

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2020| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2020
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Kurzinformationen

Viele Kinder und Jugendliche haben gelegentliche körperliche Auseinandersetzungen mit anderen. Bei den meisten Kindern und Jugendlichen führt diese aber nicht zu fortgesetztem gewalttätigen Verhalten oder zu Kriminalität. Allerdings ist bei Kindern, die bereits vor der Pubertät gewalttätig sind, das Risiko von kriminellen Handlungen höher.

Es gibt kaum Anzeichen dafür, dass gewalttätiges Verhalten durch genetische Defekte oder Chromosomenanomalien verursacht wird. Zu den bekannten Risikofaktoren für Gewalt zählen:

  • Heftige körperliche Bestrafung des Kindes (zum Beispiel Schlagen)

  • Alkohol- und Drogenmissbrauch durch die Bezugsperson des Kindes

  • Mitgliedschaft in einer Bande

  • Entwicklungsprobleme

  • Armut

  • Zugang zu Waffen

Gewalttätige Videospiele können Kinder unempfindlich gegenüber Gewalt werden lassen. Auch wenn Experten nicht davon ausgehen, dass sie tatsächlich zu gewalttätigem Verhalten führen, sind die Kinder dennoch mehr an Gewalt gewöhnt.

Mitgliedschaft in einer Bande

Die Mitgliedschaft in einer Jugendbande Gewalt und Bandenmitgliedschaft In der Adoleszenz entwickelt der junge Mensch seine Unabhängigkeit. Typisch ist, dass die von den Eltern aufgestellten Regeln hinterfragt oder herausgefordert und dabei manchmal auch gebrochen... Erfahren Sie mehr wird mit gewalttätigem Verhalten in Zusammenhang gebracht, häufig auch in Verbindung mit Waffen. Die Mitglieder sind meist zwischen 13 und 24 Jahre alt. Die Banden geben sich gewöhnlich einen Namen und verfügen über Identifikationssymbole, etwa einen bestimmten Kleidungsstil, Handzeichen, Tattoos oder Graffiti. Manche Gangs verlangen von potenziellen Mitgliedern, wahllos Gewalttaten zu verüben, bevor sie ihnen die Mitgliedschaft zugestehen. Die zunehmende Gewalt durch Jugendbanden steht zumindest teilweise in Zusammenhang mit der Tatsache, dass Gangs häufig an Handel und Konsum von Drogen beteiligt sind, insbesondere von Metamphetaminen und Heroin.

Mobbing

Mobbing Mobbing Mobbing bezeichnet eine Form der Gewalt in der Kindheit und im Jugendalter, bei dem durch verbale, emotionale, körperliche oder psychische Angriffe dominiert oder gedemütigt werden soll. (Siehe... Erfahren Sie mehr bezeichnet die absichtliche seelische oder körperliche Schädigung von schwächeren Kindern. Bis zu ein Drittel aller Kinder könnte als Täter, Opfer oder beides an Mobbing beteiligt sein.

Mobbing kann in verschiedenen Formen auftreten, darunter

  • Wiederholte Hänseleien

  • Drohungen oder Einschüchterung

  • Schikanierung

  • Gewalttätige Übergriffe

  • Cyber-Mobbing (dabei werden die Opfer mit E-Mails, Textnachrichten, über die Sozialen Medien und andere digitale Kommunikationsmöglichkeiten bedroht und/oder es werden verletzende Informationen verbreitet)

Opfer erzählen oft nicht, dass sie gemobbt werden, da sie sich schämen und sie das Gefühl haben, dass nichts unternommen wird oder aus Angst, dass der Täter sich rächt. Kinder, die schikaniert (gemobbt) werden, können soweit gereizt werden, dass sie sich mit potenziell gefährlichen oder katastrophalen Ergebnissen zur Wehr setzen.

Sowohl für die Täter als auch die Opfer besteht das Risiko negativer Folgen. Bei den Opfern kann es zu körperlichen Verletzungen, geringem Selbstwertgefühl, Angst, Depression und Fehlzeiten in der Schule kommen. Viele Mobbing-Opfer werden zudem zu Tätern. Die Wahrscheinlichkeit, dass Täter später ins Gefängnis kommen, ist erhöht. Sie brechen oft die Schule ab, haben keine Arbeit und keine stabilen Beziehungen im Erwachsenenalter.

Vorbeugung

Die Gewaltprävention sollte bereits in der frühen Kindheit beginnen. Zu den Strategien zählen die Folgenden:

  • Keine Gewalt als Erziehungsmaßnahme

  • Einschränkung des Zugangs zu Waffen und des Kontakts mit Gewalt durch Medien und Videospiele

  • Schaffung und Erhalt einer sicheren schulischen Umgebung

  • Die Opfer bestärken, ihren Eltern und der Schule Probleme zu melden

  • Älteren Kindern und Jugendlichen sollte gezeigt werden, wie sie Risikosituationen meiden (darunter Orte, an denen andere Menschen Waffen tragen oder Alkohol oder Drogen konsumieren) und auf angespannte Situationen reagieren und diese entschärfen

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