Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link

Überblick über Risikoschwangerschaften

Von

Raul Artal-Mittelmark

, MD, Saint Louis University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2020| Inhalt zuletzt geändert Sep 2020
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Es existiert keine offizielle oder allgemeingültige Definition für eine Risikoschwangerschaft. Üblicherweise geht mit einer Risikoschwangerschaft mindestens einer der folgenden Aspekte einher:

  • Es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit als üblich, dass die Frau oder der Säugling erkrankt oder stirbt.

  • Es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit als üblich, dass Komplikationen vor oder nach der Geburt auftreten.

Viele Frauen mit einer komplexen Erkrankung und hohem Risiko profitieren von der Behandlung in einem spezialisierten Zentrum, das eine Versorgung durch Ärzte garantiert, die auf Risikoschwangerschaften spezialisiert sind.

Müttersterblichkeit

Die Müttersterblichkeit ist definiert als der Tod einer Frau, der durch Schwangerschaftskomplikationen und die Entbindung verursacht wurde.

Im Jahr 2017 starben in den USA 19 Frauen pro 100.000 Entbindungen. In den Vereinigten Staaten treten fast die Hälfte aller schwangerschaftsbedingten Todesfälle bei dunkelhäutigen Frauen auf. Die Müttersterblichkeitsrate ist in den USA höher als in anderen westlichen Ländern, wie z. B.:

  • Deutschland – 7 Todesfälle pro 100.000 Entbindungen

  • Niederlande – 5 Todesfälle

  • Polen – 3 Todesfälle

  • Spanien – 4 Todesfälle

  • Schweden – 4 Todesfälle

  • Schweiz – 5 Todesfälle

  • Großbritannien und Nordirland – 7 Todesfälle

Allerdings treten fast alle Fälle von Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern auf. Über zwei Drittel der Fälle treten in Afrika südlich der Sahara (einschließlich Nigeria) auf und fast ein Fünftel in Südasien (einschließlich Indien).

Vergleich der Mortalitätsraten von Müttern in verschiedenen Ländern

In dieser Grafik werden die Müttersterblichkeitsraten verschiedener Länder verglichen.

Die Müttersterblichkeit bezieht sich auf die Anzahl von Frauen, die aufgrund von Problemen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft sterben, sowie von Frauen, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Entbindung sterben.

Unter der Müttersterblichkeitsrate ist die Anzahl der Todesfälle von Müttern pro 100.000 Lebendgeburten (Geburt eines lebenden Kindes) zu verstehen.

Im Jahr 2013 reichten die Raten von 1 (Weißrussland) bis 980 (Tschad) Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten (diese Länder werden nachstehend nicht gezeigt). Die Müttersterblichkeitsrate ist in den Vereinigten Staaten erheblich höher (28 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten) als in anderen westlichen Ländern.

Vergleich der Mortalitätsraten von Müttern in verschiedenen Ländern

Daten der WHO, UNICEF, UNFPA, Weltbank und der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 2014.

Die Müttersterblichkeitsrate schwankt weltweit stark je nach ethnischer Herkunft. In den Vereinigten Staaten ist die Müttersterblichkeitsrate bei dunkelhäutigen Frauen mehr als dreimal und bei indianischen Frauen und Frauen der Alaska-Ureinwohner 2,5-mal so hoch wie bei weißen Frauen. In Brasilien ist die Müttersterblichkeit bei Frauen afrikanischer Abstammung etwa fünfmal höher als bei weißen Frauen. In Großbritannien und Nordirland ist sie bei dunkelhäutigen Frauen um ein Vielfaches höher als bei weißen Frauen.

Dies sind die häufigsten Todesursachen bei schwangeren Frauen:

Zu den Problemen, die zu Todesfällen bei schwangeren Frauen beitragen, zählen Folgende:

  • Wenn eine schwangere Frau ein Problem hat, zögern sie und ihre Familienangehörigen, sich medizinisch versorgen zu lassen.

  • Die Frau hat kein Transportmittel, um eine Gesundheitseinrichtung aufzusuchen.

  • Die Versorgung in der Gesundheitseinrichtung ist verzögert.

Rund drei von fünf mütterlichen Todesfällen könnten verhindert werden.

Perinatale Sterblichkeit

Die perinatale Sterblichkeit bezieht sich auf den Tod von Föten und Neugeborenen bei der Entbindung. In den USA liegt die perinatale Sterblichkeitsrate bei 6 bis 7 Todesfällen pro 1000 Entbindungen.

Die häufigsten Todesursachen bei Föten und Neugeborenen sind:

Risikoeinschätzung während der Schwangerschaft

Bestimmte Bedingungen oder Voraussetzungen, sogenannte Risikofaktoren Risikofaktoren für Risikoschwangerschaften Manche Risikofaktoren liegen schon vor, bevor die Frau schwanger wird. Zu diesen Risikofaktoren gehören: Bestimmte körperliche Merkmale wie das Alter und soziale Voraussetzungen der Frau Probleme... Erfahren Sie mehr Risikofaktoren für Risikoschwangerschaften , stellen eine Risikoschwangerschaft dar. Im Rahmen einer Routineuntersuchung während der Schwangerschaft Schwangerenbetreuung Idealerweise sollte ein Paar, das den Wunsch nach einem Baby hat, sich bei einem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft beraten zu lassen, ob eine Schwangerschaft ratsam wäre. Gewöhnlich ist... Erfahren Sie mehr werden diese Faktoren von den Ärzten geprüft, um das Risiko für eine bestimmte Mutter und ihren Säugling einschätzen zu können und somit eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Genetische Beurteilung Genetisches Screening Genetische Screenings sollen feststellen, ob bei einem Paar ein erhöhtes Risiko besteht, Kinder mit erblichen genetischen Störung zu bekommen. Erbliche genetische Störungen sind Störungen von... Erfahren Sie mehr ist besonders wichtig. Sie beinhaltet die Beurteilung der Familiengeschichte des Paares und bei Bedarf eine Analyse von Blut- oder Gewebeproben (z. B. Zellen aus der Innenseite der Wangen). Durch diese Beurteilung soll festgestellt werden, ob bei einem Paar ein erhöhtes Risiko besteht, Kinder mit erblichen genetischen Störungen zu bekommen.

Zu den Faktoren, die das Risiko bei Frauen beeinflussen, gehören

Risikoschwangerschaften müssen vorsichtig überwacht werden. In einigen Fällen werden die Frauen an ein auf Risikoschwangerschaften spezialisiertes Zentrum überwiesen.

Die häufigsten Gründe für eine Überweisung vor der Entbindung sind

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie
Testen Sie Ihr Wissen
Überblick über sexuelle Funktionsstörung bei Frauen
Welche der folgenden Antidepressiva können bei Frauen die Reaktion auf sexuelle Reize am stärksten beeinträchtigen?

Auch von Interesse

NACH OBEN