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Geburtsfehler an Fingern und Zehen

Von

Simeon A. Boyadjiev Boyd

, MD, University of California, Davis

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Quellen zum Thema

Finger und Zehen können fehlgebildet, unvollständig ausgebildet sein oder bei Geburt fehlen.

Geburtsfehler an Fingern und Zehen können auftreten, während das Baby im Mutterleib heranreift. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass ein Baby zu wenig Finger oder Zehen hat. Oder das Baby kann mit extra Fingern oder Zehen geboren werden.

Beim Amniotisches-Band-Syndrom entstehen Fehlbildungen an Fingern und Zehen (und andere Anomalien) dadurch, dass die Körperteile durch dünne Gewebefäden der Fruchtblase eingeschnürt werden. Die Fruchtblase enthält das Fruchtwasser, das den Fötus im Mutterleib umgibt. Die Gewebefäden schwimmen wie Schnüre oder Gummibänder um den Fötus herum, sodass sich Teile seines Körpers darin verfangen und deren Wachstum behindern können.

Polydaktylie sind zusätzliche Finger oder Zehen. Am häufigsten sind die kleinen Finger und die Daumen oder die großen Zehen doppelt vorhanden. Der zusätzliche Finger oder Zeh kann nur ein kleiner fleischiger Gewebeknubbel oder voll ausgebildet und funktionsfähig mit eigenen Nervenenden, Knochen und Gelenken sein.

Syndaktylie ist mit einer Verwachsung von Fingern oder Zehen verbunden. Bei der Syndaktylie sind die Finger und Zehen nicht getrennt, sondern wie bei Schwimmhäuten an der Hand oder dem Fuß miteinander verwachsen. Bei der einfachen Syndaktylie ist das Weichgewebe miteinander verwachsen. Bei der komplexen Syndaktylie sind die Knochen und Weichteile miteinander verwachsen.

Sowohl die Polydaktylie als auch die Syndaktylie können eigenständig oder im Rahmen eines genetischen Syndroms, wie dem Apert-Syndrom, auftreten.

Vor der Geburt können Ärzte diese Fehlbildungen manchmal im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung diagnostizieren.

Nach der Geburt machen die Ärzte in der Regel Röntgenaufnahmen und können weitere bildgebende Verfahren durchführen, um festzustellen, welche Knochen betroffen sind. Wenn die Geburtsfehler in der Familie des Kindes häufiger aufzutreten scheinen oder wenn der Arzt ein genetisches Syndrom vermutet, untersucht er das Kind auch auf andere körperliche Anomalien und nimmt eine Blutprobe zur Durchführung von genetischen Untersuchungen.

Behandlung

  • Operation

  • Prothesen

Es kann eine Operation durchgeführt werden, um eine Syndaktylie der Finger oder Zehen zu trennen und die Funktion zu verbessern. Ein zusätzlicher Finger oder Zeh kann operativ entfernt werden.

Einige Kinder mit einem fehlenden Finger oder fehlenden Zeh benötigen eine Prothese, eine künstliche Gliedmaße, die den fehlenden Körperteil ersetzt (siehe Überblick über künstliche Gliedmaßen: Prothesen).

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