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Überblick über Risikoschwangerschaften

Von

Raul Artal-Mittelmark

, MD, Saint Louis University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2019| Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Es existiert keine offizielle oder allgemeingültige Definition für eine Risikoschwangerschaft. Üblicherweise geht mit einer Risikoschwangerschaft mindestens einer der folgenden Aspekte einher:

  • Es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit als üblich, dass die Frau oder der Säugling erkrankt oder stirbt.

  • Es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit als üblich, dass Komplikationen vor oder nach der Geburt auftreten.

Müttersterblichkeit

Die Müttersterblichkeit ist definiert als der Tod einer Frau, der durch Schwangerschaftskomplikationen und die Entbindung verursacht wurde.

Im Jahr 2015 starben in den USA 14 Frauen pro 100.000 Entbindungen. In den Vereinigten Staaten treten fast die Hälfte aller schwangerschaftsbedingten Todesfälle bei dunkelhäutigen Frauen auf. Die Müttersterblichkeitsrate ist in den USA höher als in anderen westlichen Ländern, wie z. B.:

  • Deutschland – 7 Todesfälle pro 100.000 Entbindungen

  • Niederlande – 7 Todesfälle

  • Polen – 3 Todesfälle

  • Spanien – 5 Todesfälle

  • Schweden – 4 Todesfälle

  • Schweiz – 5 Todesfälle

  • Großbritannien und Nordirland – 9 Todesfälle

Allerdings treten fast alle Fälle von Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern auf. Mehr als die Hälfte der Fälle treten in Afrika südlich der Sahara (einschließlich Nigeria) auf und fast ein Drittel in Südasien (einschließlich Indien).

Vergleich der Mortalitätsraten von Müttern in verschiedenen Ländern

In dieser Grafik werden die Müttersterblichkeitsraten verschiedener Länder verglichen.

Die Müttersterblichkeit bezieht sich auf die Anzahl von Frauen, die aufgrund von Problemen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft sterben, sowie von Frauen, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Entbindung sterben.

Unter der Müttersterblichkeitsrate ist die Anzahl der Todesfälle von Müttern pro 100.000 Lebendgeburten (Geburt eines lebenden Kindes) zu verstehen.

Im Jahr 2015 reichten die Raten von 3 (Finnland) bis zu 1360 Todesfällen (Sierra Leone) pro 100.000 Lebendgeburten (diese Länder werden nachstehend nicht gezeigt). Die Müttersterblichkeitsrate ist in den USA erheblich höher (14 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten) als in anderen westlichen Ländern.

Daten der WHO, UNICEF, UNFPA, Weltbank und der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen. Trends der Müttersterblichkeit: 1990 bis 2015. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 2015.

Vergleich der Mortalitätsraten von Müttern in verschiedenen Ländern

Die häufigsten Todesursachen bei Müttern sind:

Nahezu die Hälfte aller mütterlichen Todesfälle könnten verhindert werden.

Perinatale Sterblichkeit

Die perinatale Sterblichkeit bezieht sich auf den Tod von Föten und Neugeborenen bei der Entbindung. In den USA liegt die perinatale Sterblichkeitsrate bei 6 bis 7 Todesfällen pro 1000 Entbindungen.

Die häufigsten Todesursachen bei Föten und Neugeborenen sind:

Risikoeinschätzung während der Schwangerschaft

Bestimmte Bedingungen oder Voraussetzungen, sogenannte Risikofaktoren, stellen eine Risikoschwangerschaft dar. Im Rahmen einer Routineuntersuchung während der Schwangerschaft werden diese Faktoren von den Ärzten geprüft, um das Risiko für eine bestimmte Mutter und ihren Säugling einschätzen zu können und somit eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Zu den Faktoren, die das Risiko bei Frauen erhöhen, gehören

Risikoschwangerschaften müssen vorsichtig überwacht werden. In einigen Fällen werden die Frauen an ein auf Risikoschwangerschaften spezialisiertes Zentrum überwiesen.

Die häufigsten Gründe für eine Überweisung vor der Entbindung sind

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